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Profi mit Handicap: Wie „Bionic Body“ seine Beine verloren hat!

Bei einem Autounfall verlor der IFBB Pro Edgar John-Augustin, auch bekannt als „Bionic Body“, bereits in seiner frühen Kindheit beide Beine. Seitdem war der heute 35-Jährige aufgrund der doppelten Amputation mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert, die er alle mehr als erfolgreich bewältigte. Im Jahr 2015 erzielte er seinen Durchbruch als Profi-Sportler, indem der Franzose den Europameister-Titel im Wheelchair-Bodybuilding für sich beanspruchte. 

In einem Interview mit dem Magazin The Sun teilte der dreifache Vater im Dezember 2020 seine Geschichte.

Auf dem Weg zu einer Hochzeit verlor seine Mutter, welche am Steuer saß, die Kontrolle über das Fahrzeug. Mit an Board waren ebenfalls seine Geschwister. Während die anderen Kinder relativ unverschont davon kamen, verlor neben Edgar auch sein großer Bruder eines seiner Beine. Als das Auto auf der Straße liegen geblieben war, kam ein fremder Mann zur Hilfe und brachte den Athleten sowie seinen Bruder in das naheliegende Krankenhaus. Rückblickend betrachtet, rettete der Fremde den Brüdern das Leben, wofür der Edgar ihm auf ewig dankbar ist.

Laut „Bionic Body“ wird seine Mutter bis heute von Schuldgefühlen geplagt. Der Profi hegt jedoch keinerlei Groll:

„Aus diesem Grund bin ich zu dem Mann geworden, der ich heute bin.“

Bionic Body auf Instagram
„Bionic Body“ motiviert seine Follower auf Instagram.

Das Leben nach dem Unfall gestaltete sich zunächst schwer. Der Sportler und sein Bruder mussten im Rahmen der Rehabilitation alleine in Frankreich unterkommen.

„Ich war so jung, verängstigt, verletzt und weit weg von meinen Eltern.“

Vor dem Unfall lernte er laufen, fuhr Fahrrad und kletterte auf Bäume, so wie jedes andere Kind auch. Aber nach den vollzogenen Operationen verbrachte er den Großteil seiner Kindheit im Rollstuhl. Außerdem soll er als Teenager eher introvertiert und übergewichtig gewesen sein. Hinzu kommt, dass er permanent versuchte, sein Handicap zu verstecken. 

Als er im Alter von 20 Jahren beschlossen hatte, nach Frankreich zu ziehen, wo er bis heute noch lebt, begann mit dem ersten Gang ins örtliche Fitnessstudio seine sportliche Karriere. Ab diesem Zeitpunkt konnte den von Olimp gesponserten Athleten niemand mehr aufhalten. Der Kraftsportler trainierte den Sonntag ausgenommen sechsmal in der Woche und investierte endlose Stunden harter Arbeit in seinen Körper. Selbstverständlich ist er aufgrund seiner Behinderung in gewissen Übungen, wie beispielsweise der freien Kniebeuge, beschränkt, jedoch legt er bis heute den Fokus auf die Einheiten, die für ihn auch tatsächlich ausführbar sind. Dadurch dass die fehlenden Beine ein Teil des Profi-Sportlers sind und er damit aufgewachsen ist, lernte er sein Leben daran anzupassen. Leider sind vor allem in seinem Fall Verletzungen nicht ausgeschlossen, jedoch haben ihn diese noch nie davon abgehalten, sein Training trotz vorkommender Schmerzen zu absolvieren.

Im Laufe seiner Karriere nahm der Franzose an zahlreichen Wettkämpfen teil und lernte im Zuge dessen eine Menge Bodybuilding-Legenden wie unter anderem Ronnie Coleman und Lee Haney kennen. Selbst Arnold Schwarzenegger, der überaus begeistert vom Körperbau des Athleten sein soll, steht auf dieser Liste.

Bionic Body mit Arnold Schwarzenegger
„Bionic Body“ bei einem Treffen mit Bodybuilding-Legende Arnold Schwarzenegger.

Von seinem Aufeinandertreffen mit Arnie berichtet „Bionic Body“ Folgendes: 

„Wir haben uns bisher zweimal getroffen. Das erste Mal bei der Arnold Classic 2015, nachdem ich die EM gewonnen hatte. Ich sah eine Menge Leute kommen und gehen und dann sah ich Arnold. Er begrüßte mich, gratulierte mir zu dem, was ich tat und dann ging er in die Hocke, um einen Schnappschuss von mir zu machen. Er versah ihn mit der Beschreibung: Was sind deine Ausreden, wenn er sowas kann?“

Beim zweiten Aufeinandertreffen soll die Bodybuilding-Legende ihm zu seinen Fortschritten gratuliert haben. Für den IFBB Pro sei dies eine echte Ehre gewesen und er bringt zum Ausdruck, dass er diesen Tag niemals vergessen würde.

Zum Abschluss des Interviews verkündete die Fitness-Ikone noch ihr Lebensmantra: „Wenn ich es nicht tue, wird es niemand für mich tun.“ Diesen Spruch soll er von seiner Mutter mit auf den Weg bekommen haben. Aufgrund angebrachter Prothesen und der von ihm erbrachten, bemerkenswerten Leistungen sowie dem Status als Profi sei es „Bionic Body“ nicht mehr möglich, mit anderen Rollstuhlfahrern zu konkurrieren. An dieser Stelle betont er, dass die Tatsache, dass er nun mit großartigen Athleten auf einer Bühne stehen kann, für ihn seine größte Errungenschaft sei. 

Edgar John-Augustin auf der Bühne
Bionic Body schaffte es trotz Handi-Cap auf die großen Bodybuilding-Bühnen.
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