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Der Spiegel berichtet: „Mit Anabolika lässt sich wesentlich mehr verdienen als mit Betäubungsmitteln.“

Im Juli dieses Jahres berichteten wir über die „Operation Viribus“, bei der von Europol im Rahmen einer internationalen Doping-Razzia 17 kriminelle Gruppierungen zerschlagen und 234 Verhaftungen vorgenommen wurden. Um genau zu sein, wurde die großangelegte Fahndungsaktion in 33 Ländern, unter anderem auch in Europa, den USA und Kolumbien, vorgenommen. Dabei wurden 24 Tonnen Steroide sichergestellt und rund 3,8 Millionen Dopingmittel beschlagnahmt. Bei der „Operation Viribus“ handelt es sich laut Europol um den größten Einsatz dieser Art, bei dem gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten vorgegangen wurde. Unter anderem ermittelte dabei Kai Gräber, der Leiter der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Doping, und sprach in einem Interview mit dem SPIEGEL über seine Schlussfolgerungen und Erkenntnisse diesbezüglich. 

Die erste Frage des SPIEGEL lautet, ob die riesige Menge der Medikamente, die vorrangig für Hobbysportler bestimmt gewesen sei, den Staatsanwalt überrascht habe. Dies habe es allerdings nicht, denn laut eigener Aussage seien die gefälschten Medikamente nicht bei einer einzigen Razzia, sondern über einen Zeitraum von mehreren Monaten sichergestellt worden. Da der Körperkult heutzutage sehr beliebt und ausgeprägt sei und besonders durch die sozialen Netzwerke Aufmerksamkeit generieren würde, boome der Handel mit illegalen Substanzen momentan stark. Wie man es kenne, wolle jeder Mensch mit so wenig Aufwand wie möglich die besten Ergebnisse erzielen, in diesem Fall den Traumkörper erreichen, weshalb man gerne mit Steroiden nachhelfe.

Der 54-Jährige informiert, dass der Besitz von Dopingmitteln hierzulande je nach Präparat auch schon mit einer Zehn-Milliliter-Ampulle die sogenannte „nicht geringe Menge“ überschreiten könne. Da man bei einer Kur mehrere Substanzen konsumiere, gelange man leicht in den Bereich, in dem man mit Strafen rechnen müsse. Der Handel mit Anabolika könne mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. Da Kai Gräber die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Doping in München leite, habe er mit seinem Team bereits über 20 Untergrundlabore ausgehoben. Trotz dieser Tatsache würden Razzien nicht sehr von Vorteil sein, denn gegen Verdächtige müsse Anklage erhoben werden, um diese illegalen Machenschaften weitestgehend unter Kontrolle zu bekommen.

Die italienische Sondereinheit der Carabinieri NAS präsentiert einen Teil der Funde bei der „Operation Viribus“.

Da die Abteilung des 54-Jährigen seit der Gründung im Jahr 2009 bereits 8.000 Ermittlungsverfahren bearbeitet habe, die zum Großteil in der Kraftsport- und Bodybuilding-Szene vorkommen würden, habe er bis zum Ende letzten Jahres 1.244 Fälle mit einem Urteil abgeschlossen, wovon nur knapp zehn Freisprüche stattgefunden hätten. Diese potenziellen Täter würden sie vorwiegend mithilfe der Konsumenten ausfindig machen. Auf die Käufer stößt das Team meist in der Türsteher-Szene oder bei einfachen Zufallskontrollen auf der Autobahn. Vom Abnehmer gelange man dann zu den Händlern und von den Händlern an die Untergrundlabore und weitere Kunden. Die Rohstoffe werden dabei meistens im Internet, also im Darknet bestellt, oder es werden Chats verwendet, bei denen sich die Nachrichten nach einmaligem Lesen automatisch löschen. Dabei kennen sich Lieferant und Abnehmer in den meisten Fällen gar nicht.

Das Steroidpulver kommen meistens aus China, die anabolen Stoffe, wie Hormone und Potenzmittel in Form von Tabletten oft aus Indien, Pakistan oder Osteuropa. Kai Gräber erklärt, dass sich mit dem Steroidhandel wesentlich mehr verdienen lässt als mit Betäubungsmitteln. Der Grund dafür seien die billigen Produktionskosten, da man  für Steroidpräparate lediglich das Pulver, Öl als Trägerflüssigkeit, eine Ampulle mit geeignetem Verschluss und eine Alkohollösung, um das Equipment steril zu halten, benötige.

„Das kostet den Hersteller pro Ampulle etwa fünf Euro. Verkauft wird das Stück je nach Präparat teilweise für 60 Euro.“, gibt der Leiter der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Doping preis.

Damit kaufe man laut Kai Gräber die Katze im Sack, denn oftmals sei den Käufern nicht bewusst, welche Substanzen in den Dopingpräparaten tatsächlich enthalten seien. Einmal sei sogar ein Fitnessstudiobesitzer aus Bayern aufgrund eines Herzstillstands, der durch eine Vielzahl an Steroiden verursacht worden sei, tot aufgefunden worden. Die Kraftsportler scheine dies allerdings nicht abzuschrecken, denn wie der Münchener abschließend erläutert, seien Menschen bereit für größere Muskeln alles zu tun, was die Dealer natürlich wissen und ausnützen würden. Zerstören könne man diese Märkte trotz solcher Operationen, wie „Viribus“, nicht, denn dafür seien sie einfach viel zu lukrativ. 

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Doping im Allgemeinen stellt von einen Anteil 33 Prozent der Ermittlungsverfahren des Zollfahndungsdienstes dar.

Quelle:

https://www.spiegel.de/plus/bodybuilding-oberstaatsanwalt-ueber-ermittlungen-in-fitnessstudios-a-00000000-0002-0001-0000-000166382696

 

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