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Verbesserte Gehirnfunktion nach dem Training?

Ob du dich nun aktuell weiterbildest, für wichtige Prüfungen lernen musst oder bis spät in die Nacht am Computer sitzt und arbeitest: Eine kurze und intensive Trainingseinheit einzuschieben könnte eventuell nicht die schlechteste Idee sein. Physiologen der Texas Tech University haben nämlich herausgefunden, dass unser Gehirn nach physischer Anstrengung besser funktioniert!


Training und das Gehirn

Ein Schlüsselfaktor für ein gut funktionierendes Gehirn ist der Wachstumsfaktor BDNF (Brain-derived neurotrophic factor). Es handelt sich hierbei um ein Protein aus der Gruppe der Neurotrophine, das den Gehirnzellen dabei hilft, neue Verbindungen miteinander zu knüpfen. In den 90er Jahren fanden Neurologen heraus, dass Labortiere mehr BDNF produzieren, nachdem sie physischer Belastung ausgesetzt wurden.

Seitdem untersuchen Neurologen, Gerontologen und Psychologen den Effekt von Training auf die kognitiven Eigenschaften. Dabei fanden zum Beispiel heraus, dass das Gehirn von über 70-jährigen Menschen „jünger“ ist, wenn sie am Tag mehr als eine halbe Stunde laufen. Intensives Training reduziert zudem das Risiko, die neurodegenerative Erkrankung Parkinson zu entwickeln.

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Studie

Die Texaner wollten nun wissen, ob Training auch positive und direkt feststellbare Auswirkungen auf das Gehirn von jungen Menschen hat. Sie führten also ein Experiment mit 15 gesunden, aber nicht super fitten Studenten durch. Die Probanden sollten zwei Mal für 20 Minuten Rradfahren.

Einmal radelten die Studenten bei moderater Intensität beziehungsweise 20% unter ihrer ventilatorischen Schwelle [VTh-20%]. Zu einer anderen Gelegenheit wurde die Anstrengung intensiver, sprich 10% über ihrer ventilatorischen Schwelle [VTh+10%].

Bei der ventilatorischen Schwelle handelt es sich um den Zeitpunkt, an dem unser Körper vom aeroben in den aerob-anaeroben Energiestoffwechsel umschaltet.

Ergebnisse

Vor und nach dem Experiment verwendeten die Forschen den Strooptest, um die kognitiven Fähigkeiten der Probanden zu ermitteln. Dieser Test ermittelt, wie gut das Gehirn mit Informationen umgehen kann. Bei den zwei einfachsten Teilen des Tests stellten sich die Studenten in beiden Situationen gleich gut an. Beim schwersten Teil jedoch waren die Probanden besser, nachdem sie vorher die intensive Trainingseinheit absolviert hatten.

Die nachfolgende Grafik zeigt diese Festellung.

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Nach der intensiven Trainingseinheit hatten die Studenten eine höhere Konzentration des oben erwähnten Wachstumsfaktors BDNF im Blut, was nach dem moderaten Training nicht der Fall war. Je mehr Laktat die Studenten produzierten, desto höher war die Produktion von BDNF.

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Fazit

Die Forscher sind der Ansicht, dass es zumindest verlockend sei darüber zu spekulieren, regelmäßiges und intensives Training könne der Auslöser für eine Erhöhung des Wachstumsfaktors BDNF und die damit einhergehende Steigerung der kognitiven Fähigkeiten sein. Sie sprechen sich deshalb für weitere Humanstudien aus, die den Effekt von chronischem Training auf das Zusammenspiel zwischen kardiovaskulärer Fitness, BDNF Konzentrationen und kognitiven Funktionen hat.

Eines ist zumindest sicher: Trainingseinheiten zwischen mental anstrengenden Arbeiten machen den Kopf frei und sorgen für Abwechslung. Sollte das Workout nun auch noch die Gehirnleistung verbessern können, hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!


Quelle: ergo-log.com/after-training-your-brain-functions-better.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17414812

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