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Unter Auflagen: Deutsche Fitness-Studios öffnen wieder!

Seit einigen Wochen sind Sportstätten in ganz Deutschland inzwischen geschlossen. Was sich im ersten Moment für den einen oder anderen nicht sonderlich lang anhören mag, bringt Trainierende jeglicher Couleur förmlich zur Weißglut. Workouts mit dem eigenen Körpergewicht und Bändern sind eben doch nicht dasselbe, wie mit hochwertigem Equipment das Gaspedal zu drücken. Nach den gestrigen Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten kehrt jedoch die Hoffnung zurück, denn Fitness-Studios in Nordrhein-Westfalen dürfen in aller Bälde die Pforten öffnen, andere Bundesländer werden wohl folgen. 

Wie Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, am gestrigen Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt gab, werden die Gyms in dem von ihm regierten Bundesland bereits am kommenden Montag, den 11. Mai 2020 wieder öffnen dürfen. So, wie man das örtliche Fitness-Studio vor der Corona-Krise kannte, wird es allerdings definitiv nicht ablaufen, das dürfte jedem Sportwilligen ohnehin bewusst sein. Unter Umständen könnte es gar Monate dauern, bis es so ist, wie es einmal war. Eventuell haben wir die neue Normalität viel früher akzeptiert, als wir derzeit zu glauben vermögen, nur um wieder trainieren zu können.

Loox.com berichtet von möglichen Auflagen, unter denen Fitness-Studios in Nordrhein-Westfalen öffnen dürfen, lesen sich nachvollziehbar, auch wenn es dadurch zwangsläufig zu Einschränkungen kommen wird. Beispielsweise könnten Umkleiden, Duschen und Saunen zunächst tabu sein, was bedeutet, dass man schon in Trainingskleidung erscheinen muss. Vor oder nach der Arbeit sein Workout zu absolvieren, wird demnach schwierig zu realisieren. Die obligatorische Handtuchpflicht, die ohnehin eigentlich in jedem Gym gilt, wurde ebenfalls erneut erwähnt. Dazu gesellt sich das im Raum stehende Abmontieren der Drehkreuze, das mit Sicherheitskontrollen am Eingang kombiniert werden könnte. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass sich in der Einrichtung nicht mehr als ein Sporttreibender pro zehn Quadratmeter befindet.

Es liegt auch im Bereich des Möglichen, dass von Studio zu Studio entschieden wird, welche Vorschriften für die Wiedereröffnung gelten. Ein vorgelegtes Hygienekonzept wird dann entweder abgesegnet oder abgelehnt.

Titelbild: Tim Budesheim darf wieder trainieren

Rechtliche Recherche: Tim Budesheim darf wieder im Fitness-Studio trainieren!

Ob man nun massive Muskelberge mit sich herumträgt oder das örtliche Gym eher für die Förderung der Allgemeingesundheit aufsucht, macht derzeit eigentlich keinen Unterschied. Uns alle vereint die Situation der Zwangsschließung von Sportstätten, die inzwischen seit mehreren Wochen dafür Sorge trägt, dass die Workouts der unzähligen Trainingswilligen einer starken Improvisation bedürfen. Klammert man die Inhaber […]

Bei den Regeln ebenfalls nicht zu vergessen: Die Fitness-Studios müssen den Abstand zwischen den Geräten erhöhen, weshalb insgesamt weniger Möglichkeiten zur Verfügung stehen werden. Das scheint jedoch nicht allzu schwer ins Gewicht zu fallen, denn die Trainingseinheiten sollen sowieso auf eine Stunde begrenzt werden. Der bestehende Mindestabstand von 1,5 Metern ist logischerweise weiterhin einzuhalten. Was vermutlich für den größten Gegenwind sorgen wird, ist das potenzielle Tragen von Einweghandschuhen und Mundschutz während des Workouts. Ersteres soll – genau wie ausreichend Desinfektionsmittel – von den Gyms gestellt werden.

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Die Studios hätten darüber hinaus Sorge zu tragen, dass dauerhaft mindestens ein Mitarbeiter pro 30 Trainierende vor Ort ist, beispielsweise um Flächen und Geräte regelmäßig zu desinfizieren oder eine gute Durchlüftung sicherzustellen. Gerade auf die Angestellten kommen in diesen Zeiten besondere Aufgaben zu. So sollen sie zusätzlich zur Kontrolle des Mindestabstands unter anderem hustende und niesende Kunden bitten, das Gym zu verlassen. Die Risikominimierung steht also klar im Fokus.

Es ist davon auszugehen, dass auch andere Bundesländer es Nordrhein-Westfalen nachmachen und den Betrieb in den Fitness-Studios relativ zügig wieder aufnehmen lassen werden. In Hessen zum Beispiel sollen die Gyms noch im Mai öffnen dürfen, wohingegen in Baden-Württemberg vorerst der 2. Juni 2020 als Termin im Raum steht, allerdings nur, wenn die Infektionszahlen im Rahmen blieben. Sachsen und Schleswig-Holstein wiederum planen scheinbar mit dem 18.5., zumindest nach momentanem Kenntnisstand. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung haben noch nicht alle Ministerpräsidenten ihren Umgang mit Sportstätten kundgetan, man kann aber mutmaßen, dass spätestens nach Pfingsten überall unter Auflagen trainiert werden kann. 

Bild: Gefülltes Gym
Die Fitness-Studios öffnen zwar wieder, doch einen derartigen Anblick wird man anfangs auf keinen Fall sehen.
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28 KOMMENTARE

  1. Das Ganze erzeugt eine ausgesprochen schwierige Situation und das nicht nur beim Besuch eines Gyms, sondern auch hinsichtlich der Vertragsregelungen.

    Wie will ein Studio bestimmen, wer von den X Mitgliedern Zugang erhält und wer entweder in die Warteschlange (mit entsprechenden Abstand natürlich) kommt oder nach hause gehen muss?
    Vertraglich haben alle Kunden dieselben Rechte und – zumindest soweit mir das bekannt ist – hat kein Vertrag eine Klausel, die eine Zugangsverweigerung aufgrund von „schade, es sind schon X Leute in der Anlage“ zulässt.
    Hier nur mal ein Zitat aus dem Vertrag einer relativ großen Studiokette mit 24 Std. Betrieb:
    „Durch Zustandekommen des Mitgliedsvertrages erhält der Kunde das Recht, die von XXXXXXXX zur Verfügung gestellten Einrichtungen zu beliebiger Zeit und in beliebigem Umfang zu nutzen.“

    Da Umkleiden, Duschen etc. sowie Personalräume ohnehin von den Flächen abgezogen werden müssen muss man halt von der reinen Trainingsfläche einer Anlage ausgehen, also der Fläche für das Geräte- und Freihanteltraining ohne Kursraum (da soll angeblich eine 8qm Regel gelten). Heißt also bei reiner Fläche von 800qm maximal 80 Personen gleichzeitig auf dieser Fläche.
    Na herzlichen Glückwunsch wenn man sich mal die „Normalauslastungen“ zu den üblichen Hauptzeiten vorstellt. Für kaum einen Kunden wird das Argument „na ja, zwischen 02.00 und 03.00 Uhr morgens hättest Du ja trainieren können“ ein Trost sein.

    Daneben gibt es natürlich noch die „kleinen“ praktischen Dinge wie: „Kunde desinfiziert selbst alles, was er angefasst hat“ u.s.w. sowie die Anforderungen an das Personal.

    Klar, am Ende kann man sagen „besser als nix und zumindest können die Studiobetreiber eine Leistung erbringen“ – ob diese Leistungserbringung mit ihren Einschränkungen allerdings am Ende nicht nur mehr Probleme und Unzufriedenheit bringt wird man sehen müssen. Schauen wir auch mal ob die Infektionszahlen steigen…

    Ich für meinen Teil werde meine Mitgliedschaft noch bis mind. Juli ruhen lassen – das tu ich mir nicht an.

    Euch allen alles Gute

  2. Ich befürchte ebenfalls das ganze ehr nach hinten losgeht für die Fitnesscenter. Wer bitte stellt sich denn eine Stunde in die Warteschlange ??? So werde ich jedenfalls meine Mitgliedschaft beenden. Am besten noch trainieren auf Bestellung (#128515#)

  3. Training mit Masken?
    An so etwas sollte man nicht mal denken!
    Der Körper braucht Sauerstoff während des Workouts. Jeder der schon mal eine Maske auf hatte weiss, wie schwer es ist darunter zu atmen.

  4. Training maximal eine Stunde und mit Mundschutz,das ist doch ein Witz.
    Nicht umziehen und duschen dürfen ?Was soll das?
    Trotzdem den vollen Preis zahlen?Nein danke,das kann ja wohl nicht sein,da braucht auch nicht geöffnet werden.Das macht so auch keinen Spaß und bringt gar nichts

  5. Bevor ich im Studio nur mit Maske trainiere, welche die Frischluft Zufuhr limitiert und somit sogar gesundheitsschädlich sein kann, trainiere ich lieber Zuhause. Sicher bei weitem nicht so gut ausgestattet, aber eben auch ungefährlich in jeder Hinsicht.

  6. Ich werde unter diesen Bedingungen meine Mitgliedschaft ebenfalls beenden, bis man wieder normal trainieren kann. Ich trainiere nicht in meiner Stadt. Für mich lohnt sich der Aufwand für eine Stunde nicht, außerdem muss ich die S-Bahn benutzen. Ist das vielleicht hygienisch und gesund in Sportbekeidung S-Bahn zu fahren, vor allem nach dem Training, verschwitzt und klebrig?

  7. Sehr gute nachricht ich warte lange auf diese nachricht ich habe in park ohne maschine viel tranniert ab montag mache ich wieder ins fitness studio tranning machen abzunehmen

  8. Ich bin auch Trainerin und kann nur immer wieder sagen, dass wird nichts werden! Maske und trainieren, ist so heftig gesundheitsschädlich, bitte informiert euch Leute, ihr seid doch nicht dumm, die Übertragung geht über die Luft, in geschlossen Räumen, bleibt das Virus 6 Stunden, der Mundschutz ist nach 10 min atmen feucht und somit bereit für die Aufnahme. Das Personal, kann den Leuten nicht andauernd hinterherlaufen und jede Hantel desinfizieren oder oder oder und ob jemand krank ist, sieht man auch nicht, siehe Krankheitsverlauf. Das ich 9 Stunden mit einem Mundschutz, den ganzen Tag atmen kann, bezweifle ich stark, einkaufen reicht schon und dann noch den ganzen Tag, damit putzen, sorry aber wie stellt ihr euch das vor, dazu kommen die unbelehrbaren Kunden. Ich sterbe für meinen Sport….aber nicht im wahrsten Sinne des Wortes……

  9. Tolle Einstellung. Die Studios die ihr gerne besucht habt und jetzt um ihre Existenz zittern mit Ruhezeiten und Kündigungen noch weiter in Richtung Insolvenz zu drücken… gerade Leute die zu mcfit, fitx und Co gehen, zahlen meist nur 20€. Das ist zu viel um euer Fitnessstudio durch die Krise zu helfen? Ihr solltet Euch in Grund und Boden schämen und statt wegen 20€ zu heulen lieber auf die Straße gehen und für Eure Grundrechte demonstrieren.

  10. Völliger Käse mit Mundschutz zu trainieren. Habe es gestern mal ausprobiert bei schweren Kniebeugen im Kellergym. Keine Chance, da gehste kaputt.
    Und was soll das mit Einweghandschuhen? Bei Kreuzheben reißen die direkt kaputt. Und ob ich mir mit Handschuhen im Gesicht rumpule oder ohne spielt dann auch keine Rolle.
    Unter solchen Bedingungen sollen sie die Gyms einfach zulassen. Macht so kein Sinn. Da trainiere ich lieber weiter im Privatgym.

  11. Es ist erstmal schön zu hören das die Studios wieder aufmachen. Zumindest für mich als Kunde. Ich laufe ca. 5 Minuten zu meinem Studio, so ist es für mich kein Problem schon in Sportkleidung zu erscheinen. Auch eine Stunde Training reicht mir und finde ich in dieser Situation ausreichend. Da müssen die Labertaschen Mal ihr Training effizient durchziehen und nicht jeden Ihre Lebensgeschichte erzählen. Wäre auch für später angebracht. Wie es sich mit Handschuhen und Maske trainiert werde ich dann sehen. Jeder sollte es langsam angehen lassen und auf das Personal hören.

  12. Vor der Krise war ich auch jemand der regelmäßig mehrmals die Woche im Gym zum trainieren war.

    Ich kann die Studio-Betreiber verstehen, dass sie so schnell wie möglich wieder öffnen wollen. Schließlich hängen etliche Arbeitsplätze daran.

    Ich finde es aber schade, dass die Mitglieder nicht mit ins Boot geholt werden bei der Frage ob ein Studio wieder öffnen soll.

    Ich kenne einige die, wie ich, in der aktuellen Situation weiterhin lieber Zuhause (alleine) trainieren wollen. Auch wenn dies nicht so effektiv ist!

  13. Ich kann mich hier den meisten nur anschließen.Auch wenn ich oft und hart trainiere, aber diese Umstände werden auch bei mir dazu führen zu kündigen.
    Das wird so nichts werden.

  14. Mundschutz zu gefährlich beim Sport und Einweghandschuhe ???Unfallfefahr beim Hantelstemnen vorproframmiert .Und noch schwielen an den Händen.
    Die We

    ..rtsachen trage ich dann mit samt Tasche durchs Studio oder wie ? Und wehe es ist mal kalt dann renn ich mit nem Rollkoffer dadurch toll.Hinzu kommt das Recht voller Beitrag .Volles Training .Wie soll das gelöst werden? Viele werden kündigen .Wer möchte und kann so trainieren.

  15. Das sind unzumutbare Bedingungen,die man von uns verlangt!Trainieren unter diesen Bedingungen ist unmöglich!Was soll das ganze hirnlose Getuhe!Ich will Sport machen als Spaß und Freude! Sport ist das beste fūr meine Gesundheit!Dazu gehõrt auch Duschen und Sauna!Unter solchen Bedingungen kann man die Studios auch den Erdboden gleich machen!Schade!!

  16. Sicher wären die Einschränkungen nicht schön aber mir wäre erstmal egal Hauptsache wieder trainieren

  17. dann kündigt doch alle. ich weiß nur in korea und co stellen die sich nicht so an wenn sie in gyms masken tragen müssen. Hier sind die leute nur am jammern

  18. Leute, es ist doch nur vorübergehend! Wenn es erst mal nur mit Maske geht, dann ist das eben so. Besser als gar nicht trainieren können! Man muß halt mit kleinen Schritten wieder anfangen. Später ist doch wieder alles wie vorher!
    Wieso könnt ihr nicht einfach mal durch eine derartige Krise gehen, ohne zu meckern? Seid froh dass ihr gesund seid und noch lebt. Macht doch einfach mal das Beste draus!

  19. Die Inhaber die jetzt hier run Jammern vonwegen man soll sich schämen wenn man sein Studio nicht unterstützt: Ich kann Euch ja verstehen, jeder ist sich selbst der nächste. Mich kotzt allerdings das Rumgelüge an. Z. B. Sport unterstützt das Immunsystem. Jeder Trottel weiß, dass bei hochintensiven Belastungen das Immunsystem sogar kurzzeitig angeschlagen ist. Nicht umsonst wird Sportlern empfohlen, zusätzlich Antioxidantien zu nehmen. Und mit der Maske wird auch ansonsten moderater Kraftsport hichintensiv, ganz zu schweigen von den anderen Gefahren, die hier schon zum Maskentraining thematisiert wurden. Also ihr wollt um jeden Preis eure Studios aufmachen, auf Kosten der Gesundheit Eurer Kunden. Ihr fordert also Solidarität von Euren meist unterbezahlten Mitarbeitern und Kunden, ohne in irgendeiner Weise selbst Rücksicht auf diese zu nehmen. Fragt sich, wer sich hier wirklich schämen muss…

  20. Das ganze hat doch nix mehr mit Gym im Ursprung zu tun! Maske, Einweg Handschuhe! Wie soll dass dann bei schweren Kniebeugen oder Bankdrücken mit Hilfestellungen gehen? Gar nicht! Diese Experten haben das Konzept auf ein Reha Training ausgelegt, für richtig hartes Training im Gym völlig unbrauchbar. Dann bitte nicht schreiben Lösung für Gym,sondern eher für Reha.

  21. Mit Maske zu trainieren geht garnicht , bekomme ja so kaum Luft darunter und gerade wenn es sehr warm wird sorry dann setzte ich auch aus.

  22. Es gibt neben McFit auch noch teurere Gym’s. Ich zahle 80 EU, unter anderem – weil ich duschen, Saunagang und auch etwas schwimmen möchte… Wird ja wahrscheinlich nicht möglich sein. Training funktioniert sicher auch nur mit Reservierungszeiten oder halt mit Warteschlange. Mit Maske in. Bus und Bahn, zum einkaufen Pflicht, nicht schön, aber notwendig. Bekomme schwer Luft damit. Sport mit Maske für mich undenkbar. Werde dann sicher auch kündigen. Habe bisher Beiträge bezahlt ohne zu meckern!!!

  23. Hallo zusammen!

    Ich möchte gern auf die kritischen Anmerkungen und den Vorhalt eingehen, man würde „sein“ Studio nicht in einer schweren Zeit unterstützen wollen, sondern nur an sich denken eingehen.
    Man muss das auf drei Ebenen sehen: 1. die persönliche Ebene jedes einzelnen Mitglieds, 2. die „moralische“ Ebene und 3. die vertragsrechtliche Ebene.

    Die 1. Ebene, die persönliche

    Die besteht einfach aus dem, was jeder einzelne dazu denkt und fühlt. Natürlich kann ich da nur subjektiv etwas anmerken, eben aus meiner individuellen Sicht.
    Was mich stört ist die „Selbstverständlichkeit“, wie konkret bei mir die Anlagenbetreiber mit diesem Thema umgehen: Während auf der einen Seite zahlreiche Einschränkungen vorgenommen werden (dazu unter vertragsrechtlicher Ebene einiges), besteht die einzige angebotene Lösung aus „wir hängen die Zeit der Schließung bei Kündigung dran“ und dazu habe ich eine sehr klare Meinung: Nein, das tun wir nicht.
    Begründung: Wenn ich meinen Vertrag, der sich immer wieder um ein Jahr verlängert wenn ich nicht kündige, beenden möchte und kündige, dann sagt das klar aus „ich will zum Ende der Laufzeit nicht mehr in die Anlage(n) und ich will ab dann dafür nicht mehr zahlen“. Warum also sollte ich es als Lösung empfinden, wenn ich dann, wenn ich nicht mehr nutzen will länger nutzen kann?

    Die einzige Alternative besteht darin, meine Mitgliedschaft ruhen zu lassen (da ich für 12 Monate im Voraus bezahle erfolgt also die nächste Zahlung einfach um die entsprechenden Monate später), also habe ich diese gewählt.

    2. die moralische Ebene
    Wenn man von Ethik und Moral spricht, dann muss man immer beide Seiten betrachten und von daher ist ja nicht nur die Frage, wie gehe ich mit dem Anlagenbetreiber in einer bestimmten Situation um, sondern auch die, wie geht der Anlagenbetreiber mit seinen Mitgliedern um.
    Also habe ich mir folgende Fragen gestellt:
    a) Wenn ich aus irgendeinem Grund nicht zahlen kann und den Betreiber um Verständnis bitte und darum, trotzdem weiter trainieren zu dürfen, was würde mir geantwortet? Würde er mir eine Zeit lang die Mitgliedschaft schenken? Würde er sich auf eine spätere „Nachzahlung“ einlassen? Würde er auf Zahlung bestehen?
    Ich kenne eine Menge Leute und habe selbst bereits in verschiedensten Studios trainiert, aber mir ist kein Fall bekannt, in dem der Betreiber eine Zeit lang die Nutzung kostenfrei gestellt hätte.
    b) Was macht der Betreiber, wenn ich heute zahle und auf alles verzichte, also im Extremfall einfach nicht hingehe und ihm das Geld „schenke“ sobald es ihm wieder besser geht?
    Leider ist meine Einschätzung da sehr schnell zu dem Ergebnis gelangt: Er macht gar nichts außer vielleicht einer Serien-E-Mail mit ein paar freundlichen Worten.

    3. die vertragsrechtliche Ebene
    Diese Ebene ist die einfachste, weil am eindeutigsten definierte Ebene und ich mache das an meinem aktuellen Vertrag mal fest:
    Gem. des Vertrages kann ich die Anlage jederzeit (24 Std. geöffnet) und beliebig (also das gesamte Angebot) gegen Zahlung meines monatlichen Beitrags nutzen.
    Da zum Gesamtangebot Duschen, Umkleiden, Kursnutzung und halt alles dazu gehört (sogar Getränke) und nun sowohl Bereiche nicht mehr genutzt werden dürfen, zeitliche Einschränkungen vorgenommen werden(1 Stunden Grenze), die Nutzung innerhalb der Öffnungszeiten nicht mehr sichergestellt ist (Mengengrenze), Getränke nicht mehr verfügbar gemacht werden handelt es sich um ein Ausbleiben der Vereinbarten Leistungen in erheblichem Umfang und das rechtfertigt eben nicht die volle Beitragszahlung.

    Fazit:
    Auch hier natürlich subjektiv… Ich habe den Weg gewählt meine Mitgliedschaft ruhen zu lassen, weil ich das nicht nur für die sinnvollste, sondern auch für die Variante halte, mit der ich einem Streit mit dem Betreiber aus dem Weg gehe. Ich hätte gar kein Problem damit gehabt wie auch in den Vormonaten meinen Beitrag einfach weiterlaufen zu lassen, aber das hat sich der Anlagenbertreiber mit dem Aufzeigen der Alternativen „Entweder Monate am Ende bei Kündigung dranhängen oder wenn Dir das nicht passt dann Aussetzen“ halt verscherzt.

    Was ich – soviel abschließend – einfach nicht verstehe:
    Jede Krise hat auch eine Chance. Jeder Betreiber betreibt umfangreiches Marketing und hält sich darin auch für professionell. Warum geht man nicht einfach hin und führt statt solcher Angebote mit Haken nicht einfach eine sinnvolle Marketingaktion durch?
    Beispiel:
    Zahle jetzt weiter und wenn alles wieder normal ist bekommst Du von uns über X Monate eine Beitragsreduktion von X% (alternativ Produkte im Wert von X oder Preisnachlässe aus/auf dem/das Sortiment des Anbieters) sowie Gutscheine für Dritte über eine 2 monatige kostenfreie Mitgliedschaft. Dazu noch irgendein Give-Away und schon hat man doch eine viel besserer Stimmungslage erzeugt als mit solchen Dingen wie „wir hängen am Ende nach Kündigung etwas dran“.

    Am Ende geht es doch unabhängig von der rechtlichen Situation um etwas anderes: Ich will doch als Kunde ein gutes Gefühl haben und ich möchte eine Wertschätzung meiner Bereitschaft zur Unterstützung.

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