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Gegenüberstellung: Was die verschiedenen Fettgewebsarten voneinander unterscheidet!

Wenn wir von Diäten reden, dann thematisieren wir in der Regel ganz allgemein „den Fettabbau“. Das eine Fettgewebe gibt es jedoch nicht. Wir besitzen verschiedene Arten von Fettgeweben. Zwar bleibt am Ende immer das gespeicherte Körperfett übrig, doch die physiologischen Grundeigenschaften sind gänzlich unterschiedlich. Daher gibt es Bereiche an unserem Körper, an denen wir schneller und besser an Körperfett verlieren, und natürlich auch Areale, die etwas hartnäckiger sind. Es gibt Fettgewebe, das sehen wir, weil es schwabbelt, und es gibt Fettgewebe, das nicht offensichtlich ist. Aus diesem Grund wird es Zeit, sich genauer anzuschauen, welche unterschiedlichen Arten von Fettgewebstypen es gibt und was wir in diesem Zusammenhang beachten müssen.

Braunes Fettgewebe

Beginnen wir mit dem braunen Fettgewebe. Das braune Fettgewebe könnte von all den Fettgeweben noch unser bester Freund sein, da es eine hohe Dichte an Mitochondrien besitzt. Gleichzeitig bedeutet dies auch, dass in den Fettzellen selbst auch Fett verbrannt wird und das nicht etwa, um dem Körper etwa für Muskelkontraktionen mehr Energie zur Verfügung zu stellen, sondern um die Energie, die hier verbrannt wird, sofort in Wärmeenergie umzuwandeln. Das braune Fettgewebe hat daher eine starke thermogene Wirkung.

Zu finden ist dieses Fettgewebe jedoch hauptsächlich bei Kleinkindern und Säuglingen. Dort wird es genau dazu eingesetzt, nämlich um den Körper warm halten. Babys können noch nicht zittern, um Wärme zu produzieren. Das braune Fettgewebe hilft dabei weiter. Je älter wir werden, desto geringer wird der Anteil des braunen Fettgewebes. Mit einem kleinen Trick, den sich vor allem Biohacker zunutze machen, ist es jedoch durchaus möglich, weißes Fettgewebe, zumindest in geringen Mengen, in braunes Fettgewebe umzuwandeln. Die Lösung lautet Kälte. Biohacker schwören deshalb auf die morgendliche kalte Dusche. Wie stark der Effekt aber wirklich ist, kann sich nur vermuten lassen.

Viszerales Fettgewebe

Das viszerale Fettgewebe ist das problematischste aller Fettgewebe, denn es sitzt unterhalb der Bauchdecke, direkt um die Organe herum. Das ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Beispielsweise kann eine Verfettung der Leber zu massiven Funktionseinbußen führen, was letztlich unseren gesamten Stoffwechsel entgleisen lässt.

Man kennt das viszerale Fettgewebe jedoch auch von den typischen Bierbäuchen. Der jeweilige Besitzer trägt eine große Kugel vor sich her, allerdings ohne erkennbares Fett um den Bauch herum zu haben

Gesundheitlich betrachtet ist das viszerale Fettgewebe besonders kritisch, da es extrem stoffwechselaktiv ist. Das bedeutet, es reagiert schnell und stark auf Stresshormone, indem es die Fettreserven freisetzt. Was anfänglich gut klingt, ist ein echtes Problem, denn eine Ausschüttung von Stresshormonen bedeutete früher, dass eine Aktion folgt, die Energie benötigt. Etwa eine Flucht- oder Kampfsituation. Heute haben viele Menschen chronisch erhöhte Stresshormonspiegel. Etwa aufgrund von Stress im Beruf. Dadurch wird die Fettfreisetzung permanent angetrieben. Die Blutfettspiegel steigen an, ohne verbrannt zu werden. Dementsprechend kommt es zu einer negativen Verschiebung der Blutfettwerte und zu einem Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein dicker Bierbauch, wenig Bewegung und viel Stress – eine tödliche Kombination. Gerade wer viel Stress im Beruf hat, sollte unbedingt Ausgleichssport betreiben, um die Fettsäuren im Blut zu verbrennen.


Das viszerale Fett, das um die Organe herum sitzt, ist in Bezug auf die Gesundheit am bedenklichsten einzustufen.

Subkutanes Körperfettgewebe

Jetzt kommen wir zu dem Körperfettgewebe, welches wir ganz allgemeingültig als Fett verstehen. Die Fettreserven, die direkt unter der Haut sitzen und uns die Form versauen. Geht es um die Stoffwechselaktivität, ist dieses Fettgewebe deutlich träger als das viszerale. Viszerales Fettgewebe kann demnach in gewisser Weise als schnell verfügbarer Energiespeicher für akute Stresssituationen beschrieben werden, wohingegen subkutanes Fett eher einen „Langzeitspeicher“ darstellt.

Bei Frauen findet man die größten Körperfettdepots häufig rund um die Hüfte, den Po und die Oberschenkel, während sich das Unterhautfettgewebe bei Männern mehr um den Bauch und im Bereich des unteren Rücken ansammelt. Das sind dann auch gleichzeitig die hartnäckigen Körperfettspeicher.

Hartnäckiges Fettgewebe

Das hartnäckige Fettgewebe ist aufgrund seiner Physiologie so hartnäckig. Es ist schlecht durchblutet und besitzt einen hohen Anteil an alpha-2-Rezeptoren. Diese Rezeptoren resultieren darin, dass das Adrenalin, welches eigentlich für eine Fettfreisetzung sorgen sollte, um Energie bereitzustellen, plötzlich den genau gegenteiligen Effekt hat. Es führt dazu, dass die Fette nicht aus den Depots herausgelöst werden können, sondern gespeichert bleiben.

Das hartnäckige Fettgewebe ist also besonders schwer wegzubekommen. Man könnte es sogar so beschreiben: Es ist das Fettgewebe, welches während einer Diät als letztes verschwindet und nach einer Diät am schnellsten wiederkommt. Demzufolge ist es wichtig, langfristige Strategien auszuarbeiten, um nach einer Diät schlank zu bleiben. Sonst liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass sich die Fettverteilung im Laufe der Zeit immer weiter und weiter zu einer optisch ungünstigen Anhäufung verschiebt.

Eine gute Nachricht gibt es jedoch auch: Wir haben definitiv Möglichkeiten, dieses hartnäckige Fett anzugreifen. Insbesondere Intermittent Fasting und eine Low Carb Ernährung können hier helfen. Das Fasten verbessert die Durchblutung zum hartnäckigen Fettgewebe und eine Low Carb Ernährung kann die Aktivität der alpha-2-Rezeptoren hemmen. Es kommt daraufhin zu einer verbesserten Fettfreisetzung aus dem Fettgewebe und durch die Durchblutung auch zu einem besseren Abtransport dieser Fettsäuren zum Ort der Verbrennung – den Muskeln.

Fazit

Fettgewebe ist nicht gleich Fettgewebe. Unterschiedliche Arten von Fettgeweben haben verschiedene Funktionen und Eigenschaften. Braunes Fettgewebe zum Beispiel findet sich speziell bei Kleinkindern, viszerales Fettgewebe ist gesundheitlich äußerst bedenklich und als subkutanes Fettgewebe wiederum bezeichnen wir das Unterhautfettgewebe, welches uns von einem Sixpack trenn. Hartnäckiges Fettgewebe ist letztlich oft einfach nur zum Verzweifeln.

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