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Zeitzonen-Duell im Web: Jerry Pritchett und Rauno Heinla scheitern an Deadlift-Weltrekord!

Trotz der fortwährenden Corona-Beschränkungen ereignete sich am vergangenen Wochenende so einiges in der Welt des Kraftsports. Unter anderem war es Julius Maddox, der einen Weltrekord im Bankdrücken aufstellen wollte, sein Vorhaben aber bedauerlicherweise nicht in die Tat umsetzen konnte. Sein Versuch, ohne Equipment 363 Kilogramm zu bewältigen, wurde kurioserweise mit einem ungleichmäßigen Beladen der Hantelstange torpediert und zunichtegemacht. Ein vergleichbares Malheur passierte Jerry Pritchett und Rauno Heinla zwar im Rahmen ihrer Deadlift-Challenge nicht, doch am Ende sollten auch die beiden keinen neuen Weltrekord zu feiern haben. 

Im Zuge der von World’s Ultimate Strongman veranstalteten Feats of Strength Series, die auch Julius Maddox am Samstag als Bühne dienten, durfte ebenso das Kreuzheben selbstverständlich nicht zu kurz kommen. Die Veranstalter dachten sich dementsprechend einen Deadlift-Showdown aus, für den es Jerry Pritchett und Rauno Heinla miteinander aufnehmen sollten. Als Herausforderung im Raum beziehungsweise auf der Plattform standen 400 Kilogramm, die für die maximal mögliche Anzahl an Wiederholungen gehoben werden mussten. Das ultimative Ziel war das Überbieten des von Benedikt Magnusson aufgestellten Weltrekords. Ganze fünfmal konnte der Isländer diese Last damals nach oben befördern.

Um die Bestleistung ihres isländischen Konkurrenten zu knacken, hatten Jerry Pritchett und Rauno Heinla 75 Sekunden Zeit. Unter dem Strich reichten den zwei Strongmen jedoch bereits 30 Sekunden, bis ihr kräftetechnisches Limit erreicht war. Sowohl der US-Amerikaner als auch der Estländer hatten nach einer halben Minute alle ihre Wiederholungen hinter sich gebracht. Während Pritchett nach vier Reps aufgeben musste, hob Heinla die 400 Kilogramm immerhin fünfmal, auch wenn er es gleich mehrfach vergebens versuchte, noch irgendwie eine sechste Wiederholung gültig zu bekommen. Das direkte Duell ging demzufolge knapp mit fünf zu vier an den Mann aus Estland. Ein neuer Weltrekord fiel an diesem Tag nicht. 

Instagram-Beitrag: Jerry Pritchett und Rauno Heinla kämpfen um Deadlift-Weltrekord
Jerry Pritchett und Rauno Heinla im Fernduell um den 400-Kilo-Deadlift-Weltrekord auf Wiederholungen.

Was die Deadlift-Challenge als Event einzigartig machte, waren die besonderen Umstände, die sich aufgrund der Corona-Pandemie ergaben. Heinla und Pritchett absolvierten ihre Versuche an zwei unterschiedlichen Standorten, sprich die Weltrekordversuche wurden in verschiedenen Zeitzonen übers Internet abgehalten. Der Estländer startete um 18:30 Uhr in die Herausforderung, während es beim US-Amerikaner in Arizona um 8:30 Uhr am Morgen losging. Ob dies einen gravierenden Vor- oder Nachteil für eine der beiden Parteien darstellte, ist ungewiss, aber wohl zu verneinen, insbesondere wenn man sich den durchaus knappen Ausgang des Battles vor Augen führt.

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Eventuell auffällig war auch die Tatsache, dass Jerry Pritchett und Rauno Heinla nicht auf dieselbe Art an Gewichtsscheiben zurückgriffen, was allerdings in Ordnung und vor dem Event so abgesprochen war. Die verwendeten Scheiben mussten lediglich von Zydrunas Savickas überprüft und als geeignet abgenommen werden. Schon im Vorfeld war der viermalige World’s Strongest Man als unabhängiger Kampfrichter festgelegt worden, um von einer dritten Location aus übers Internet ein Auge auf die beiden Kontrahenten und deren Versuche zu haben.

Den Weltrekord im 400-Kilo-Kreuzheben auf Wiederholungen, den demnach weiterhin Benedikt Magnusson hält, vermochte am letzten Wochenende schlussendlich niemand zu überbieten. Jerry Pritchett musste nach vier, Rauno Heinla nach fünf Reps die Flinte ins Korn werfen. Den unmittelbaren Zweikampf entschied somit der gebürtige Estländer für sich. Eine positive Sache hatte die Deadlift-Challenge jedoch unweigerlich: Auch die Kraftsport-Szene scheint Mittel und Wege zu finden, um Corona zum Trotz mit interessanten Wettkämpfen fortzufahren. Die Unterhaltung der Eisenfans bleibt also nicht vollkommen auf der Strecke!

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