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McFit: Zustimmung zur Preiserhöhung durch dreiste Masche?!

Bereits Ende März sorgte die Fitnessstudio-Kette McFit mit einer Preiserhöhung für Unmut bei den Mitgliedern. Wer die Leistungen des Studios weiterhin in Anspruch habe nehmen wollen, dem blieb keine Wahl, als ab April fünf Euro mehr im Monat zu bezahlen.

Den Aufschlag begründete das Unternehmen mit den Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft und kassierte im Zuge dessen einen ordentlichen Shitstorm in den sozialen Medien.

 

Zum einen, weil sich Trainierende, die ihre Verträge auch während der coronabedingten Schließungen nicht stillgelegt haben, auf den Schlips getreten fühlten und zum anderen, weil die Preissteigerung scheinbar nur knapp eine Woche vor dem Inkrafttreten kommuniziert worden sei.

Preiserhöhung bei McFit – Experten klären auf

Schon vor einigen Wochen habe eine Anwältin gegenüber RTL zur Aussprache gebracht, dass die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge nur dann eine Rechtsgrundlage besitze, wenn diese im Vorfeld in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgehalten worden sei.

Zudem erklären weitere Experten, dass viele solcher Klauseln ohnehin unwirksam seien, wenn bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt werden würden.

So beispielsweise könne man die steigenden Beiträge bei bestehenden Verträgen nur dann durchsetzen, wenn beide Parteien damit einverstanden sind.

Bild: Preiserhöhung bei McFit
Auf ihrer Website informierte McFit die Kunden über eine Preiserhöhung.

Automatische Zustimmung durch „Drehkreuzregelung“

Die dafür notwendige Zustimmung wolle sich McFit nun auf einem Wege einholen, der bei den Mitgliedern erneut Unverständnis, Ärger und Empörung hervorruft.

Medienberichten zufolge akzeptiere man die Preiserhöhung von 19,90 Euro auf 24,90 Euro nämlich sobald man das Drehkreuz am Eingang passiere.

An den Eingängen der Studios befinden sich offenbar Schilder, welche auf die Änderung hinweisen.

Diese wurden mit folgendem Hinweis versehen:

 „Für die geplante Beitragsanpassung benötigen wir deine Zustimmung. Durch das Passieren des Drehkreuzes erklärst du diese Zustimmung. Bist du damit nicht einverstanden, kannst du trotzdem trainieren, aber musst dich bitte vor dem nächsten Studiobesuch bei unserem Customer Service melden.“

Verbraucherzentrale schaltet sich ein!

Viele Kunden stellten sich an dieser Stelle die Frage, ob dieses Vorgehen überhaupt legal sei.

Diesbezüglich soll Rechtsanwalt Michael Fuhlrott gegenüber dem Spiegel erklärt haben, dass die Einholung einer solchen Zustimmung zwar an keine Form gebunden sei, jedoch voraussetze, dass den Mitgliedern bewusst sein muss, mit diesem Schritt eine rechtserhebliche Handlung vorzunehmen.

Dem war offensichtlich nicht so, weshalb sich zahlreiche Kunden an die Verbraucherzentrale gewandt haben.

Diesbezüglich tätigte Carolin Semmler, Juristin bei der Vebraucherzentrale NRW, folgendes Statement:

„Wer durch das Drehkreuz spaziert, ohne zu wissen, was das für ihn bedeutet, hat aus unserer Sicht keine wirksame Zustimmung erteilt und kann einer Erhöhung des Beitrages immer noch widersprechen.“

Darüber hinaus klärte die Fachfrau darüber auf, dass die Trainierenden ihren Zahlungsverpflichtungen zu den vereinbarten Bedingungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit nachkommen müssen.

Im Falle eines Widerspruchs im Hinblick auf die Preiserhöhung würde der Vertrag demnach zu dem dort vereinbarten Preis bis zum Vertragsende weiterlaufen.

Bild: Schild am Eingang von McFit
Durch das passieren des Drehkreuzes stimmt man der Preiserhöhung von McFit zu.
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1 KOMMENTAR

  1. Natürlich ist das Vorgehen von McFit nicht rechtsgültig aber es wäre besser gewesen das medial gar nicht so hervorzuheben denn dann wären die Erhöhungen auf Dauer ungültig geblieben, nun werden die handeln müssen und die Verträge gegen Unterschrift erhöhen oder kündigen. Und das wäre für mich schlechter !! Wie man sagt, wenn man in der Sche..e rührt dann stinkt es 👍

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