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Angeblicher Millionen-Umsatz: Prozess um illegales Dopinglabor in Mönchengladbach!

Illegales Doping für Bodybuilder ist keine Seltenheit. Erst vergangene Woche berichteten wir von zwei 26-jährigen Bodybuildern, welche aufgrund des Handels mit illegalen Substanzen verurteilt wurden. Nun ist ein erneutes Doping-Vergehen in aller Munde. Bei einem Verfahren um ein unrechtmäßig betriebenes Dopinglabor in Mönchengladbach, welches bereits im August 2019 von Zollfahndern ausgehoben wurde, fand neulich der Prozess-Auftakt statt. Tatvorwurf: Verstoß gegen das Anti-Dopinggesetz. Hierbei sollen Meldungen zufolge alle sieben Angeklagten ein Geständnis vor dem Mönchengladbacher Landgericht abgelegt haben. 

Den Gegenstand des Prozesses bildet ein mutmaßlicher Handel mit leistungssteigernden Substanzen, bei dem insgesamt drei Frauen und vier Männer im Alter zwischen 31 und 56 Jahren in einem Dachgeschoss Dopingmittel hergestellt und im Anschluss an Bodybuilder aus Mönchengladbach sowie Stuttgart und Umgebung vertrieben haben sollen.

Aufgeflogen sei das Ganze, als Zollbeamte im Februar 2019 eine Paketsendung aus China, welche rund 1,5 Kilogramm illegaler Dopingwirkstoffe beinhaltete, beschlagnahmen konnten. Die Ware soll jedoch nicht direkt an den Hauptverdächtigen gegangen, sondern über Strohmänner an ihn weitergereicht worden sein. Alleine diese Lieferung soll einer Sprecherin des Zollfahndungsamtes Essen zufolge einen geschätzten Verkaufswert von 132.000 Euro erzielen können, da sich aus den gelieferten Rohstoffen ihrer Erfahrung nach über 240 Ampullen mit jeweils zehn Millilitern und über 130.000 Tabletten oraler Steroide herstellen ließen. Des Weiteren gehen Experten davon aus, dass abhängig von der Portionierung der illegalen Aufbaupräparate für das Doping einstellige Millionenumsätze möglich seien. Die Verteidiger hingegen gehen nur von einem fünfstelligen Umsatz aus. Diese Schätzung soll sich aber ausschließlich auf die angeklagten Taten beziehen.

Titelbild: Bodybuilder beschaffen Wachstumshormone mit gefälschten Rezepten

Haftstrafe: Betrug mit Wachstumshormonen endet im Gefängnis!

Der Erwerb sowie das Inverkehrbringen von anabolen Steroiden und ähnlichen Doping-Substanzen wird in Deutschland strafrechtlich verfolgt. Sehr häufig werden besagte Mittel von sogenannten Untergrundlaboren bezogen und in weiterer Folge illegal an interessierte Endkunden veräußert. Ungeachtet dessen gibt es auch Stoffe, der per Rezept in der Apotheke gekauft werden können, beispielsweise Testosteron oder Wachstumshormone. Diesen Umstand […]

Knappe zwei Jahre später scheint der Prozess um das illegale Dopinglabor nun endlich voranzuschreiten. Vergangenen Mittwoch räumte der Hauptangeklagte Andy S. den Tatvorwurf ein und offenbarte, dass ihm sein Bekannter den Ratschlag unterteilt haben soll, die zur Herstellung benötigten Mittel aus China zu beziehen, um nicht in das Visier vom Zoll zu geraten. Seinen Verdienst betreffend streitet der 45-Jährige die Behauptung der Zollbeamtin jedoch ab. Er soll gerade einmal 5000 bis 6000 Euro erwirtschaftet haben. An dieser Stelle bestätigt auch seine 31-jährige Lebensgefährtin, über das Vergehen des Mannes im Bilde gewesen zu sein. Das Dopinglabor selbst war bei einer 43 Jahre alten und langjährigen Freundin des Angeklagten in ihrem ehemaligen Bügelzimmer untergebracht.

Ein weiteres angeklagtes Ehepaar rückte ebenfalls mit einem Geständnis heraus. Sie sollen diejenigen gewesen sein, die die Pakete angenommen und anschließend weitergegeben haben.

Zu ihrer Verteidigung ließen die männlichen Angeklagten, die teilweise selbst seit Jahrzehnten Bodybuilding betreiben, verlauten, dass man ohne leistungssteigernde Medikamente kaum richtige Muskeln aufbauen könne. „Das machen alle“, fügte der Hauptangeklagte hinzu.

Ein 56-jähriger Mittäter erklärte zudem: 

„Wenn man einmal damit angefangen hat, hört man nicht auf. Man kann das Zeug nicht absetzen – man wird aggressiv und bekommt Depressionen.“

Allerdings scheint bei der Verhandlung um das illegale Dopinglabor das letzte Wort noch lange nicht gesprochen worden zu sein. Angaben zufolge wird der Prozess, für den bis Mitte Mai noch neun weitere Verhandlungstage angesetzt sind, fortgesetzt. Die möglichen Strafen sind demnach unklar. Einer der beiden eingangs erwähnten 26-Jährigen beispielsweise wurde zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. 

Illegales Doping im Bodybuilding
Ein illegal betriebenes Dopinglabor ist meistens die Quelle leistungssteigernder Substanzen fürs Bodybuilding.
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