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SARMs – Effektiv wie Steroide, aber keine Nebenwirkungen?!

Forscher der auch international sehr bekannten Sportuniversität Köln haben erst kürzlich eine sehr interessante, wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, in der sie verglichen, wie sich Metandienon (auch Dianabol genannt), Estradienedion und das SARM S-1 (nicht auf dem Schwarzmarkt erhältlich) auf die Körperkomposition, die Hormonwerte und bestimmte Gesundheitsparameter auswirken. Und woran könnte man dies besser testen als an… genau, Nagetieren!


Bevor gleich wieder Kommentare zu lesen sind, dass es sich bei Nagetieren nicht um Menschen handelt: Ja, das ist uns klar. Aber man muss hierzu erwähnen, dass andere SARMs wie beispielsweise LGD-4033 in jüngerer Vergangenheit auch schon am Menschen getestet wurden. In diesem Fall führten dieses Experiment Wissenschaftler des Boston Medical Center durch.

In der besagten Studie der amerikanischen Forscher konnte herausgefunden werden, dass eine 28-tägige Kur mit LGD-4033 zu einer sehr signifikanten, dosisabhängigen Erhöhung der fettfreien Körpermasse bei ihren jungen, gesunden und männlichen Probanden führte. Dabei trainierten diese nicht einmal. Vor diesem Hintergrund ist es eher unangebracht darüber zu schimpfen, dass Mäuse keine Menschen seien und die Studie deshalb nichts über die möglichen Effekte bei selbigen aussage.

Einlenken muss man in der Hinsicht, dass natürlich weitere Studien am Menschen nötig sind. Ein direkter Vergleich mit einem, wie in der hier thematisierten Studie verwendeten, toxischen Steroid wird jedoch relativ sicher von der Ethikkommission jeglicher Universität in der westlichen Welt abgelehnt werden. Um ein solches Problem zu umgehen und dennoch etwas über die Effekte anaboler Steroide beim Menschen zu lernen, haben die deutschen Forscher einfach ein paar „Bros“ rekrutiert, die ohnehin „nachhelfen“ und verwendeten deren (gesenkte) Hormonwerte. Als Referenz dienten die Werte von Bodybuildern, die keine verbotenen Substanzen konsumierten. Natürlich wurden zuvor Dopingtests gemacht.

Hier wird der Aufbau fettfreier Körpermasse in Relation zu verschiedenen Dosierungen mit dem SARM LGD-4033 gezeigt.
Hier wird der Aufbau fettfreier Körpermasse in Relation zu verschiedenen Dosierungen mit dem SARM LGD-4033 gezeigt.

Anmerkung: Während die meisten Studien nur kleine bis keine Auswirkungen auf die Prostata und das luteinisierende Hormon (LH) indizieren, gibt es dennoch experimentelle und anekdotische Beweise dafür, dass hohe Dosierungen an SARMs – obwohl diese nur als partieller Antagonist des Androgenrezeptors in der Prostata und im Gehirn agieren – dennoch negative Effekte auf die Hormonwerte haben können. Vor diesem Hintergrund und nach Anbetracht der Tatsache, dass manche SARMs gegen das Wachstum von Prostatakrebs verwendet werden, sollte der „Shutdown“ der eigenen Hormonachse ein größeres Problem darstellen. Wenn man sich also für SARMs entscheidet, wovon wir deutlichst abraten, dann sollte man regelmäßige Blutbilder erstellen lassen!

Nun, da die Sache mit den Nagetieren hoffentlich geklärt ist, können wir uns einmal anschauen, was denn die Wissenschaftler genau gemacht haben. Wie bereits gesagt, wurde die Studie eingeleitet, um die kombinierten Effekte von anabolen Steroiden und Training auf die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse zu analysieren.

Dafür wurde gesunden, männlichen Ratten entweder Metandienon, Estradienedion oder das SARM S-1 verabreicht. Daraufhin ermittelten die Forscher dann im Blut die Werte für Cortisol, Testosteron, 17b-Östradiol (E2), Prolaktin, Inhibin B, FSH, LH, IGF-1 und T4.

Wie oben schon angedeutet wurde, wurden zum Vergleich der Daten die Werte von Athleten herangezogen, die entweder 1-Androstenedion verwendeten oder auf keine leistungssteigernden Substanzen zurückgriffen. Auch deren Serumkonzentrationen an Inhibin B, IGF-1, Cortisol, Prolaktin, T4, TSH, Testosteron und LH wurden ermittelt.

Überblick über die interessantesten Resultate der Studie.
Überblick über die interessantesten Resultate der Studie.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Administration von Metandienon, Estradienedion und S-1 in einer Vergrößerung des Muskelfaserdurchmessers resultierte. Anders als die anabolen waren die LH-suppressiven Eigenschaften nur bei Metandienon und Estradienedion festellbar. Bei S-1, welches in einer menschlichen Äquivalenzdosis von 7,5-75mg pro Tag verabreicht wurde, konnte dieser Effekt nicht festgestellt werden.

Wie zu erwarten war, führte der Konsum von Estradienedion zu einer zusätzlichen Erhöhung von E2. Was ein wenig überraschend war: Die Verabreichung von S-1 führte zu erhöhten Cortisolwerten, während sich die Administration von 1-Androstenedion positiv auf sowohl Cortisol als auch Inhibin B auswirkte. Auswirkungen auf LH gab es keine. Bei nicht dopingfreien Bodybuildern, die eine Vielzahl an Steroiden (Testosteron, Nortestosteron, Metandienon und diverse Prohormone) konsumierten, konnte eine signifikante Verringerung an LH, TSH und Inhibin B und eine Erhöhung von Prolaktin, IGF-1 und T4 festgestellt werden.

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Im Gesamten betrachtet lassen die Ergebnisse der Studie vermuten, dass SARMs in höheren Dosierungen ähnliche anabole Eigenschaften wie zwei „Klassiker“ unter den Steroiden haben, von denen vor allem Metandienon (Dianabol) bekannt sein sollte. Die Studie zeigt auch, dass diese anabolen Effekte der SARMs bei wohl minimalen Nebenwirkungen zustande kommen.

Auch wenn sich das wie der Heilige Gral anhören mag, müssen wir wie immer zum Schluss anmerken, dass es sich hierbei noch immer um Forschungssubstanzen handelt, von deren Konsum wir abraten, da bei diesen Substanzen noch kein Wissen über Langzeitnebenwirkungen vorhanden ist! 

SARMs sind keine Supplements, sondern investigative Forschungsmedikamente, für die von den Suppelement Herstellern Dosierungen empfohlen werden, die noch niemals am Menschen getestet wurden. Sie sind verboten und können äußerst negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben!


Quelle: suppversity.blogspot.de/2015/03/sarm-ing-up-your-gains-steriod-like.html

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