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Wie genau sind Fitness Tracker?

Fitness Tracker haben sich im Laufe der Zeit zu einer beliebten Methode entwickelt, um die täglichen Schritte zu zählen und die Herzfrequenz, den Kalorienverbrauch und die Schlafqualität zu messen. Trotz der zunehmenden Popularität ist es jedoch vor allem wichtig zu wissen, ob man sein Geld hier sinnvoll anlegt oder ob diese Geräte eher nur als technische Spielerei bewertet werden sollten. In einer aktuellen Studie, deren Ergebnisse im Journal of Strength and Conditioning Research veröffentlicht wurden, untersuchten Forscher nun die Genauigkeit von acht solcher Wearables!

Um die Präzision der Geräte bei der Berechnung des Kalorienverbrauchs zu ermitteln, verglichen die Forscher jedes einzelne davon mit einer in der Szene bekannten Größe: dem SenseWear. Dieses Armband wurde als forschungstauglich anerkannt, misst Beschleunigung in drei Richtungen und greift zur Kalkulation unter anderem sowohl auf die Hauttemperatur als auch auf die elektrodermale Aktivität (galvanische Hautreaktion) zurück. Das SenseWear Armband wurde in vielen Studien mit anderen wissenschaftlichen Standards wie beispielsweise der indirekten Kalorimetrie verglichen, wodurch seine Aussagekraft bestätigt werden konnte. Außerdem wurde es für die Forschung in praktisch jeder Lebenssituation als geeignet eingestuft, was das Ziel der hier thematisierte Studie war. Die Probanden trugen das SenseWear zusätzlich zu den zu testenden Geräten.

Obwohl das SenseWear über Funktionen zur Messung von Schlaf- und Liegedauer verfügt, führten die Testpersonen ein Protokoll, in dem sie ihre Schlafdauer selbst beurteilten.

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Der Wearable Markt wird mit zunehmender Zeit immer größer, doch wie genau sind die Geräte eigentlich?

An der Studie nahmen insgesamt 95 Probanden teil, die jeweils zwei oder drei verschiedene Fitness Tracker parallel testeten. Jedes Wearable wurde für einige Tage getragen, um repräsentative Daten für einen Tag und eine Nacht zu sammeln.

Im Durchschnitt wurde der Kalorienverbrauch von nahezu allen Geräten zu niedrig angegeben, einzig und allein das Polar Loop lag in seinen Berechnungen um ungefähr 50 Kalorien höher als das SenseWear. Jeder andere Kalorien Tracker errechnete durchschnittlich 400 bis 500 Kalorien zu wenig. Das Polar Loop wies zudem die geringste Standardabweichung auf, was bedeutet, dass es die Werte mit ziemlich geringen Toleranzen ermittelt. Daraus könnte sich eine durchweg exaktere Messung des Energieverbrauchs ergeben. Man muss allerdings ebenfalls anmerken, dass die exakteren Ergebnisse auch nur Zufall sein könnten.

Hinsichtlich der Schlafdauer ließ sich ein größeres Maß an Abweichung beobachten. Es scheint zumindest so, als seien Fitness Tracker nicht die beste Wahl, wenn man seinen Schlaf auf täglicher Basis beurteilen möchte. Über einen längeren Zeitraum könnten sich die Ergebnisse allerdings an die selbstständig geführten Protokolle zur Schlafqualität angleichen.

In der Kategorie Kalorienverbrauch schnitt das Polar Loop mit einer ungefähren Abweichung von 13% am besten ab. Darauf folgten das Misfit Shine (15,2%) und das Fitbit Flex (15,5%). In Bezug auf den Schlaf sicherte sich das Garmin Vivofit mit einer „Abweichung“ von 4% den ersten Platz. Dahinter reihten sich erneut das Fitbit Flex (8,8%) und das Jawbone UP24 (10,2%) ein. Es muss jedoch definitiv erwähnt werden, dass die drei zuletztgenannten Geräte für ihr gutes Abschneiden vom Benutzer in den nicht automatischen Schlafmodus versetzt werden mussten. Eine automatische Schlaferkennung sorgt wohl für eine geringere Genauigkeit, was jedoch mit besserem Komfort ausgeglichen werden könnte.

Wer nun direkt in den Laden sprinten möchte, um sich zur Schlafaufzeichnung ein Wearable der Marke Garmin zu kaufen, sollte eines beachten: Der Schlaf wurde relativ zum von den Probanden selbst geführten Schlafprotokoll gemessen, was dazu führte, dass die Geräte ohne automatische Schlaferkennung hier die bessere Alternative darstellten. Diese Erkenntnis sollte allerdings nicht überraschen, da der Tracker damit unter dem Strich nur als zusätzliches und elektronisches Schlafprotokoll diente.

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Am interessantesten am Schlafprotokoll war, dass es eher mit der vom SenseWear gemessenen Liegezeit und nicht etwa mit der eigentlichen Schlafdauer übereinstimmte, was darauf hindeutet, dass die Probanden weniger „richtig“ schliefen als selbst angenommen. Geht man für einen Moment davon aus, dass Menschen wohl mit größerer Wahrscheinlichkeit ihre Liege- und nicht etwas die „hochqualitative“ Schlafzeit protokollieren, hätte man eine gute Erklärung für die zu niedrig scheinenden Werte des SenseWear Armbands. Wenn man dann noch spekuliert, dass diese vordergründig zu geringe Schlafzeit akkurater ist als das Selbstprotokoll, könnte das durchschnittliche Wearable den Schlaf als zu gut bewerten. Ist all das wirklich war, wovon man immerhin ausgehen muss, gewinnt am Ende wieder das Polar Loop, gefolgt vom Jawbone UP24 und dem Fitbit Charge HR. Dieser ganze Abschnitt ist jedoch rein spekulativ und leitet sich nur von der offensichtlichen Datenlage der Forscher ab.

Im Vergleich mit dem SenseWear ist das Polar Loop also im Bezug auf allgemeine Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit der eindeutige Gewinner. Auch die Modelle der Marke Fitbit schnitten sehr gut ab. Wer allerdings interessiert an einem eher „interaktiven“ Gerät zur Schlafaufzeichnung ist, fährt mit einem Garmin Vivofit besser!

Getestet wurden folgende Geräte: Nike+ Fuel Band SE, Garmin Vivofit, Misfit Shine, Fitbit Flex, Jawbone UP24, Polar Loop und Fitbit Charge HR2. Einige dieser Wearables sind mittlerweile in einer neuen und weiterentwickelten Version erhältlich!


Quelle: breakingmuscle.com/fitness/science-weighs-in-are-wearables-worth-it
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27465631

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2 KOMMENTARE

  1. Das Bodymedia SenseWear ist und bleibst einfach immer noch das Maß aller Dinge, wenn es um die Genauigkeit von Fitness Trackern geht.

    Solltet Ihr Interesse an diesem Armband haben, so schaut doch gerne mal bei uns rein: http://www.dein-bodyfit.com. Zu unseren (mittlerweile über hundert) Kunden gehören Pro-Bodybuildner, Fußballer, Tennisspieler und sonstige Sportler auf Profi-Niveau!

    Unsere Analysen sind in ihrer Profesionalität und Genauigkeit einmalig!

    Viele Grüße
    Rafael von dein-bodyfit.com

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