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„Science“ und Bodybuilding? – Matthias Botthof und Dr. Martina Ollesch klären auf!

Während man früher einfach ins Studio ging und das nachahmte, was die „großen Jungs“ vormachten, ist es mittlerweile ganz anders. Heutzutage gestaltet sich das Training der jüngeren Generation zunehmend wissenschaftlich fundiert, was in der Intention zwar löblich, in der Praxis jedoch schnell kontraproduktiv sein kann. Auf der Suche nach dem perfekten Plan und der nächsten Studie vergisst man oftmals die bewährten Basics und die Leidenschaft zum Sport, was auch Matthias Botthof kürzlich bemängelte. Zusammen mit Dr. Martina Ollesch widmete sich der Bodybuilder nun erneut diesem Thema.

Wer die deutsche Kraftsport- und Bodybuilding-Szene intensiv verfolgt, dem wird Dr. Martina Ollesch definitiv nicht fremd sein. In den letzten 40 Jahren war die promovierte Molekularbiologin nicht nur selbst als Athletin aktiv, sondern bereitete viele der besten Bodybuilder auf ihre Wettkämpfe vor. Eigenen Angaben zufolge habe auch Matthias Botthof den Großteil seines Erfolges der heutigen Coaching Legende zu verdanken.

Anders als die meisten Vorbereiter oder Science YouTuber hat Dr. Ollesch, wie man unschwer am Titel erkennen kann, aber nicht nur den praktischen, sondern auch einen tatsächlich wissenschaftlich geprägten Background. Selbstredend, dass sie damit die perfekte Expertin für das oft kontrovers diskutierte Thema „Bodybuilding und Science“ ist.

Nachdem Matthias Boffhof das Interview beginnt, erklärt Martina Ollesch die heutige Diskussion anhand eines sehr einprägsamen Beispiels. So falle derjenige, der nicht wisse, was die Schwerkraft sei, nicht plötzlich von der Erde. Aber auch wer genau erklären könne, warum und wie genau dieses physikalische Gesetzmäßigkeit funktioniert, habe noch keinen Vorteil. Beide Personen können sich nicht über die Gravitation hinwegsetzen.


Matthias Botthof spricht Klartext!


Ähnlich verhalte es sich auch mit Studien. Wer viele Studien zitieren könne, sei noch lange kein guter Athlet, geschweige denn Personen überlegen, die seit Jahren intuitiv trainieren würden. Grundsätzlich könnten beide Extreme theoretisch gesehen gleich weit kommen. Dabei erklärt Dr. Ollesch, dass auch sie sich sehr genau mit der Wissenschaft auseinandergesetzt, allerdings stets mit praktischen Erfahrungen kombiniert habe. Abgesehen von der Grundlagenforschung seien viele Studien zu spezifisch, als dass man deren Ergebnisse pauschalisieren oder gar auf die besonderen Vorraussetzungen von Wettkampfbodybuildern ummünzen könne.

Wer also die Grundlagen verstanden habe, müsse nicht jede neue Untersuchung kennen. Zudem sei es dem durchschnittlichen Athleten gar nicht möglich, die Studien zu verstehen, da oftmals das fachliche Rüstzeug fehle. Aus diesem Grund sei es oftmals ratsam, einem Coach zu vertrauen, der in der Praxis bereits bewiesen hat, jene Grundlagen verstanden und erfolgreich umgesetzt zu haben. Darüber hinaus dürfe man nie vergessen, dass vor allem Trainingspläne stets individuell an den Alltag des Athleten angepasst werden sollten und der Spaß am Sport das mit Abstand Wichtigste sei. Nur wenn das Training langfristig Freude mache, bleibe man auch langfristig am Eisen, was schlussendlich eine der kritischsten Vorraussetzungen sei.

Insgesamt sind sich Dr. Martina Ollesch und Matthias Botthof demnach einig, dass die Wissenschaft nur eine von vielen Komponenten sei, um im Kraftsport langfristig erfolgreich zu sein. Allerdings betont die Melekularbiologin, dass die neusten Erkenntnisse zweifellos dazu führen, Anfänger wesentlich schneller und mit geringerem Verletzungsrisiko ans Ziel kommen zu lassen. Statt wie früher so schwer und so viel wie möglich zu trainieren, zeige die Wissenschaft eindeutig, dass dies nicht zwingend notwendig sei.

https://www.youtube.com/watch?v=k4YBxYGK5Y4

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