Jetzt von Experten entwickelte Produkte sichern!
GANNIKUS Original
spot_img
spot_img

Kommentar: FIBO 2020 von Reed Exhibitions offiziell abgesagt!

Die FIBO 2020 wurde also abgesagt. Wenn man es korrekt formulieren möchte, wurde sie vielmehr verschoben, und zwar auf irgendwann in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Darüber informierte Reed Exhibitions, der Veranstalter der Messe, am gestrigen Freitag um kurz nach 18 Uhr in einer Pressemitteilung. Ziemlich genau einen Tag davor hatte mit ESN eine absolute Big Entity das eigene Fernbleiben über die sozialen Medien verkündet und sich damit unter anderem Olimp angeschlossen, das Event in Köln wegen des Coronavirus‘ ausfallen zu lassen. Diesen Grund führen auch die FIBO-Organisatoren für die Verschiebung an. Wann und vor allem ob die Messeveranstaltung tatsächlich in wenigen Monaten unter denselben Voraussetzungen stattfindet, sollte sich die Panik um die Virus-Epidemie gelegt haben, bleibt fraglich. Geplant soll es so sein, doch meiner Meinung nach werden nun viele Unternehmen überlegen, ob sie unter diesen Gegebenheiten weiterhin als Aussteller an Bord sein möchten.

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass ich den Coronavirus insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend bewerten kann und demnach liegt es mir fern, irgendetwas zu bagatellisieren oder es infrage zu stellen, dass die FIBO 2020 deshalb abgesagt respektive verschoben wurde. Ich bin kein Mediziner oder Wissenschaftler und man muss ganz klar sagen, dass die Gefahr einer flächendeckenden Verbreitung in jedem Fall besteht. Auch in Deutschland haben wir endliche Kapazitäten zur Versorgung erkrankter Menschen und da stellt eine riesige Messe mit mehreren tausend Besuchern natürlich ein aktuell nur schwer einschätzbares Risiko dar.

Nichtsdestotrotz werde ich den Eindruck nicht los, dass der Coronavirus dankend als Grund für die Absage angenommen wurde. Es ist irgendwo grotesk, dass man sich über eine Epidemie freuen könnte, um somit ein zum Scheitern verurteiltes Event abblasen zu können. In diesem Zusammenhang muss ich eventuell den Einschub machen, dass ich mich nachfolgend auf die FIBO POWER beziehe. Alle anderen Hallen habe ich zu selten besucht, um mir ein ausreichendes Bild machen zu können. Versteht mich nicht falsch, ich möchte hier überhaupt keine Unterstellungen tätigen, denn die Verschiebung der FIBO ist angesichts der momentanen Lage mit Sicherheit die richtige Entscheidung. Ungeachtet dessen muss ich ganz klar zum Ausdruck bringen, dass die Veranstaltung, auf die wir uns grundsätzlich jedes Jahr zurecht freuen, wohl gefloppt wäre, selbst wenn es den Coronavirus nie gegeben und man sich für die Austragung entschieden hätte. An dieser Stelle noch einmal der Einwurf, ich spreche von der FIBO POWER, bitte nicht falsch interpretieren! Das ist lediglich meine subjektive Ansicht, die gerne als Diskussionsgrundlage herangezogen werden darf.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass ESN und Olimp, die mir als Beispiele für große, nicht an der FIBO POWER 2020 teilnehmende Unternehmen dienen, nur die Spitze des Eisbergs sind. Noch als niemand ahnen konnte, dass es den Coronavirus geben würde, haben sich viele Firmen nüchtern und bewusst gegen einen Stand in den Kölner Messehallen entschieden. Die Gannikus GmbH war eine davon, doch die Liste geht weiter und zeigt unter anderem Namen wie MORE Nutrition, Sinob, GASP, Better Bodies, Gymjunky, 5% Nutrition und Vanquish. Global Player wie MyProtein oder Gymshark verzichten nicht zum ersten Mal darauf, sich als Aussteller in der Domstadt zu präsentieren. Scheinbar stimmt das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht, ansonsten würde man vermutlich die Branding-Möglichkeit nicht verstreichen lassen.

Reihenweise Absagen: Immer mehr Unternehmen streichen ihren FIBO-Stand!

Inzwischen wurde die FIBO 2020 von offizieller Seite aus abgesagt! Auch 2020 sollte die FIBO, was zum Unwissen vieler eine Abkürzung für Fitness und Bodybuilding ist, dem gesundheitsbewussten Sportler als absolutes Jahreshighlight dienen. Seit gefühlten Ewigkeiten stellt die Messeveranstaltung die wohl beste Möglichkeit dar, wenn man berühmte Szenegrößen einmal live treffen oder sich einfach nur […]

Die FIBO beziehungsweise Reed Exhibitions als Veranstalter hat jetzt ein wenig Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen, wie man ein einst so renommiertes Event wieder attraktiv für die Massen und ein verhältnismäßig junges sowie junggebliebenes Publikum gestaltet. Es drängt sich das Gefühl auf, dass es in den letzten Jahren nicht mehr darum ging, einen Mehrwert für die Fitness- und Bodybuilding-Community zu schaffen. Stattdessen blieb man gefangen in seinem eingefahrenen Trott und konzentrierte sich augenscheinlich darauf, maximale Gewinne zu erzielen. Das Problem ist nur, dass immer dann, wenn sich finanzielle Interessen intensivieren, sich gleichzeitig die Vorteile für den Endverbraucher in einem meist ungünstigen Verhältnis zu verringern scheinen. Verliert man allerdings den Kunden, geht einem irgendwann auch das Event verloren. Heutzutage sogar eher früher als später.

>> Bei Muscle24 bekommt ihr die besten Outfits für eure Gym-Session! <<

In der besagten Pressemitteilung ist die Rede davon, dass man allen Ausstellern und Besuchern der FIBO den besten Nutzen bieten wolle. Das wurde meines Erachtens verpasst, jedenfalls für die FIBO POWER und besonders im Zuge der Austragungen innerhalb der jüngsten Vergangenheit. Die Besucherzahlen und der frühere Glanz sind rückläufig, da werden mir Anwesende der letzten Jahre zustimmen, wenn sie es unbefangen zu beurteilen versuchen. Warum das so ist, darüber vermag ich nicht zu richten. Ich weiß, die FIBO-Verantwortlichen selbst werden immer wieder aufs Neue von Rekordwerten sprechen, doch die Beweise dafür bleiben sie aus meinem bescheidenen Blickwinkel schuldig. Für die FIBO im Gesamten mag das eventuell stimmen, nicht aber für die FIBO POWER. Wer vor Ort war und die Hallen 10.1 und 10.2 erlebt hat, dürfte deutlich erkannt haben, dass es hinsichtlich Supplements, Fitness und Bodybuilding auf der Expo Köln merklich leerer geworden ist.

Was bis hierhin für mich bleibt, sind definitiv ein paar offene Fragen, die ich abschließend noch in den Raum werfen möchte. Was passiert mit längst gebuchten Flügen und Unterkünften von Ausstellern? Nicht wenige Unternehmen werden auf ihren Kosten sitzen bleiben, denn dass Airlines und Hotels kulant sind, wäre zwar nett, ist aber letztlich mehr Wunschdenken als Realität. Selbiges gilt selbstverständlich auch für Privatpersonen, die zum Teil auch aus anderen Ländern angereist wären, um die FIBO mitzuerleben. Wer kommt für die bereits getragenen Kosten auf? Wer kein Entgegenkommen erfährt, trägt die finanzielle Last selbst und wird sich offensichtlicherweise überlegen, ob eine Teilnahme in der zweiten Jahreshälfte sinnvoll erscheint. FIBO-Tickets kann man zurückgeben, sollte man am noch zu suchenden Ersatztermin verplant sein, das steht in den FAQs zur Verschiebung der Messe. Bezüglich gebuchter Reisen und Hotelübernachtungen findet man ausschließlich den Hinweis, dass man sich mit Reiseanbieter und Hotel in Verbindung setzen müsse. Gefühlt wird man demzufolge im Regen stehen gelassen, auch wenn mir – Schande über mein Haupt – persönlich keine qualifiziertere Antwort einfällt. Der Unterschied ist jedoch, dass mir keine Antwort einfallen muss.

Wie in der Pressmitteilung ebenfalls verlautbart wird, habe man als Veranstalter hart an der FIBO 2020 gearbeitet. Reed Exhibitions vertraue darauf, die Messe in der zweiten Jahreshälfte sicher stattfinden lassen zu können. Die Sicherheit ist zweifelsohne ein unerlässlicher Faktor, damit gehe ich uneingeschränkt d’accord. Zusätzlich sollte man sich aber die nötige Bedenkzeit nehmen und einen Lösungsweg erarbeiten, um das bezogen auf die FIBO POWER einstige Spektakel in den Kölner Messehallen wieder zu einem solchen zu verwandeln. Wir alle wollen uns auf ein fitness- und bodybuildingorientiertes Miteinander freuen und Euphorie entwickeln. Die Möglichkeit zur dringend notwendigen Fehleranalyse haben die Organisatoren in Form der Verschiebung bekommen. Sie sollten davon Gebrauch machen.

Die FIBO POWER, zu finden in den Hallen 10.1 und 10.2, steht für Bodybuilding-Fans im Vordergrund.
Weitere Top Artikel
Weitere top Artikel
Hey! Cool, dass du da bist! Danke für Dein reges Interesse an unseren Beiträgen und Deinen Kommentar.
 
Hast Du gewusst, dass unsere Arbeit auf GANNIKUS.de auf Deiner Unterstützung basiert? Unsere Redaktion finanziert sich nämlich vollständig von den Einnahmen aus unserem SHOP.
Falls du unserem Team also ein kleines Zeichen der Wertschätzung zukommen lassen willst, dann schau doch mal auf GANNIKUS-SHOP.COM vorbei! Auf diese Weise trägst Du dazu bei, dass wir unser Geld weiterhin in maximalen Mehrwert für DICH investieren!
 
DANKE, dass wir auf Dich zählen können!
 

4 Kommentare

  1. Ich kann Herrn Forster nur zustimmen.
    Meine subjektive Erfahrung ist exakt gleich. 2017 war ich das erste Mal da, es gab super Angebote und auch neue Produkte, die ich gefunden habe und bis heute benutze. In den Jahren danach wurde es immer weniger. Auch die Proben wurden drastisch gestrichen. Es waren größtenteils Stände die einfach keine Kreativität hatten, einfach keinen Wert hatten. Letztes Jahr habe ich dann gemerkt, dass der Vibe einfach weg war.
    Ich möchte viele verschiedene Aussteller, mit leckeren Proben und attraktiven Preisen und netten Verkäufer*innen.
    Hoffentlich zeigt sich in Zukunft, dass sich der Trend umkehren wird.

  2. Um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass es bei den aktuellen Entwicklungen in der 2 Jahreshälfte so viel besser sein wird bezüglich des Virus.

  3. Naja.. und erstmal Hallo.
    Die Fragen, wer für bereits aufgekommene Kosten zahlt, sind berechtigt.
    Jedoch haben auch schon da genug Reiseunternehmen zugesichert, dass Sie die Kosten zurückerstatten, wenn es um Massenveranstaltungen geht, welche aufgrund des Coronavirus abgesagt wurden.
    Auf der anderen Seite finde ich, dass zwar erwähnt wurde, dass hier kein medizinischer Facharzt spricht, jedoch kommt es zugleich so rüber, als würde hier das ganze sehr verharmlost werden.

    Gestern, 29.02 – 36 Fälle in Deutschland
    Heute – 30.02 – 66 Fälle

    https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-deutschland-infektionen-101.html

    Und das trotz der Sicherheitsmaßnahmen und dem vorischtigen Umgang untereinander.

    Ich halte es für sehr sinnvoll und gut, dass die Fibo verschoben wurde!
    Messen haben, und werden immer damit Unsummen verdienen. Was Du gut kannst, dass mache nicht umsonst. Das heißt jedoch nicht im Umkehrschluss, dass Geld das Hauptaugenmerkmal ist.
    So, wie die Fibo bislang aufgebaut war, war sie immer unterhaltsam, lehrend und fazinierend gestaltet.
    Und dass sich nicht nur das Publikum, sondern auch die Athleten der Fibo Power geändert haben, ist klar.
    Leider gibt es keinen Jay Cutler, Arni oder Ronnie Coleman mehr, aber mit der Zeit ändert sich halt alles. Weg vom Bodybuilding, dem ich auch sehr nachtrauere, hin zum Fitness. Da interessiert aber niemanden eine Randgruppe, sondern was die Mehrheit anspricht.

    In dem Sinne hoffe ich, dass die Ernsthaftigkeit gegenüber dem Coronavirus bei den Menschen ankommt… Mein Lidl ist nicht umsonst den ganzen Tag leer gekauft -.-

    • Genau aus dem Grund habe ich für mein Empfinden deutlich geschrieben, dass die Sicherheit vorgeht und es die richtige Entscheidung ist, die Messe abzusagen.
      Du bist bisher der Einzige, der mir sagt, dass das nicht genug zum Ausdruck kam.

      Ich bin kein Fan von ständigen Wiederholungen derselben Dinge in einem Artikel. Ein- oder zweimal sollte ausreichend sein, um meine Umsicht zu diesem Themenpunkt zu verdeutlichen.

      Trotzdem natürlich vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, davon leben die sozialen Medien :)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein