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„Überlasse es euch, was ihr darüber denkt“: Skandal in der Classic Physique?!

Die Classic Physique hat in den vergangenen Jahren einen steilen Aufstieg hingelegt und spricht inzwischen ein breites Publikum an. Das liegt vor allem an dem Gewichtslimit, dem die Athleten unterliegen. Damit wird die Muskelmasse und der sogenannte „Freak-Faktor“ der Protagonisten eingeschränkt, wodurch sich der Mainstream etwas mehr angesprochen fühlt.

Das Gewichtslimit hängt von der Körpergröße des jeweiligen Athleten ab. Diese Regelung macht die Klasse zwar auf der einen Seite so reizvoll, ruft aber andererseits auch zu Tricksereien von Teilnehmern auf, die nur schwer oder überhaupt nicht ihr Gewicht für eine Show erreichen.

Bei der Arnold Classic UK erreichten drei Teilnehmer ihr Zielgewicht nicht

Als vor zwei Wochen die Arnold Classic UK in Birmingham stattfand, reduzierte sich das Teilnehmerfeld in der Classic Physique nach der Waage von zwölf auf neun Athleten.

Jose Bueriberi, Peter Molnar und Kuba Cielen kamen nicht rechtzeitig unter ihr festgelegtes Gewicht und durften somit nicht in der Classic starten. Bueriberi (7. Platz) und Molnar (4. Platz) starteten stattdessen in der 212 Division, Cielen ging sogar in die Men’s Open und konnte dort – wie zu erwarten – keine gute Platzierung ergattern. Für ihn wurde es unter zwölf Teilnehmern der neunte Rang.

Währenddessen verteidigte Michael Daboul seinen Titel in der Classic Physique. Giuseppe Zagarella auf Platz zwei und Wesley Vissers auf drei, reihten sich dahinter ein.

Wesley Vissers offenbart Wettbewerbsverzerrung beim Yamamoto Pro Cup France?!

Nur eine Woche später trafen sich Vissers und Zagarella im französischen Lille wieder, dieses Mal stand der Yamamoto Pro Cup France an.

Zagarella ist aufgrund seines Gewinns des Yamamoto Pro Cup Italy schon für den Mr. Olympia qualifiziert, Vissers kämpfte hingegen noch um sein Ticket für Las Vegas. Und zwar erfolgreich.

Instagram: Wesley Vissers hat den Yamamoto Cup France gewonnen
Wesley Vissers hat sich mit dem Sieg beim Yamamoto Cup France die Qualifikation für den Mr. Olympia geholt

Der Niederländer gewann die Show und versetzte seinen italienischen Konkurrenten auf den dritten Rang.

In einem YouTube-Video, das noch vor dem Wettkampf erschien, zeigte sich Vissers glücklich, sein Gewicht problemlos erreicht zu haben und offenbarte einen pikanten Vorfall, der sich beim Einwiegen abgespielt haben soll:

„Es gab jemanden bei der Waage, der eine sehr gute Platzierung bei der Arnold Classic UK hatte und drei Pfund zu viel gewogen hat. Aber er bekam bis morgen früh die Möglichkeit, sein Gewicht zu erreichen. Ich überlasse es euch, was ihr darüber denkt. Aber normalerweise werden die Athleten an einem bestimmten Tag gewogen und müssen an diesem Tag ,um diese Zeit, ihr Gewicht haben.“

Nick Trigili deckt den Fall auf?!

Während Vissers keinen Namen nennen wollte, griff Nick Trigili, Host des YouTube-Kanals „BodyBuilding & BS“, dieses Thema selbstverständlich auf und ließ seine Kontakte spielen. Nach seinen Informationen soll es sich bei dem Athleten um eben jenen Giuseppe Zagarella gehandelt haben.

Trigili sah den Vorfall genauso wie Vissers als äußerst unfair gegenüber den anderen Teilnehmern an und äußerte sich folgendermaßen:

„Hoffentlich hört das jemand von der Show oder ein IFBB Offizieller und stellt sicher, dass es ein Regelwerk für alle gibt, das es zu befolgen gilt. Keiner darf sich über seinem Gewichtslimit einwiegen oder Spielraum bei der Größe bekommen.“

Der IFBB Pro lud zu dem Thema noch ein zweites Video hoch und veröffentlichte einen Chatverlauf mit Zagarellas Coach. Dieser machte darauf aufmerksam, dass neben seinem Schützling auch noch zwei weitere Teilnehmer einen extra Tag Zeit für die Einwaage bekommen hätten.

Offen bleibt schlussendlich, ob die zuständigen Funktionäre schlichtweg die Regeln nicht kannten, oder es sich um vorsätzlichen Betrug handelte.

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1 KOMMENTAR

  1. Symptomatisch für jeden Sport! Und je größer das Ereignis, desto größer der Betrug und die Manipulation.
    Ein Kampfrichter, der die Regeln nicht kennt, hat dort nichts verloren – Kindergarten wäre dann angebracht.
    Aber es wird wie meistens, folgenlos bleiben.

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