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Der „außergewöhnliche Amputierte“: Army Veteran Derek Weida wird Kraftsportler!

Für viele Außenstehende ist es kaum verständlich, wie viel Leidenschaft ambitionierte Kraftsportler in ihren Lebensstil investieren. Es kommt nicht selten vor, dass man sich als Athlet im Bodybuilding für seinen Lifestyle rechtfertigen muss. Wer kennt die Situationen nicht, in denen man versucht, Kraftsport-fernen Menschen zu erklären, warum man streng nach Plan isst oder fünf Mal in der Woche das Studio besucht? Was für einen Sportler mit Ehrgeiz selbstverständlich ist, erschließt sich dem Durchschnittsbürger allzu häufig nicht. Er denkt, dass es nur um möglichst große Muskeln geht – dabei geht es um so viel mehr.

Wer es nicht selbst erlebt hat, wird das Gefühl wohl nie verstehen. Natürlich ist jeder Athlet froh über den Muskelzuwachs und hat auch oberflächlich das Ziel, diesen immer weiter voranzutreiben. Was aber unter der Oberfläche passiert, ist das, was den Sport wirklich ausmacht.

Die Disziplin, das Selbstwertgefühl, die Struktur, die Siege – man lernt durch den Kraftsport so viel über sich selbst, wie man es in einem Seminar oder in der Schule wohl kaum lernen könnte. Dass das Training mit schweren Gewichten Menschen einen Lebenssinn geben kann, beweist die Geschichte eines Mannes aus den Vereinigten Staaten.

Der „außergewöhnliche Amputierte“

Für Derek Weida verlief das Leben lange Zeit ganz nach den eigenen Vorstellungen. Schon immer wollte der Mann aus Minnesota Soldat werden. Sein Traum wurde wahr und er diente bis ins Jahr 2007 als Fallschirmjäger für die Airborne Division der US Army.

Natürlich bringt der Beruf als Soldat Risiken mit sich, die der heute 33-Jährige schmerzhaft kennen lernen musste. Aus diesem Grund ist Derek heute auch kein Soldat mehr – zumindest nicht aktiv. Tief in seinem Inneren ist er sein eigener Soldat und nennt sich selbst der „außergewöhnliche Amputierte“. Wie kommt es zu diesem polarisierenden Titel?

Ein Traum zerplatzt

Die Tragödie beginnt bei seinem dritten Einsatz im Irak. Als Derek am 23. Juni 2007 bei einer nächtlichen Razzia in Bagdad einen Schuss ins Knie erleidet, beginnt der Traum vom Soldatendasein zu bröckeln.

Insgesamt versucht der US-Amerikaner 18 Monate in seine geliebte Einheit zurückzukehren, kämpft entschlossen und unterzieht sich zahlreichen Operationen. Trotz seiner Anstrengungen muss er im Juni 2009 einsehen, dass er medizinisch nicht mehr dazu in der Lage ist, als Soldat zu dienen – er wird Veteran.

Die folgenden zwei Jahre werden für Derek zur Zerreißprobe. Er wird depressiv, fängt an zu trinken und denkt daran, sich selbst das Leben zu nehmen. Sein Kindheitstraum hat sich vor seinen Augen in Luft aufgelöst.

Was eigentlich direkt nach seinem Unfall im Irak hätte geschehen müssen, wird letztendlich im Dezember 2011 Realität. Das Bein des verwundeten Veteranen wird amputiert.


Im Jahr 2011 muss verliert Derek Weida sein Bein.

Die Amputation als Wendepunkt

Entgegen aller Vermutungen wirft die Amputation den depressiven Mann nicht noch weiter zurück. Vielmehr schöpft er neue Lebensenergie, nachdem er von den Fesseln des verletzten Beins befreit ist.

Kurze Zeit später zieht er nach Denver, um einem seiner besten Freunde aus der Army nahe zu sein. Dort lebt er ein Jahr lang, ohne groß über sein Leben nachzudenken. Er isst viel, trinkt oft und hat Spaß. Die Depressionen und Wutanfälle gehören der Vergangenheit an.

Ein Soldat ohne Armee

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Derek bemerkt, dass er sich neu fokussieren und seinem Leben wieder einen Sinn geben muss. Dieser „Aha-Moment“ wird von seinem Psychologen ausgelöst. Dort beginnt der Veteran zu erkennen, welche Wesenszüge ihn seit seiner Kindheit ausmachen.

Er ist kein Mensch, der immer nach Harmonie strebt und das Leben durch die rosarote Brille sieht – er ist ein Soldat. Zwar hat er keine Armee mehr und auch das Schlachtfeld fehlt, dennoch brodelt tief in seinem Inneren immer noch das Verlangen, sich körperlich und mental an die Grenzen zu bringen.

Kein Wunder, dass der Mann aus Minnesota im Kraftsport seine neue Leidenschaft entdeckt. Dieser gibt ihm die Gefühle, die er so lange vermisst hat – Kampf, Rückschläge, Disziplin, Siege. Ab diesem Zeitpunkt ist Derek ein Soldat im Studio.

Heute ist der „außergewöhnliche Amputierte“ Gründer einer Stiftung, die es Veteranen ermöglicht, im Kraftsport einen neuen Sinn im Leben zu finden – und das mit Erfolg. Derek hat erkannt, wie viel Potenzial das Training mit Gewichten birgt. Es führt nicht nur dazu, dass man sich optisch vom Durchschnittsmenschen abhebt, sondern gibt einem Sportler Strukturen und Gefühle, die man sonst nur selten findet.

Nach der Amputation seines Beines schöpft Derek Weida neue Hoffnung und widmet sich dem Kraftsport.

Quelle: https://madnessmedia.net/derek-weida/

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