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Tod nach Konsum von Steroiden aus dem Untergrundlabor

Setzt man als chemisch nachhelfender Bodybuilder auf Steroide aus dem Untergrundlabor, ist das Risiko erhöht, dass die gekauften Substanzen unterdosiert sind oder sogar überhaupt keine aktiven Wirkstoffe enthalten. Es besteht jedoch ebenfalls die Möglichkeit, dass man etwas völlig anderes als erwartet konsumiert. Wer allerdings noch mehr Pech hat, ersteht eine Präparat, das mit einer tödlichen Menge Arsen verunreinigt ist. Zumindest ist dies einem australischen Bodybuilder passiert, über den Endokrinologen des Royal Prince Alfred Hospitals in Camperdown eine Fallstudie im Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism veröffentlichten!

Der betroffene Bodybuilder war 35 Jahre alt und arbeitete als Personal Trainer. Für ein Jahrzent verwendete er alle Arten legaler Supplements und illegaler Substanzen. Während der letzten drei Jahre war seine körpereigene Testosteronproduktion logischwerweise nahezu nicht mehr präsent, was ihn jedoch nicht allzu sehr zu kümmern schient.

Zehn Tage nachdem der Athlet ernsthafte Symptome entwickelte, suchte er schließlich einen Arzt auf. Seine Haut hatte sich gelblich verfärbt und juckte. Außerdem musst er sich aufgrund von Übelkeit übergeben, seine Muskulatur schmerzte und sowohl Magenkrämpfe als auch Durchfall standen auf der Tagesordnung.

Die behandelnden Ärzte untersuchten den Mann und gingen davon aus, dass es sich hier um eine klassischen Fall von Leberversagen handele. Da der Bodybuilder anabole Steroide konsumierte, vermuteten die Mediziner, dass orale Substanzen seine Leber schädigten und weitere Tests am Patienten schienen diese Theorie zu bestätigen.

In Untergrundlaboren herrschen teilweise widrige Umstände.
In Untergrundlaboren herrschen teilweise widrige Umstände.

Im Blut des 35-Jährigen fanden die Ärzte abormale Konzentrationen an Leberenzymen und das beschädigte Organ war zudem stark vergrößert.

Die Doktoren sahen jedoch genauer hin und konnten feststellen, dass dies noch nicht die ganze Geschichte war. Fünf Monate zuvor war der Mann bereits bei einem anderen Arzt vorstellig geworden und zu diesem Zeitpunkt gab es absolut kein Problem mit seiner Leber.

Zur Untersuchung im Krankenhaus brachte der Bodybuilder auch alle Präparate mit, die er in der letzten Zeit konsumiert hatte. Keines davon war berüchtigt dafür, sich negativ auf die Leber auszuwirken.

Folgende Substanzen verwendete der Athlet:

  • Testosteron Enanthat
  • Testosteron Propionat
  • Nandrolon Decanoat
  • IGF-1
  • Wachstumshormone (HGH)
  • Tamoxifen
  • HCG
  • T4 (Thyroxin)
  • Clenbuterol
Steroide aus dem Untergrundlabor lassen sich qualitativ nicht mit Präparaten von einem Pharmaunternehmen vergleichen.
Steroide aus dem Untergrundlabor lassen sich qualitativ nicht mit Präparaten von einem Pharmaunternehmen vergleichen.

Unter den mitgebrachten Dingen waren auch legale Supplements wie beispielsweise Glutamin, Leucin, Proteinpulver, Vitamin C und Zink.

Mit der Zeit verschlechterte sich die Gesundheit des Bodybuilders, weshalb die Ärzte ihn an ein Beatmungsgerät anschlossen und sein Blut via Dialyse reinigten. Die Konzentrationen an weißen Blutkörperchen und Blutplättchen verringerten sich und die Produktion von Blutzellen im Knochenmark des Patienten sank ab.

Einige Tage später entwickelte der Mann plötzlich Anomalien im Gehirn und sein Nervensystem begann zu versagen. Dabei handelt es sich um die typischen Symptome einer schweren Metallvergiftung. Eine Blutanalyse zeigte letzten Endes, was passiert war: Die Menge an Arsen im Blut des 35-Jährigen war 33 Mal höher als medizinisch erlaubt.

Die Ärzte versuchten zwar, das Arsen im Körper des Athleten zu eliminieren, doch das Metall hatte bereits zu großen Schaden angerichtet. Der Mann starb zwei Wochen nachdem er im Krankenhaus aufgenommen wurde.

Arsen gehört zu den Spurenelementen, doch gewisse Verbindungen dieses Halbmetalls können Vergiftungen verursachen.
Arsen gehört zu den Spurenelementen, doch gewisse Verbindungen dieses Halbmetalls können Vergiftungen verursachen.

Man durchsuchte daraufhin die Wohnung des Bodybuilders, konnte jedoch keine Quelle für eine Arsenvergiftung finden. Die Analysen im Labor des Krankenhauses waren erfolgreicher: Der Mann hatte zwei Flaschen mit injizierbarer Flüssigkeit in seinem Besitz, wovon eine laut Testergebnissen Arsen enthielt. Um welche Art Präparat es sich handelte, fanden die Ärzte nicht heraus, denn auf der Ampulle war kein Etikett.

Weitere Analysen zur Bestimmung der aktiven Wirkstoffe dieses Medikaments führten zu nichts, da man außer Arsen nichts finden konnte. Der Bodybuilder hatte womöglich auf dem Schwarzmarkt Steroide aus einem Untergrundlabor gekauft, die tragischerweise wohl nicht das enthielten, wovon der Personal Trainer ausgegangen war!

Anabole Steroide sind entweder verschreibungspflichtig oder überhaupt nicht mehr aus einer Apotheke zu beziehen. Derartige Substanzen ohne Rezept zu erwerben oder zu besitzen ist strafbar. Zudem kann die Verwendung sowohl kurzfristige als auch dauerhafte körperliche Schäden mit sich bringen!


Quelle: ergo-log.com/underground-injectable-containing-arsenic-kills-bodybuilder.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24217902

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