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Nachruf: Fitnesspionier Werner Kieser verstorben!

Fielen einst die Worte Rücken, Muskeln und Schmerz, so wurde Werner Kieser beinahe schon im selben Atemzug genannt. Er war jener Mann, der es schaffte, sich mit einem Konzept von gesundheitsorientiertem Krafttraining einen Namen zu machen und viele Menschen davon zu überzeugen, dass richtiges und permanentes Krafttraining ihr Leben nicht nur erleichtern, sondern auch bereichern wird. Bedauerlicherweise ist der Fitnesspionier nun im Alter von 80 Jahren an Herzversagen verstorben.

Im Laufe seines Lebens ist Werner Kieser nicht nur als Rückenguru, Rückenpapst oder Kraftapostel betitelt worden. Der „Spiegel“ bezeichnete ihn vor vielen Jahren sogar als  „Feind aller Orthopäden“. Der gebürtige Schweizer habe damals schon behauptet, dass es keine Rückenprobleme, sondern nur Kraftprobleme gebe und regte sich über Fango, ergonomische Utensilien oder unnötige Operationen auf – selbstverständlich nicht gerade zur Freude sämtlicher Ärzte, Physiotherapeuten und Co.

„Die Alten werden zu Tode geschont“, war wohl einer der am häufigsten zitierten Sprüche des gelernten Schreiners. Doch wie kam es dazu, dass ausgerechnet ein Schreiner ein derart erfolgreiches Konzept entwickelte, welches bereits eine Vielzahl an Menschen von ihren täglichen Qualen befreien konnte? Werner Kieser war in den Fünfzigerjahren Amateurboxer und hat bei einem seiner Kämpfe eine Verletzung am Brustfell erlitten. Daraufhin sei ihm von Ärzten empfohlen worden, sich ausreichend zu schonen. Ein spanischer Profikollege habe ihn jedoch dazu ermutigt, stattdessen lieber Krafttraining zu betreiben.

Bild: Werner Kieser ist im Alter von 80 Jahren verstorben
Werner Kieser ist am 19. Mai 2021 im Alter von 80 Jahren verstorben.

Der Rückenguru habe diesen Vorschlag beherzigt und es somit geschafft, sich schneller von seiner Verletzung zu erholen. Dies sei im Anschluss wohl auch die Geburtsstunde seiner Geschäftsidee gewesen, mit welcher der Fitnesspionier bereits im Jahr 1978 eine Million Umsatz erwirtschaftet haben soll – etwa zwölf Jahre, nachdem sein erstes Studio in Zürich seine Pforten eröffnet hatte.

„Die Seele der Muskeln. Krafttraining jenseits von Sport und Show“ – so lautete der Titel seines 1997 veröffentlichten Ratgebers, welcher anschließend zum Bestseller wurde. Darin gab der Geschäftsmann unter anderem preis, dass er zwar geschmeichelt von dem Zuspruch sei, sich jedoch an dem Wort „Fitness“ gestört habe. Denn was er anbiete, sei „Körperhygiene, vergleichbar mit der Entfernung von Zahnstein“. Seine Studios seien zudem keine klassischen „Orte der Begegnung“, sondern viel mehr „Produktionsstätten für Magermasse (Muskeln und Knochen)“. Mit diesem Buch habe der Schweizer ein für alle Mal mit den Mythen rund um Rückenprobleme aufräumen wollen.

Im Laufe seines Lebens hat der 80-Jährige nie aufgehört, an seinem Konzept festzuhalten und sei Angaben der Kieser Training AG zufolge bis zum Vortag seines Ablebens in einem seiner Studios aktiv gewesen und habe an neuen Kräftigungsmöglichkeiten getüftelt. Das Unternehmen betreibt nach aktuellem Stand 160 Sportstudios in Deutschland, Österreich und der Schweiz und sei im Jahr 2017 an seinen langjährigen Geschäftsführer und Verwaltungsrat verkauft worden. Dies hat dazu geführt, dass der Kraftapostel die von ihm getätigte Aussage „Die Kette und die Idee werden mich überleben“ wahr werden lies.

Bild: Werner Kieser absolvierte ein Tag vor seinem Ableben ein letztes Krafttraining
Laut der Kieser Training AG absolvierte Werner Kieser noch ein Tag vor seinem Tod sein letzte Krafttraining.
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