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„Emotionale Vergewaltigung“: Ricardo Lange kritisiert Gesundheitssystem bei Markus Lanz!

Dass Bodybuilder und Intensivpfleger Ricardo Lange kein Problem damit hat, Tacheles zu sprechen, hat er bereits vergangene Woche auf der Bundespressekonferenz an der Seite von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bewiesen. Schon damals fand er klare Worte hinsichtlich der vorherrschenden Missstände auf den Intensivstationen deutscher Krankenhäuser und stellte die Gesundheitspolitik sprichwörtlich an den Pranger. Gestern Abend war der Zeitarbeiter dann in der Talkshow von Markus Lanz zu Gast und nahm auch dieses Mal kein Blatt vor den Mund.

Im Grunde genommen unterhielten sich die geladenen Gäste mit Markus Lanz über den Personalmangel in den Kliniken der Bundesrepublik sowie über das Feedback zu Ricardos öffentlichem Auftritt. Vor allem seine Anmerkung, dass es emotional schwierig sei, die Corona-Toten in schwarze Leichensäcke packen zu müssen, habe zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Über eine davon zeigte sich der Bodybuilder sichtlich entsetzt: „Weil ein Müllmann, der Müll nicht in Säcke packen kann, hat eben den falschen Beruf“, soll es darin geheißen haben. Solche Aussagen würden den Pfleger stark treffen und an der gesamten Gesellschaft zweifeln lassen.

Schon in Berlin schilderte der Kraftsportler Vorfälle aus seinem Arbeitsalltag und knüpfte an dieser Stelle auch in der ZDF-Show an. Die Lage auf den Intensivstationen sei untragbar, weil das benötigte Personal fehle, erklärte Lange. Er verstehe nicht, warum Jens Spahn auf der Bundespressekonferenz von einem Marathon sprach, bis Verbesserungen auf den Intensivstationen umgesetzt werden könnten. Schließlich habe die Regierung zum Schutz der Menschen auch Corona-Maßnahmen wie die Ausgangssperren et cetera im Handumdrehen einführen können. Ihm gehe es hierbei nicht nur um sich und seine Kollegen, sondern ebenfalls um das Leben der Patienten, da man bei drei zu betreuenden Intensivpatienten schlichtweg nicht genug Kapazitäten habe, um für alle dieselbe Fürsorge leisten zu können.

Bild: Ricardo Lange
Ricardo Lange zu Gast in der Talkshow von Markus Lanz.

Hierfür fand Lange prägnante Worte, denn seiner Meinung nach habe sich das Pflegepersonal durch die prekäre Lage emotional erpressbar gemacht. Im Zuge dessen traf Ricardo Lange eine weitere knallharten Aussage, als er diese Tatsache als „emotionale Vergewaltigung“ bezeichnete. Ihm sei bewusst, dass es hart klingen mag, jedoch fühle es sich genauso an. Dem aus Berlin stammenden Mann leuchte schlichtweg nicht ein, wieso im deutschen Gesundheitssystem am Menschen gespart werde.

Ricardos Ansicht nach sei der Personalnotstand der Privatisierung von Krankenhäusern geschuldet. Dabei verglich der Kolumnist die Kliniken mit Fabriken, in denen der Mensch die Ware darstelle und Geld bis zum letzten Atemzug generiert würde. Des Weiteren äußerte der Gast von Lanz seinen Unmut hinsichtlich der fehlenden Ausstattung, die im Zuge des Infektionsgeschehens benötigt werde. Medizinische Utensilien wie Masken oder Gesichtsvisiere hätten er und seine Kollegen nämlich aus Büromaterial kreieren müssen. Auch dafür fand der Intensivpfleger eindringliche Worte: „Ich verstehe nicht, wie ein Industriestaat wie Deutschland es nicht schafft, so ein simples Visier herzustellen. Das ist peinlich!“

Nachdem der heimliche Stargast des Abends der Befragung durch Markus Lanz standgehalten hatte, blieb er leider nur stiller Teilnehmer, der kein weiteres Mal zu Wort kam. Dabei hätte @pfleger.ricardo, so sein Instagram-Name, durchaus noch einiges zu sagen gehabt, wie er persönlich in seiner heutigen Story verkündete. Vor allem die eine oder andere Aussage von CDU-Politiker Friedrich Merz, dem eigentlichen Stargast der Show, habe der Kolumnist nur ungerne unkommentiert gelassen. Allerdings verspricht Ricardo Lange an dieser Stelle, dass es schon bald ein neues Zeitungsformat gebe, in dem noch mehr von ihm zu hören sein werde. Auf Twitter tat Lange übrigens auch seiner Meinung über Merz kund und ließ Folgendes verlauten: Auch wenn ich es als einziger Gast bei #Lanz nicht in den Tweet von #Merz #CDU geschafft habe, bin ich stolz, dabei gewesen zu sein. Ich weiß jetzt auch, wo ich mein Kreuz im September nicht setzen werde.“

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