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Erbsenprotein gleich effektiv wie Whey?

Für alle Kraftsportler, die eine pflanzliche Ernährung bevorzugen und sich Sorgen darüber machen, wie sie vor allem direkt nach dem Training ihren Proteinbedarf nach decken sollen, gibt es aller Voraussicht nach ziemlich gute Nachrichten. Wie französische Wissenschaftler des Inserm Instituts nämlich herausgefunden haben wollen, soll ein Erbsenprotein im direkten Vergleich mit einem Molkenprotein hinsichtlich der Effektivität keine Nachteile haben. Ihre Ergebnisse präsentierten die Franzosen im Fachjournal International Society of Sports Nutrition!

Die Forscher ließen über 150 Männer zwischen 18 und 35 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Wochen im Fitness Studio trainieren. Die Probanden gingen pro Woche drei Mal ins Gym und trainierten durch Bizeps Curls, Bankdrücken und Latziehen die größten Muskelgruppen im Bereich des Oberkörpers.

Ungefähr 50 Testpersonen bekamen zwei Shakes mit je 25g Erbensprotein pro Tag. Dabei wurde ein Isolat verwendet, das aus 85% Protein, 7% Fett und 3% Kohlenhydraten bestand.

Für ihr Experiment verwendeten die Forscher das Produkt Nutralys von Roquette, einem französischen Hersteller für Pflanzenextrakte. Roquette diente gleichzeitig als Sponsor der Studie, was man beim Einordnen der Ergebnisse zumindest im Hinterkopf behalten sollte.

Eine zweite Gruppe mit ebenfalls rund 50 Probanden nahm pro Tag zwei Shakes mit jeweils 25g Whey Protein zu sich. Eine dritte Gruppe mit den restlichen Teilnehmern bekam ein Placebo verabreicht.
Die folgende Grafik vergleicht die Aminosäurenbilanz des Erbsenproteins mit der des Whey Proteins in Bezug auf 100g des jeweiligen Produkts. Der Nährwert des pflanzlichen Proteins ist zwar vergleichsweise geringer, wobei sich die Mengen an BCAAs in den beiden Präparaten nicht in großartigem Umfang unterscheiden. Anzumerken ist wohl insbesondere der Leucingehalt, der auf 100g gerechnet beim Whey gute zwei Gramm höher ausfällt.

 

Anfangs sah es danach aus, als hätten die Muskelumfänge der beiden Versuchsgruppen gegenüber denen in der Placebogruppe zugenommen. Dieser Effekt war jedoch statistisch nicht signifikant.

Die folgende Grafik zeigt die Ergebnisse für das Messen des Bizepsumfangs:

D0 = vor Start des Experiments
D42 = nach sechs Wochen
D8 = nach zwölf Wochen

Die Forscher sahen sich separat noch einmal die Effekte des Erbsenproteins auf genau die Probanden an, die vor dem Experiment am wenigsten Kraft im Bizeps aufwiesen. Das waren die Männer, die zuvor noch nie Krafttraining gemacht haben oder eine lange Pause hinter sich hatten. Die französischen Wissenschaftler fanden heraus, dass diese Testpersonen signifikant mehr Muskelmasse aufbauten als die Teilnehmer in den anderen beiden Gruppen.

Dass es zwischen dem Molkenprotein und dem Erbsenprotein keinen signifikanten Unterschied gab, liege laut Meinung der Forscher wohl am ähnlichen Aminosäurenprofil und an der Verdauungsrate.

Ein Whey Protein wird schnell verdaut und man erkennt nach dem Konsum relativ schnell eine hohe Konzentration an Aminosäuren im Blut. Dieser Effekt ist jedoch nur vorübergehend und normalisiert sich innerhalb von zwei bis drei Stunden wieder. Das Erbsenprotein Nutralys wird moderat schnell verdaut und es kann demnach angenommen werden, dass die Aminosäuren Konzentrationen im Blut in ähnlicher Geschwindigkeit (wenn auch vergleichsweise etwas langsamer) ansteigen und das Protein sich daraufhin langanhaltend auf die Muskelproteinsynthese auswirkt.

 

Das Erbsenprotein hat also zumindest laut den Ergebnissen dieser Studie gezeigt, dass es grundsätzlich mit einem Whey oder Casein mithalten kann. Veganer oder Kraftsportler, die eine vorwiegend pflanzliche Ernährungsweise verfolgen, müssen sich deshalb wohl keine Sorgen um einen geringeren Muskelaufbau machen. Die Untersuchung wurde zwar wie bereits erwähnt vom Hersteller eines Erbsenproteins gesponsert, doch diverse Veganer dienen ebenfalls als Beispiel dafür, dass sich auch mit pflanzlicher Ernährung ein überdurchschnittliches Maß an Muskulatur aufbauen lässt beziehungweise man dieses aufrechterhalten kann. Eine Aufwertung des Aminosäurenprofils mit einer zusätzlichen Gabe Leucin kann jedoch natürlich in Betracht gezogen werden!


Quelle: ergo-log.com/pea-protein-a-fine-way-to-build-up-muscle.html
Referenz: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25628520

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2 KOMMENTARE

  1. Die Bil,ologische Wertigkeit on Erbsen liegt bei 48 aufgrund des niedrigen Lysin Gehaltes (limitierende Aminosäure bei Monogastern -> Mensch)
    Tryptophan ist auch viel zu niedrig.
    Nur mit einer Anreicherung an Lysin (und evtl Tryptophan) wäre ein derartiges Ergebnis möglich.

    Steht hier vielleicht Veganer Lobbyismus dahinter? :o

  2. @Bobbi Unterm Strich bestätigt die Studie, was die meisten erfahreneren Kraftsportler längst wissen, nämlich dass es beim Muskelaufbau nicht darauf ankommt, welches Proteinpulver man verwendet. Supplements sind nämlich, wie diese Studie anhand der Placebo-Vergleichsgruppe eindrucksvoll darlegt, nicht das entscheidene Kriterium.

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