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NDR-Reportage: Sinnlose Protein-Produkte?!

Wir leben in einer hektischen Welt und selbst die Zubereitung unserer Lebensmittel kann uns teilweise nicht schnell genug gehen. Dies spiegelt sich folgerichtig auch in den Regalen der meisten Supermärkte wider, in denen häufig mehr Fertigprodukte als unverarbeitete Lebensmittel zu sehen sind.

Dass diese Produkte nicht besonders gesund sind und auch keinen regelmäßigen Platz in einer fitnessgerechten Ernährung haben sollten, wird vielen Menschen wohl bewusst sein.

Und so haben die Anbieter von Süßigkeiten und diverser anderer Leckereien sich etwas überlegt. Ähnlich wie es bei den beliebten Getränken Coca-Cola, Pepsi & Co. schon seit langem Light oder Zero-Versionen gibt, entwickelten auch weitere Firmen gesundheitsbewusstere Produkte. Zumindest soll dieser Eindruck erweckt werden.

Obendrein wird häufig mit einem besonders hohen Proteinanteil der neuen Produktvarianten geworben, der die Vorzüge gegenüber den ursprünglichen Produkten unterstreichen soll.

Wie wir alle wissen, ist Protein für den Muskelaufbau essenziell und somit sind die immer häufiger aufkommenden „High Protein-Produkte“ insbesondere für Sportler eine beliebte Alternative zum konventionellen Junk-Food.

Fairerweise muss dabei angemerkt werden, dass es auch bei Lebensmitteln wie Müsli, Quark oder sonstigen Dingen, die häufiger im Einkaufswagen eines Sportlers zu sehen sind, inzwischen auch „Protein-Varianten“ gibt. Nur sind diese in fast allen Fällen um einiges teurer als das ursprüngliche Produkt.

Da stellt sich die berechtigte Frage: Wie groß sind die Unterschiede wirklich? Der NDR nahm sich in einer kürzlich erschienen Reportage dieser Thematik an.

Gleicher Inhalt, andere Farbe?! – „verschiedene Zielgruppen ansprechen“

Hinzugezogen wurde der Ernährungsmediziner Matthias Riedel, der das Marktverhalten mit folgenden Worten analysierte:

„Die High Protein Welle löst einfach die Light Welle ab. Bei der Light Welle wurde versprochen, mit wenig Fett oder mit wenig Zucker, mit Süßungsmitteln, kann man abnehmen. Das wissen wir, das funktioniert nicht. […] Ungesunde Lebensmittel kriegen hier den Anschein, als wären sie gesund beziehungsweise würden sie beim abnehmen helfen. Aber so ein Süßigkeitsriegel kann nicht beim abnehmen helfen und wenn ich da noch so viel Eiweiß reintue.“

Der ganze Markt beim Abnehmen sei von großer Naivität gekennzeichnet und diese werde mit „plumpen Marketingstrategien“ gnadenlos ausgenutzt, sagt Riedel.

Mit Light Produkten kann man sich natürlich Kalorien einsparen. Das Kaloriendefizit, welches für eine Diät erforderlich ist, wird dadurch aber natürlich nicht automatisch ersetzt.

Exemplarisch wurden in der kurzen Reportage verschiedene bekannte Produkte unter die Lupe genommen.

Beim Pudding-Hersteller Ehrmann koste die Protein-Version demnach 1,49 Euro, wohingegen bei der „normalen“ Variante nur 0,59 Euro auf dem Preisschild stünde.

Ehrmann soll den großen Preisunterschied damit begründet haben, die Herstellung der Protein-Produkte wäre signifikant teurer.

Am kuriosesten wurde es, als die Käsetaler von Babybel vorgestellt wurden. Demzufolge gebe es drei verschiedene Sorten: Klassisch, Light und die Proteinversion. Der wahre Unterschied lege aber einzig und allein bei der Farbe der Sorten. In allen drei sei der gleiche Inhalt.

Babybel soll die unterschiedliche Produktpräsentation damit begründet haben, dass dadurch verschiedene Zielgruppen angesprochen werden würden.

Inwiefern das als legitimes Vorgehen zu werten ist, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Die vom NDR befragten Konsumenten befanden, die „High Protein“-Kennzeichnung sei „nicht angemessen“ und sogar eine „Frechheit“.

Selbstverständlich sind die Kunden auch ein Stück weit selbst in der Verantwortung, die Inhaltsangaben zu vergleichen. Doch da sind wir wieder am Anfang. Wer nimmt sich die Zeit dafür? Und muss man als Kunde zwangsläufig damit rechnen, dass Light-Produkte sich nur farblich vom Ausgangsprodukt unterscheiden?

Den Link zum Video haben wir euch beigefügt!

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/Protein-ProdukteOft-teuer-selten-sinnvoll,markt15892.html

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3 KOMMENTARE

  1. Wenn die Menschen, oh entschuldige, die Verbraucher und Konsumenten sich so täuschen lassen und alles sinn – und planlos in sich hineinstopfen,(man sieht es an ihren Figuren – jeder 3. Deutsche ist übergewichtig und ernährungsbedingte Erkrankungen nehmen sprunghaft zu) wie sie es machen, empfinde ich kein Mitleid mit ihnen. Heute kann man sich informieren, mehr denn je, auch durch seriöse Quellen – und letztendlich kann jeder so halbwegs die Zutatenliste lesen – je länger, desto schlechter und weit weg von Natürlichkeit. Ich empfehle auf Youtube Sebastian Lege – die Tricks der Lebensmittelindustrie – Wer dann noch den Scheiß frisst, dem ist nicht mehr zu helfen. Kommt mal wieder in die Eigenverantwortung! Und vor allem – nutzt die 1300 gr. Namens Hirn im Kopf. Und die kann man benutzen. – Bitte sinnvoll!

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