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Weshalb auch Wasser anabol sein kann!

Wenn es um Muskelaufbau geht, denken die meisten Sportler wohl unweigerlich an eine ausreichende Proteinzufuhr. Möchte man übermäßig viel Muskulatur aufbauen, ist es selbstverständlich wichtig, seinem Körper genügend Eiweiß zur Verfügung zu stellen, doch auch andere Faktoren wie beispielsweise die Zufuhr von Flüssigkeit dürfen nicht außer Acht gelassen werden!

In einer Studie aus dem Jahr 2003 führten Forscher der Universitätsklinik Basel ein Experiment durch, deren Ergebnisse sie im European Journal of Clinical Nutrition publizierten. Hierfür dehydrierten sie ihre Probanden mit Hilfe einer Salzlösung. Das Natrium zog dabei also sozusagen die Flüssigkeit aus den Zellen.

Daraufhin imitierten die Wissenschaftler durch die Administration von Wasser den Effekt eines hohen Flüssigkeitsstands im Körper der Teilnehmer. Außerdem verwendeten die Schweizer ein gewisses Hormon, um die Menge an Wasser zu reduzieren, die für gewöhnlich mit dem Urin ausgeschieden wird.

In der nachfolgenden Grafik sieht man die Auswirkungen der Flüssigkeit auf die Freisetzung von Fetten aus den Fettzellen, was die Verbrennung dieser begünstigt. Die Konzentration an Glycerol im Körper steigt an, wenn die Fettzellen mehr Fettsäuren freigeben.

Die dunkelgrauen Balken (hypoosmality study) zeigen, was in der Körpern der Probanden passierte, die mit ausreichend Wasser versorgt waren.

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Die nächste Abbildung veranschaulicht den Effekt einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr auf die Proteinverbrennung. Den Zerfall von Protein ermittelten die Forscher über die Oxidation der Aminosäure Leucin.

HYPO = hydrierte Zellen
HYPER = dehydrierte Zellen

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In ihrer Schlussfolgerung schreiben die Wissenschaftler aus Basel, dass mit Wasser gesättigte Fettzellen einfacher Fette freigeben und Muskelzellen, die voll mit Flüssigkeit sind, den Verbrennungsprozess von Proteinen limitieren! 

Gute fünf Jahre später veröffentlichten Wissenschaftler der California State University ebenfalls die Resultate einer Studie, in der sie sieben Bodybuilder drei Mal dieselbe Trainingseinheit absolvieren ließen. Die Athleten sollten dabei Kniebeugen mit 80 Prozent ihres Maximalgewichts ausführen.

Zu einer Gelegenheit hatten die Probanden genügend Flüssigkeit im Körper [EU], während sie zu den anderen beiden Anlässen entweder 2,5 Prozent [HY25] oder fünf Prozent [HY50] ihres Körpergewichts durch Dehydration verloren hatten.

Nach allen Workouts ermittelten die Forscher die Menge von anabolen und katabolen Hormonen im Blut der Teilnehmer. Sie konnten beobachten, dass die Dehydratation zu einer extrem hohen Cortisol Ausschüttung führte. 

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Die Konzentrationen an Testosteron und Wachstumshormonen reduzierten sich ebenfalls, allerdings nicht mit statistischer Signifikanz.

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Ihre Funde bringen die amerikanischen Forscher zu dem Fazit, dass der Flüssigkeitsstatus des Körpers wohl mitberücksichtigt werden sollte, wenn es um die Veränderungen der hormonellen und metabolischen Reaktionen im Anschluss an ein Krafttraining geht!


Es ist natürlich nicht nur Sportlern zu empfehlen, für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen, doch die beiden hier thematisierten Studien zeigen vor allem, dass nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch die Leistungsfähigkeit beziehungsweise der gewünschte Fortschritt, den man sich vom Krafttraining erhofft, stark unter einer Dehydratation leiden kann.

Man sollte deshalb sicherstellen, dass man über den gesamten Tag verteilt genügend Wasser konsumiert, um die bestmöglichen Ergebnisse hinsichtlich Muskelaufbau zu erzielen. Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann sowohl den Proteinabbau begünstigen als auch die Fettverbrennung limitieren und für einen unerwünscht hohen Cortisolausstoß nach dem Training sorgen!


Quellen: 
ergo-log.com/anabolism.html
ergo-log.com/euhydration.html
Referenzen:
ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14681716
ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18617629

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