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Ein triftiger Grund gegen einen Refeed oder Cheat in der Keto-Diät!?

Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass die Beliebtheit verschiedener Diätformen immer mal wieder ansteigt und abfällt. Während mittlerweile jeder wissen sollte, dass die Kalorienbilanz den alles entscheidenden Faktor für den Fettverlust darstellt, ist die Zusammensetzung der Makronährstoffe davon abhängig, wie gut jeder Einzelne langfristig mit der Diät zurechtkommt. In diesem Zuge schwören viele Personen, darunter auch zahlreiche (meist Hobby-)Bodybuilder, auf sogenannte ketogene Diäten, die neben einem moderaten Proteingehalt ihre Kalorien zum größten Teil aus Fetten beziehen und Kohlenhydrate auf ein Minimum reduzieren. Eine aktuelle Studie zeigte jedoch, dass eine kurzzeitige Abweichung dieser Makronährstoffverteilung, beispielsweise im Rahmen eines Cheatmeals oder Refeeds, nicht nur den Zustand der Ketose beeinträchtigt, sondern auch erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben kann. 

Die Wirkungsweise ketogener Diäten beruht darauf, dass der Körper unter dem Einfluss einer geringen Kohlenhydratzufuhr und einer hohen Fettaufnahme den Zustand der Ketose erreicht, in welchem er seinen überwiegenden Energiebedarf aus Ketonkörpern deckt. Diese wiederum werden aus Fettsäuren hergestellt. Zwar bedeutet das nicht automatisch, dass wir auch mehr Körperfett verlieren, doch kann diese Vorgehensweise unter Umständen dazu führen, dass der Hunger gedämpft  und die aerobe Leistungsfähigkeit gesteigert wird.

Der große Nachteil dieser Diätform hinsichtlich der körperlichen Leistungsfähigkeit liegt jedoch darin, dass durch den Mangel an Kohlenhydraten und das geringere Glykogenvorkommen, die anaerobe Leistungsfähigkeit sowie die muskuläre Regeneration in Folge des Krafttrainings sinkt. Daher ist es eine gängige Strategie, die Glykogenspeicher im Rahmen eines sogenannten Cheats oder eines Refeeds in kurzer Zeit wieder aufzufüllen, um von den genannten Vorteilen der Kohlenhydrate zu profitieren, ohne den Zustand der Ketose zu lange beeinträchtigen zu müssen. Eine beliebte Form dieser Herangehensweise bezeichnet man auch als „anabole Diät“.

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Die vorliegende Studie, die an der University of British Columbia durchgeführt wurde, widmete sich der Frage, was im menschlichen Körper passiert, wenn man im Rahmen einer ketogenen Diät plötzlich wieder Kohlenhydrate zuführt. Aufgrund der Tatsache, dass eine verringerte Glukosetoleranz, wie sie bei einer Keto-Diät entstehen kann, in Kombination mit kurzzeitig hohem Anstiegen des Blutzuckerspiegels, mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird, erschien es den Forschern um Cody Durrer als sinnvoll, die Auswirkungen von Cheats auf die Blutgefäße zu untersuchen.

Für ihr Experiment rekrutierten die Wissenschaftler neun junge Männer und verabreichten ihnen vor sowie nach einer siebentägigen Keto-Ernährung eine Portion von 75 Gramm Glukose. Die Makronährstoffzusammensetzung der einwöchigen Intervention lieferte 70 Prozent der Energie aus Fett, 20 Prozent aus Protein und zehn Prozent aus Kohlenhydraten, so wie es bei einer modernen ketogenen Diät der Fall ist. Ursprünglich suchte das Team nach Dingen, wie Entzündungsreaktionen oder der verringerten Glukosetoleranz, die bereits zuvor beobachtet werden konnten. Was sie dabei jedoch fanden, waren Biomarker im Blut, die darauf hindeuten, dass die Wände der Blutgefäße durch den plötzlichen Anstieg des Blutzuckers Schaden davon trugen. 

Welchen Einfluss hat Training auf Hunger und Appetit?

Mittlerweile sollte hinreichend bekannt sein, dass die mit Abstand größte Triebgröße des Gewichts- oder Fettverlustes das Verhältnis zwischen aufgenommener und verbrannter Energie darstellt. Wollen wir Körperfett abbauen, führt kein Weg drumherum, den Kalorienverbrauch gegenüber der Kalorienaufnahme zu steigern. Allerdings wurde bisher kaum untersucht, welchen Einfluss die beiden Seiten dieser Gleichung untereinander haben. Aus diesem Grund […]

Die wohl wahrscheinlichste Ursache für diese negative Auswirkung ist die körpereigene Reaktion des Stoffwechsels auf einen zu hohen Blutzucker, der dazu führt, dass die inneren Zellen der Blutgefäße sterben und abgestoßen werden. Auch wenn es sich hierbei um ansonsten gesunde junge Probanden handelte, untersuchte man die Gesundheit ihrer Blutgefäße nach der Intervention und stellte dabei fest, dass sie den Blutgefäßen von Personen mit schlechter kardiovaskulärer Gesundheit ähnelten. 

Zwar betonten die Forscher, dass es sich bei den neun Probanden um eine sehr kleine Stichprobe handelte und mehr Forschungsarbeiten nötig sind, um diesen Effekt zu bestätigen, doch waren die Ergebnisse so eindeutig, dass es Personen zu denken geben sollte, die sich in einer ketogenen Diät befinden und einen Cheat oder Refeed in Erwägung ziehen.

Der Chefautor der Untersuchung erklärte, er habe Sorge um die Menschen, die sich auf eine Keto-Diät begeben. Egal, ob sie zum Zwecke des Fettabbaus oder um Erkrankungen wie Typ II Diabetes eingehalten wird, könnte eine plötzliche Wiederaufnahme von Kohlenhydraten eventuell einige der positiven Effekte dieser Ernährungsform auf die Blutgefäße zunichtemachen, sei es auch nur für eine Mahlzeit oder einen Tag. Besonders Menschen, bei denen Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie liegen oder die durch ihren Lebensstil ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen tragen, sollten womöglich von Cheats und Refeeds während einer ketogenen Diät Abstand nehmen. 

https://www.instagram.com/p/B3o-nSnodt2/


Primärquelle:

University of British Columbia Okanagan campus. „On the keto diet? Ditch the cheat day: Just one dose of carbohydrates can damage blood vessels.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 27. März 2019.

Literaturquelle:

Durrer, Cody, et al. „Short-Term Low-Carbohydrate High-Fat Diet in Healthy Young Males Renders the Endothelium Susceptible to Hyperglycemia-Induced Damage, An Exploratory Analysis.“ Nutrients 11.3 (2019): 489.

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