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Gesundheit geht vor? – Darum hat Mike Sommerfeld Patrick Tuor den Rücken gekehrt!

Bei manchem Athleten könnte man den Eindruck gewinnen, sie würden ihren Vorbereiter wechseln wie die Unterhose. Während die Gründe dafür verschieden sein können, scheinen jedoch eher diejenigen den größten Erfolg zu haben, die langfristig mit ein und demselben Coach zusammenarbeiten. Athlet und Trainer lernen sich mit den Jahren immer besser kennen und da kein Mensch ist wie jeder andere gilt es, die individuellen Bedürfnisse eines Sportlers zu identifizieren und auf sie einzugehen. Aber manchmal geht es einfach nicht anders und ein neuer Betreuer muss her. So auch im Fall von Mike Sommerfeld. 

Der 24-jährige Bodybuilder aus der Nähe von Heidelberg arbeitete in seiner Karriere schon mit einigen Vorbereitern zusammen. Nachdem er in seiner frühen Wettkampfkarriere auf die Expertise von Spiros Memos vertraute, wechselte Sommerfeld nach den ersten großen Erfolgen auf nationaler Ebene zum einstigen Mr. Olympia Teilnehmer Dennis James. Doch die Zusammenarbeit fand ein frühes Ende und der Schweizer Patrick Tuor sollte ihn zur erhofften Pro Card führen. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte und somit war es erneut Dennis James, der den jungen Athleten unter seine Fittiche nahm.

Der Peak Athlet entwickelte in dieser Zeit jedoch starke Magenprobleme, woraufhin sein Mentor von ihm verlangt haben soll, sich zum Essen zu zwingen. Aus diesem Grund wechselte Sommerfeld erneut zum Schweizer, mit dem er endlich auch die ersehnte Pro Card verdienen sollte. Doch erneute Gesundheitsprobleme warfen den Rookie zurück. Ein genetischer Defekt manifestierte sich und führte zu starken Hautproblemen und sogar ein Leberversagen habe man diagnostiziert. Waren es aber diese Probleme, die zum Bruch zwischen Trainer und Athlet führten?


https://www.gannikus.de/news/mike-sommerfeld-mit-seltener-lebererkrankung-diagnostiziert/


In seinem aktuellen YouTube Video möchte der Neuprofi Klarheit über diese Frage schaffen und beton zunächst, dass er zu Patrick Tuor stets ein sehr enges und freundschaftliches Verhältnis geführt habe. Der Schweizer habe ihm oft bei gesundheitlichen Problemen geholfen und auch privat stets ein offenes Ohr für seinen Schützling gehabt. Doch wie aus dem Nichts wurde der Kontakt zwischen den beiden immer weniger, bis Tuor irgendwann gar nicht mehr auf Sommerfelds Nachrichten geantwortet haben soll.

Verunsichert habe er tagtäglich darüber nachgedacht, warum sein Mentor keine Reaktion mehr auf Sprachnachrichten, Anrufe und Emails zeigte. Die Sorge, er habe selbst etwas falsch gemacht, schlich sich ein und er habe händeringend nach Erklärungen gesucht, beschreibt der 24-Jährige. Doch da sich Mike Sommerfeld geschworen habe, den Weg nicht ohne Patrick zu bestreiten, sah er sich am 31.12.2018 nach drei Monaten der Funkstille mit einer folgenschweren Entscheidung konfrontiert.

„Entweder beende ich meine professionelle Bodybuildingkarriere hier, weil ich nicht das Gefühl habe, mich selbst vorbereiten zu können und auf der Bühne gut genug sein werde, oder ich muss mich von Patrick Tuor trennen.“

Noch am selben Abend entschied sich Sommerfeld dazu, Neil Hill, dem Trainer von niemand Geringerem als dem siebenfachen 212 Mr. Olympia Flex Lewis oder auch Willam Bonac und Big Ramy, zu kontaktieren. Gleichzeitig bedankte er sich bei Patrick Tuor, der ihm daraufhin seit Wochen das erste Mal antworte und ihm viel Erfolg wünschte. Ein wenig verdutzt über die überraschende Reaktion nutze der Jungprofi die Gunst der Stunde und erkundigte sich nach den Gründen seines Stillschweigens.


https://www.gannikus.de/news/mike-sommerfeld-gibt-neuen-coach-und-naechsten-wettkampf-bekannt/


Zusammengefasst beschreibt Sommerfeld, dass sein Betreuer aufgrund der Freundschaft nicht den Mut gehabt hätte, ihn aus seinem Team zu werfen. Dennoch wollte Tuor nicht schuld daran sein, falls er dazu beiträgt, dass es Sommerfeld aufgrund der Kombination aus Profikarriere und seiner Erkrankung in fünf Jahren nicht mehr so gut gehe wie heute. Nichtsdestotrotz hält Sommerfeld weiterhin große Stücke auf Patrick Tour und dankt ihm für alles, was er für ihn getan habe. Er ist beeindruckt von der Größe, die sein Mentor an den Tag legte und die Wettkampfkarriere nicht über seine Gesundheit stellt.

Binnen 24 Stunden meldete sich jedoch auch Neil Hill zurück und willigte einer Zusammenarbeit ein. Stolz berichtet Sommerfeld, dass sein neuer Coach bereits von ihm gehört und sich Flex Lewis höchstpersönlich bei ihm gemeldet habe, um ihn zu gratulieren. Auch wolle er keinen Coach mehr haben, dem es nur ums „Vorwärtskommen“ geht, und er vermutet, dass der Brite deshalb der Richtige ist.

Damit ist das Geheimnis um den Coachwechsel gelüftet. Tatsächlich lag weder ein Streit noch Unzufriedenheit über die Fortschritte der Entscheidung zugrunde. Stattdessen kann Patrick Tuor nicht garantieren, dass Mike Sommerfeld trotz seines genetischen Defekts eine erfolgreiche Profikarriere unter ihm anvisieren kann, ohne dabei die Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Als sein Freund möchte der Schweizer dafür nicht die Verantwortung tragen. Ob dem erfahrenen Neil Hill das Kunststück gelingt, die gesundheitlichen Gegebenheiten des 24-Jährigen mit seinen Zielen unter einen Hut zu bringen, wird die Zukunft zeigen.

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