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Gartenarbeit als Alternative? – Bundesregierung reagiert auf geschlossene Fitnessstudios!

Schon einmal darüber nachgedacht, das Training im Fitnessstudio durch Gartenarbeit zu ersetzen? Du hast keinen Garten? Das ist schade, denn die Bundesregierung hat sich kürzlich dazu geäußert, wieso die Schließung der Fitnessstudios auf den zweiten Blick gar nicht so schlimm sein mag, wie sie zu sein scheint. Auf eine Nachfrage der FDP-Fraktion zum Thema Sport während der Corona-Pandemie hat die Regierung nämlich Stellung bezogen und verlauten lassen, dass nach derzeitiger Datenlage in Folge der aktuellen Beschränkungen kein signifikanter Rückgang der körperlichen Aktivität bestehen soll. 

Dass unsere Gesundheit in Zeiten der Corona-Krise oberste Priorität haben sollte, steht grundsätzlich außer Frage. Dass eine regelmäßige sportliche Betätigung nicht nur als Zeitvertreib gilt, sondern auch das Immunsystem stärkt und dem Körper somit ermöglicht, erfolgreich gegen eine Vielzahl von Krankheiten anzukämpfen, ist ebenfalls nichts Neues und gleicht quasi einem ungeschriebenen Gesetz. Zeiten wie diese stellen die Menschen allerdings vor eine Diskrepanz, bei der man einerseits vermehrt auf seine Gesundheit achten sollte, jedoch mit der Schließung zahlreicher sportlicher Einrichtungen kaum oder nur begrenzt dazu in der Lage ist. Dass innerhalb der Fitnessbranche diesbezüglich Einigkeit vorherrscht, steht kaum zur Debatte, doch wie schätzt die Regierung den Sachverhalt ein?

Beginnen wir zunächst einmal mit einer von vielen gestellten Fragen von Pascal Kober, Abgeordneter der FDP-Fraktion, der wissen wollten, wie die Bundesregierung insgesamt die gesundheitlichen Folgen durch die Schließungen der Sportvereine und Fitnessstudios und die damit verbundene Reduzierung körperlicher Aktivität einschätzt.

Als Antwort gab es folgendes Statement:

“ […] Nach derzeitiger Datenlage besteht in Folge dieser Beschränkungen kein signifikanter Rückgang der körperlichen Aktivität auf Bevölkerungsebene in Deutschland. Gründe hierfür könnten sein, dass zumindest ein Teil der Bevölkerung alternative Möglichkeiten einsetzt, um körperlich aktiv zu sein und z. B. digitale Angebote nutzt, die viele Vereine inzwischen anbieten. Auch Fitnessstudios haben digitale Kurse im Angebot. […]“

Statista: Sportverhalten der Deutschen während der Corona-Pandemie
Laut Statista geben 30 Prozent der Deutschen an, seit Beginn der Corona-Pandemie weniger Sport gemacht zu haben.

Wer sich an dieser Stelle zu fragen vermag, wie viele Betreiber denn die Möglichkeit haben, solch digitale Kurse anzubieten und inwiefern diese zur Erhaltung der Gesundheit beitragen, wird an dieser Stelle leider enttäuscht, denn auch der Bundesregierung sollen eigenen Angaben zufolge keine Erkenntnisse über den Umfang und die Wirksamkeit der digitalen Maßnahmen vorliegen.

Führt man sich diese Antwort vor Augen, so wird schnell der Eindruck bestätigt, dass Fitnessstudios und Sportvereine trotz ihrer wichtigen Funktion (Vorbeugung etlicher physischer und mentaler Beschwerden) aufgrund der genannten Argumente keinen hohen Stellenwert in den zukünftigen Lockerungs-Plänen einnehmen. Allerdings hält die Regierung in ihren Antworten fest, dass sie der Wichtigkeit der sportlichen Einrichtungen unter diesem Aspekt durchaus zustimmen. Die einzige Sache, bei der sich die Geister jedoch zu scheiden scheinen, ist, dass Alltagsaktivitäten wie Gartenarbeit, längere Spaziergänge oder Radfahren laut Bundesregierung dieselbe Wirkung haben sollen. 

Von dieser Antwort zeigen sich Studiobetreiber sichtlich entsetzt. Birgit Schwarze, Präsidentin des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, soll die Reaktion der Regierung gegenüber der WELT als „bodenlose Antwort“ betitelt haben. Sie bezieht sich an dieser Stelle auf die vorläufige Studie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, deren Ergebnissen zufolge die von der Regierung vorgeschlagenen Alternativen nur von knapp einem Viertel ausgeführt werden und im Anschluss zu einer Verschlechterung des körperlichen Befindens führen sollen. Auch die sportpolitische Sprecherin Britta Dassler (FDP) soll die getätigten Äußerungen der Regierung als Respektlosigkeit gegenüber der Leistung tausender Ehrenamtlicher und Sportunternehmen empfinden.

Alles in einem legen die Antworten aus dem Fragenkatalog nahe, dass die Bundesregierung wenig Ahnung davon zu haben scheint, welche gesundheitlichen Konsequenzen aus der dauerhaften Schließung der sportlichen Einrichtungen resultieren. An diesem Punkt bleibt nur zu hoffen, dass der Sport, so wie Pascal Kober es fordert, zunehmend als ein Faktor im Kampf gegen die Pandemie angesehen und in die Corona-Strategie integriert wird. 

Die beiden Bodybuilder Erdem Dül und Chris Kallmeyer haben sich humoristisch mit dem Thema Fitnessstudios und Gartenarbeit auseinandergesetzt:

https://www.youtube.com/watch?v=Yq-dZwTP8Uk

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8 KOMMENTARE

  1. „Gym“ ist halt für die große Mehrheit kein Sport. Da können wir alle noch soviel hoffen, wie wir alle wollen.

    „Gym“, das ist der kurzatmige Rühl, Madsen mit seinen Stacks und so Tiefflieger wie der Kallbach. Oder halt halbverhungerte „Athletinnen“.

  2. @ Harald, so traurig wie es auch ist ich teile Deine Meinung. Fitness wird assoziiert mit dem Extremen. Im schlimmsten Fall sogar mit Mißbrauch verbotener Substanzen etc.
    Es geht mit meinem Kommentar evtl. zu weit. Aber ich sage was ich denke, auch wenn es nicht ganz „OK“ erscheint.
    Besitze ich Betäubungsmittel gelten ziemlich hohe Mengen als Eigenverbrauch. Also nicht strafbar. Vom Alkohol ganz zu schweigen. Bei Testo und co. geht der Besitz von erheblichen Mengen schon bei 200-300 mg los.
    Resume: Der Staat hat kein Problem mit Alkoholismus, kein Problem mit Kokain- und Crack-Konsum. Wenn es um AAS geht sind sie aber knallhart. Der androgene Mann ist nicht mehr erwünscht. Das passt der Mama-Politik nicht. Wir brauchen Pferde-Flüsterer und Problem-Akzeptierer.
    Stellt Euch vor wir hätten (ich schließe mich ein) genug Arsch in der Hose um die Präventionsmaßnahmen in Frage zu stellen. Und sobald die Stimmung komplett kippt wird es ein paar 100 Euro Corona-Hilfen geben.
    In diesem Sinne bleibt Euch treu, lasst die Finger von AAS
    und trinkt soviel Alkohol und raucht wie Ihr könnt. Das bringt die Euros in die Staatskasse. Wer noch nicht raucht soll bitte damit anfangen. Tabak-Steuer ist nicht zu unterschätzen. Es hat in 2020 ca. 15 Milliarden dem Staat eingebracht. Beim Alkohol waren es 2,2 Milliarden.
    Weitere Effekte: Wenn wir viel trinken, rauchen und Drogen nehmen sterben wir früher. Mega Entlastung für die Renten-, Krankenversicherung und Pflege-Kassen.

  3. Gyms tragen wesentlich zur Volksgesundheit bei!In Deutschland sind 67% der Männer und 53% der Frauen übergewichtig. Da ist nicht dran zu rütteln. Tendenz deutlich steigend!Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist adipös, also zu fett.
    Die Ursachen sind vielfältig: wertleere Nahrungsmittel(keine Lebensmittel mehr),verändertes Essverhalten(der Dreck ist permanent verfügbar, mangelhafte Aufklärung, kaum noch Schulsport, zweifelhaftes Vorbildverhalten der Eltern,mangelhaftes Wissen über Nahrungsmittel und deren Zubereitung… die Liste ließe sich unendlich weiterführen.
    Sportstudios liefern hier einen sehr wichtigen Anteil zu einem, wenn auch kleinen, Ausgleich. Jeder, der in einem Sportstudio trainiert, hat einen gewissen Bezug zu seinem Körper. Das kann man von den Redbull trinkenden und BigMac essenden Zeitgenossen nicht unbedingt behaupten.
    Und wieder holen sich die Studiobesitzer eine freche und schallende Ohrfeige von der sogenannten Bundesregierung ab. Es wird höchste Zeit,will die Branche überleben,geschlossen den Arsch hochzukriegen und endlich kräftig tätig zu werden und sich nicht dauernd vorführen zu lassen von einem Politikerkreis, die das Wort „Sport“ bei sich offensichtlich überhaupt nicht kennen, wenn ich mir diese Zeitgenossen mal aus sportlicher Perspektive betrachte. Dort geben sich Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und mangelhafte Flexibilität der Körperbewegung (auch des Geistes)täglich die Hand.Ich stelle mir gerade den ein oder anderen Politiker bei der Gartenarbeit vor – bitte schon mal die Nummer des Notdienstes bereithalten!
    Die Studiobetreiber werden nach der Pandemie große Augen machen, wenn sie mit Schrecken feststellen, das sie für viele entbehrlich geworden sind, wenn ich mir die verschiedensten Homepages der Sportgerätehersteller ansehe. Die machen gerade in Sachen Homegym das Geschäft ihres Lebens. Die meisten Artikel sind auf Dauer ausverkauft oder das Lieferdatum liegt in Richtung „Jüngster Tag“. Das kommt davon, wenn man alles glaubt und nicht für sich und seine Beitragszahler kämpft. Viele werden daheim bleiben und dort den Vorzug eines Heimstudios nutzen, denn der nächste (Mega-) Lockdown wird ja im Rahmen der 3. Welle(wieviel da noch wohl kommen???, vorbereitet.
    Nachdenken und handeln!!!

  4. Harald hat völlig recht!
    und ich setze noch einen drauf: Im Jahre 2017 haben Ärzte in Deutschland an die Altersgruppe von 15 – 17(Jährige) 100000 Tagesdosen an Tilidin, eines hochwirksamen Morphinpräparates verschrieben. 2019 waren es dann in der selben Altersgruppe 3.000.000 Tagesdosen!!! Auf Anfrage an die Bundesärztekammer, der Apothekerkammer und des Bundesgesundheitsministerium kam die lapidare Antwort hier keinen Handlungsbedarf zu sehen, es sei alles in Ordnung.
    Tilidin ist als „Rapperdroge“ bekannt geworden, wird von diesen hochgelobt und in ihren zweifelhaften Texten verewigt. Tilidin ist nicht nur ein sehr starkes Schmerzmittel, sondern es macht auch angstfrei, spaltet mich von der Umwelt ab und sorgt so für negative Persönlichkeitsveränderungen. Einsatz vermehrt auch im Sport, da es eben auch schmerzunempfindlich und leider auch recht schnell süchtig macht.
    Wenn dem Staat das gefällt, dann muss ihm seine Bevölkerung doch so ziemlich egal sein – oder steckt da etwa Absicht hinter???

  5. Die wissen ganz genau das sich bei Wiedereröffnung in den Studioketten ein Teil der Mitglieder weder an die Masken noch an die Abstandsregeln hält. So bitter das für die kleinen Studios ist…

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