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Mr. Olympia 2017 – Pressekonferenz in der Zusammenfassung

Eines der einleitenden Events zum Mr. Olympia, auf das sich die Fans des Bodybuilding Sports aufgrund des direkten verbalen Kontakts der Teilnehmer immer besonders freuen, ist die offizielle Pressekonferenz. Auch in diesem Jahr moderierten erneut Bob Cicherillo und Dennis James die Gesprächsrunde zwischen den einzelnen Athleten, doch wer die Veranstaltung nicht zum ersten Mal sieht, dem wird direkt aufgefallen sein, dass die Organisatoren im Vergleich zu den vielen Jahren zuvor eine ziemlich große Änderung vollzogen haben! 

Zum ersten Mal hatten nämlich zu den Athleten der offenen Gewichtsklasse auch die Teilnehmer der Klassen Classic Physique, 212 und Men’s Physique die Chance, sich vor ihrem Gang auf die Bühne zu äußern. Wir werden unsere Zusammenfassung, die logischerweise nicht den Anspruch darauf erhebt detailgetreu und vollständig zu sein, der Übersichtlichkeit wegen in Unterabschnitte einteilen. Ausgewählt wurden nebenbei bemerkt nur spezielle Starter und nicht alle Vertreter der jeweiligen Klassen.

Offene Gewichtsklasse

Zunächst ergreift Phil Heath das Wort und sagt, dass er sich großartig und bereit fühle, den Meilenstein von sieben Titeln, den Arnold Schwarzenegger aufgestellt hat, an diesem Wochenende einzustellen. Es habe zwar jeder der teilnehmenden Athleten das Recht erwirkt, beim Mr. Olympia 2017 dabei zu sein, doch auch er habe in der Vorbereitung sein Bestes gegeben, was dafür ausreiche, um erneut zu gewinnen.

Auch Shawn Rhoden wolle die beste Version von sich zeigen und sei nicht gekommen, um Zweiter zu werden. Jeder habe eine Chance und wie er selbst verlauten lässt, konnte er jede der Pflichtposen im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Darauf reagiert Phil Heath direkt und entgegnet, dass der ProSupps Athlet ihn noch nie in irgendeiner Pose geschlagen habe und er sich ebenfalls überall verbessert haben soll. Es sei immer sein Ziel, seinen Körper ans Maximum zu bringen.

Dexter Jackson wiederum erklärt, dass er sich das ganze Jahr nur auf den Mr. Olympia 2017 vorbereitet habe und man ihn in seiner bislang besten Form sehen werde. Er würde gegen den Großteil der Athleten sogar gewinnen, wenn er unter dem Jahr an Wettkämpfen teilnehme, weshalb man sich ausmalen könne, was nun nach einer ausgedehnten Offseason passiere.

Sehr selbstbewusst zeigt sich auch Big Ramy, der nichts anderes als den ersten Platz verspricht. Trotz allem Respekt für seine Konkurrenten komme er jedes Jahr ausschließlich um den Sieg davonzutragen. An diesem Wochenende bringe er etwas noch nie zuvor Dagewesenes auf die Bühne. Nach der direkten, im ersten Moment leicht verärgert wirkenden Antwort von Phil Heath verweist der gebürtige Ägypter letzten Endes auf den eigentlichen Wettkampftag, ohne weitere Sprüche zu klopfen.

Dexter Jackson und Phil Heath bei der Pressekonferenz zum Mr. Olympia 2017.

Nachdem Phil Heath dann sein Verständnis für Big Ramy bekundet und weiter ausführt, dass selbstverständlich jeder Athlet teilnehme, um ihn zu schlagen, erwähnt der amtierende Champion sogar Kai Greene, der auch immer habe gewinnen wollen und besser gewesen sei als viele der jetzigen Konkurrenten. Daraufhin entwickelt sich ein lautstärkeres Streitgespräch zwischen dem sechsmaligen Sieger und Dexter Jackson, der seinem Nebensitzer vorwirft, die ersten beiden Mr. Olympia Wettkämpfe ausgelassen zu haben, um keine schlechte Platzierung zu erhalten. Es sei laut „The Blade“ aber nicht der Sieg, sondern die Niederlage, aus der man am meisten lerne und mitnehme. Die Unterredung wird kurze Zeit sehr hitzig und auf einen gemeinsamen Nenner kommen die zwei IFBB Pros nicht.

Es ist Cedric McMillan, der die Lage wieder beruhigt und eine Schweigeminute andeutet und alle Anwesenden bittet, kurz inne zu halten. Man solle froh sein, dass man in diesem Moment live mitbekomme und am Leben sei. Die Anspielung auf den Tod von Dallas McCarver ist klar erkennbar. Im Anschluss daran reißt der diesjährige Arnold Classic Champion ein paar lockere Späße über den Moderator Bob Cicherillo und einige seine Kontrahenten. Zudem erwähnt er, dass es eine Ehre sei, mit Bodybuilding Veteranen wie Dexter Jackson, Victor Martinez und Flex Wheeler auf der Bühne zu sein. Ein Ziel für den Mr. Olympia 2017 gibt der Scitec Athlet auf der Pressekonferenz aber nicht an.

Im Gegensatz zu Cedric McMillan fasst sich Josh Lenartowicz kurz und hält eine kleine Ansprache mit Verweis auf seinen verstorbenen Freund Dallas McCarver. Er nehme den Tod des IFBB Pros als Motivation und trete für ihn an. In erster Linie freue sich der gebürtige Australier, überhaupt mit von der Partie zu sein.

Während Roelly Winklaar kurz und knapp die Top 3 als Ziel ausgibt, bleibt sein Trainingspartner Nathan De Asha etwas zurückhaltender. Der Brite habe zwar bei gleicher Form gute fünf Kilo Muskelmasse zugelegt, visiere allerdings „nur“ knapp die Top 6 an. Victor Martinez spricht in seiner Redezeit als erstes von seiner für ihn schlechten Platzierung im Vorjahr, wegen der er sich habe qualifizieren müssen. Er wolle sich aber nicht beschweren, sondern stets Lösungen finden. Beim letztjährigen Mr. Olympia hätten sich einige Athleten vor ihm eingereiht und diese gelte es nun wieder hinter sich zu lassen.

Zu guter Letzt ergriff William Bonac das Mikrofon und machte deutlich, dass er der Letzte sein wolle, der die Bühne verlässt. Über einen Vergleich im Internet, der ihn und den amtierenden Champion gegenüberstellte, zeigt sich der Niederländer zwar geschmeichelt. Sein dafür benutztes Foto sei allerdings vier Jahre alt, weshalb jeder wissen sollte, was das für den kommenden Wettkampf bedeute.

Cedric McMillan stimmt eine Schweigeminute ein und legt dabei die Hand auf die Schulter von Josh Lenartowicz.

212

Flex Lewis beginnt damit festzustellen, dass der Tod von Dallas McCarver für ihn als Freund natürlich ein Schock gewesen sei. Auch er nehme den Vorfall aber als Motivation, erneut den Sieg davonzutragen. In Form von Ahmad Ashkanani, der laut eigener Aussage sein Bestes gegeben habe und verbessert auftreten werde, sehe der gebürtige Waliser seine größte Konkurrenz. Es müsse allerdings schon etwas Großartiges passieren, wenn man ihm den insgesamt sechsten Titel beim Mr. Olympia streitig machen wolle.

Reden könne der Meinung von Jose Raymond zufolge jeder. Demnach wolle er auf der Bühne vor allem angreifen und es Flex Lewis nicht einfach machen, den Titel erneut einzufahren. David Henry pflichtet seinen Vorrednern größtenteils bei. Es werde eine große Show, für die man sich unbedingt ein Ticket zulegen sollte. Wo sie sich im Vergleich zu ihren Mitstreitern sehen, erwähnen die beiden US-Amerikaner nicht.

Der amtierende Champion der 212 Klasse am Mikrofon. Im Hintergrund sein größter Konkurrent Ahmad Ashkanani.

Classic Physique

Hier kommt als erstes der Vorjahressieger Danny Hester zu Wort, der davon überzeugt sei, seinen Triumph zu wiederholen. Trotz seines fortgeschrittenen Alters habe er sich verbessern können und sei zufrieden und zuversichtlich. Flex Wheeler, der durch eine Spezialeinladung am Mr. Olympia 2017 teilnimmt, trainiere seiner Erklärungen zufolge selbstverständlich auch, um den Wettkampf zu gewinnen. Gleichzeitig sei er aber ebenso realistisch und wisse, dass die Konkurrenz groß ist.

Arash Rahbar konnte sich im Jahr zuvor auf dem zweiten Rang platzieren und an diesem Wochenende wolle er etwas ganz Spezielles zeigen. Er sei nicht nur da, um lediglich am Wettkampf teilzunehmen, was nahelegt, dass auch er den Sieg möchte. Sadik Hadzovic gibt sich zunächst zurückhaltend und zeigt sich davon überzeugt, dass jeder jeden schlagen könne. Er selbst würde bei Topform einigen Teilnehmern durchaus Probleme bereiten. Außerdem verspricht der GAT Athlet, seine Form zu 100 Prozent zu treffen und damit den Sieg anzupeilen.

Ansagen macht Breon Ansley keine. Er möchte schlicht und einfach Gas geben und Spaß haben. Zusätzlich dazu sei er stolz, von vielen als perfekter Classic Athlet bezeichnet zu werden. Insgesamt habe ein gutes Paket für den anstehenden Wettkampf vorzuweisen.

Nach seinem zweiten Platz im Vorjahr strebt Arash Rahbar den Sieg in der Classic Physique an.

Men’s Physique

In der Men’s Physique Klasse sei die Konkurrenz groß, so zumindest Jeremy Buendia. Er habe jedoch das ganze Jahr hart dafür gearbeitet, um sich in seiner absoluten Bestform zu zeigen. Für Ryan Terry sei der zweite Platz aus dem Vorjahr wie ein wahr gewordener Traum, doch kampflos aufgeben wolle er nicht. Sein Lieblingsszenario: Den ersten Platz mit seinem Vorredner, dem amtierenden Champion, auf der Bühne ausfechten.

Es gibt da jedoch noch Andre Ferguson, der seiner Ansicht nach der kompletteste Athlet dieser Klasse sei und genau deshalb ebenfalls gewinnen wolle. Was ihn aber besonders auszeichnet, sagt der US-Amerikaner nicht. Brandon Hendrickson ist auch nicht nur nach Las Vegas gekommen, um einen schlechten Platz zu ergattern. Er versuche, die jeweiligen Schwächen seiner Konkurrenten im direkten Vergleich zu übertreffen und sich damit relativ weit vorne einzureihen. Jeremy Potvin wiederum zeigt sich allein froh darüber, mit auf der Bühne stehen zu dürfen. Der Dritte aus dem Vorjahr freue sich bereits, seine Form zu präsentieren und stapelt verhältnismäßig tief.

Ebenfalls mit von der Partie: Jeremy Buendia, der gegen Ende von einem seiner Kontrahenten etwas aus der Fassung gebracht wurde.

Ebenfalls neu bei der Pressekonferenz ist eine Publikumsrunde, in der Zuschauer den Athleten eine Frage stellen können. Dabei gab es im Großen und Ganzen zwei Höhepunkte: Zum einen meldete sich hier mit George Brown ein Teilnehmer der Men’s Physique zu Wort, der Jeremy Buendia direkt ansprach und immer mehr aus der Fassung brachte. Zum anderen wurde Kai Greene erneut angesprochen. Phil Heath meldete sich diesbezüglich zu Wort und handelte die Angelegenheit kurz und bündig ab. Demnach brauche niemand Kai Greene und man solle statt den mehrmaligen Arnold Classic Sieger zu erwähnen besser den Athleten Respekt zollen, die sich ihr Recht auf die Startberechtigung beim Mr. Olympia 2017 verdient hätten. 


Die komplette Pressekonferenz zum Mr. Olympia 2017 könnt ihr nachfolgend in HD ansehen:

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