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Zu knappes Outfit: Muslimischer Gebetsausrufer aufgrund eines Bodybuildingwettkampfes gefeuert.

Bestimmte Religionen erfordern bestimmte Kleiderordnungen von ihren Anhängern, besonders wenn es um die Ausübung des Glaubens geht. Doch was passiert, wenn ein gläubiger Moslem, der sogar Muezzin seiner Moschee ist, in Posinghose auf eine Bodybuildingbühne steigt, zeigt die Geschichte des Ibrahim al-Masri aus Akkon, Israel.

Der heute 46-Jährige Araber war ein anerkannter Mann in der Stadt Akkon in Israel. Als Gebetsausrufer der Al-Jazzar Moschee rief er fünfmal am Tag die gläubigen Muslime von der Spitze des Minarett zum Gebet auf. Örtliche Beamte stießen nun jedoch online auf Bilder von einem Bodybuildingwettkampf, an dem al-Masri 2017 teilnahm, woraufhin er seinen Job verlor. Nun fordert er öffentlich seinen Arbeitsplatz zurück.

„Jeder Sport hat seine eigene Art der Bekleidung. Fußball hat seine eigene, Tennis hat seine eigene, Schwimmen hat seine eigene und das Gleiche gilt für Bodybuilding“, beschreibt Herr Masri und beruft sich damit auf die knappen Posinghosen die im Bodybuilding zum Bühnenoutfit gehören.

„Ich hätte nie gedacht, dass das passieren würde. Da ich weiß, dass Israel ein demokratisches Land ist, dachte ich, dass wenn jemand einen Fehler macht, sie es beheben können. Aber einen Fehler mit einem anderen Fehler zu beheben? Das ist nicht richtig.“


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Etwa 20 Prozent der israelischen Bevölkerung sind Araber. Moscheen und andere nichtjüdische religiöse Institutionen werden durch örtliche Beamte beaufsichtigt, die an das Innenministerium berichten. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte: „Mr. Masri wurde gemäß allen Regeln entlassen“, doch man gab keine weiteren Details über seinen Fall heraus.

Auch die Al-Jazzar Moschee lehnte es ab zu kommentieren und verwies Fragen an das zuständige Ministerium. Ibrahim al-Masri sagte, die Entscheidung ihn zu feuern wurde von einem Beamten getätigt, der es als „etwas unglaublich Beschämendes für religiöse Arbeiter ansieht, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Sie machten ihre Entscheidung nur aufgrund der Kleidung. Sie haben aber nicht die Person dahinter gesehen.“

Die Stimme des 46-Jährigen wurde zu einem Teil des Lebens in der israelischen Hafenstadt mit knapp 50.000 Einwohnern, wo Wellen des Mittelmeere an die alten Stadtmauern schlagen. Er rief nicht nur fünfmal täglich die Gläubigen Muslime zum Gebet auf, er half auch jüngeren Mitgliedern der Gemeinde von der Straße wegzukommen und stattdessen ins Gym zu gehen. Mit seinem Gang an die Öffentlichkeit möchte er nun gegen seine Kündigung protestieren. Doch dass er dabei weltweite Aufmerksamkeit durch die Medien erregt und somit eine Diskussion um Glaubensregelungen entfacht, hätte der muslimische Bodybuilder wohl nicht erahnt.


Primärquellewww.telegraph.co.uk

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