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Haben es Frauen wirklich schwerer mit dem Fettabbau?

Ein Phänomen, dass man vor allem auf Bodybuilding Meisterschaften sehr häufig zu Gesicht bekommt, ist die andere Fettverteilung beim weiblichen Geschlecht. Oftmals kann man beobachten, dass Frauen im Oberkörper eine beachtliche Form erreichen und praktisch vollkommen „abgezogen“ wirken. Abwärts des Bauchnabels sieht das Ganze dann aber eher nach zu kurzer Diät aus. Das kommt mit einer solchen Häufigkeit vor, dass man sich wirklich fragen muss, ob das noch Zufall sein kann? Natürlich nicht, denn der weibliche Körper ist tatsächlich hartnäckiger als der männliche Körper ,wenn es um den Fettabbau geht – vor allem im Bereich des Unterkörpers. Doch schauen wir uns das alles etwas genauer an.

Die Rezeptoren im Unterkörper

Für Frauen ist es besonders schwierig, Körperfett im Bereich der Oberschenkel, des Pos und der Hüfte abzubauen, da die Rezeptorenverteilung vollkommen gegen einen Fettabbau spricht. Frauen haben dort besonders viele sogenannte alpha-2-Rezeptoren an den Fettzellen. Genau genommen bis zu neun Mal mehr als dies Männer in ihren Problemzonen aufzuweisen haben. Diese alpha-2-Rezeptoren blockieren die Fettfreisetzung, wenn sie beispielsweise von Adrenalin besetzt werden. Das Hormon, welches eigentlich die Fettmobilisierung fördern soll, hilft bei Frauen dabei, das Fett in den Problemzonen nur noch effektiver zu speichern. Kein Wunder also, dass das Fett am Oberkörper schneller schwindet, denn ein Kaloriendefizit ist für gewöhnlich während einer Diät zum Fettabbau vorhanden und von irgendwoher muss die Energie kommen. Müssen Frauen also einfach nur geduldiger sein?

Der weibliche Stoffwechsel wehrt sich

Das Kaloriendefizit ist da und irgendwann müssen auch die hartnäckigen Fettzellen am Unterkörper von Frauen angegriffen werden, keine Frage. Doch der weibliche Stoffwechsel wehrt sich mit allen Kräften. So kann ein Abfall der Leptinkonzentration, die für eine hohe Stoffwechselaktivität und den Fettabbau essentiell ist, deutlich stärker und zudem schon wesentlich früher beobachtet werden als bei Männern. Der ohnehin bereits geringere Kalorienverbrauch bei Frauen sinkt nun also noch stärker und das in einem Bereich, in dem es schwierig werden kann, sinnvoll zu diäten. Aufgrund dieses Problems profitieren Frauen daher viel eher von Carb Cycling als Männer. Insbesondere sind kürzere Intervalle sinnig. Andere Dinge spielen aber ebenfalls eine Rolle.

Die Energiebereitstellung der Frau ist anders

Frauen haben es üblicherweise schwerer mit dem Fettabbau als Männer.

Frauen verbrennen unter Belastung mehr Fett als Männer, allerdings primär in Form von intramuskulär gespeicherten Triglyzeriden. Männer hingegen verbrennen während dem Training mehr Kohlenhydrate. Ein erstes Indiz dafür, warum es häufiger die Männer sind, die im Zuge einer Low Carb Ernährung im Training Probleme bekommen. Nach dem Workout in Ruhe ändert sich jedoch alles um 180 Grad, denn unter Ruhebedingungen verbrennen Frauen mehr Kohlenhydrate, Männer hingegen mehr Fett. Das erklärt auch, warum Fasten für Männer meist einfacher ist als für Frauen. Macht Sinn, oder?

Der Menstruationszyklus kann zur Bremse werden

Frauen sind nicht einfach nur leichtere Versionen von Männern. Sie haben einen komplett anderen Hormonstoffwechsel. Am Menstruationszyklus wird das besonders deutlich. Diesen komplett zu beschreiben und auseinander zu nehmen, würde den Rahmen sprengen. Was jedoch gesagt werden kann ist, dass es sich hier um ein schwankendes Wechselspiel aus Progesteron und Östrogen handelt. Durch derartige Hormonschwankungen kommt es jedoch auch zu Schwankungen in der Leistungsfähigkeit und im Hungerempfinden.

Vor dem Eisprung nimmt das Hungerempfinden in der Regel drastisch zu und es ist schwierig für Frauen, sich diszipliniert zurückzuhalten. Evolutionär gesehen ein Geniestreich der Natur, denn schwanger zu werden benötigt Energie. Gut wenn man sich rechtzeitig mit ausreichend Hunger und Appetit darum kümmert. Das macht die Sache für Frauen aber nicht gerade einfacher. Schnell kann man mit ein paar Tagen des „Überessens“ die Diätresultate der vorigen Wochen kaputt machen. Zumal, wie wir oben bereits festgestellt haben, der Kalorienverbrauch bei Frauen ohnehin geringer ausfällt.

Das bedeutet: Langsamerer Fettabbau durch ein geringes Defizit, schnellerer Fettaufbau, weil die geringe erlaubte Gesamtenergiezufuhr bei ordentlichem Appetit schnell überschritten ist.

Gewichtsschwankungen und Stress

Durch die schwankenden Hormone kommt es zusätzlich zu Wassereinlagerungen im Körper der Frau. Um ein Kaloriendefizit zu erreichen, muss dann auch noch ausreichend Training und Cardio betrieben werden, was einen weiteren Stressor darstellt. Stress wiederum lässt den Cortisolspiegel ansteigen, wodurch unter Umständen ebenfalls starken Wasser gespeichert wird. Je extremer man mit der Diät vorgeht, desto schwieriger und problematischer wird es am Ende.

Fazit

Frauen haben es wirklich schwerer Fett abzubauen. Der Körper wehrt sich mit jeder Faser und mit jedem ihm zur Verfügung stehendem Hormon. Das macht die Sache nicht gerade einfach für Frauen. Deshalb ist sehr viel Geduld gefragt!

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