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Steroide Schuld an Todesfällen unter Wrestlern?

Ein Wrestler im Alter zwischen 35 und 54 hat eine drei Mal höhere Sterbewahrscheinlichkeit als seine gleichaltrigen Mitmenschen, das berichten amerikanische Sportwissenschaftler in PLoS One. Wrestler erleiden demnach 15 Mal häufiger eine fatale Herzattacke oder einen Schlaganfall. Viele hatten es vermutet und nun gibt es wohl wissenschaftliche Beweise: Im professionellen Wrestling scheint etwas gewaltig falsch zu laufen!

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Studie

In den Medien gibt es regelmäßige Berichte von Bodybuildern, Powerliftern, Strongmen und Wrestlern, die in jungen Jahren sterben. Regelmäßige Medienberichte sind jedoch nicht unbedingt ein Beweis für massenhafte Todesfälle in der Wrestling Welt, da hier oft einseitig und übertrieben agiert wird. Deshalb entschieden sich Sportwissenschaftler der Eastern Michigan University, die Todesfälle von Wrestlern wissenschaftlich zu untersuchen.

Die Forscher sammelten Daten von 557 männlichen Wrestlern, die zwischen 1985 und 2011 aktiv waren. Dabei griffen sie auf öffentliche Quellen wie den Wrestling Observer Newsletter und die offiziell veröffentliche WWE Enzyklopädie zurück. Sie verglichen daraufhin die Anzahl an Todesfällen unter den Wrestlern mit der einer vergleichbaren Gruppe an männlichen Nicht-Wrestlern.

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Ergebnisse

Die Forscher fanden heraus, dass ein Wrestler, der den Sport für zehn Jahre ausführt, eine fünfprozentige Sterbewahrscheinlichkeit hat. Das ist ein vielversprechender Ausblick, wenn man es mit Krebspatienten vergleicht, die sich einer Bestrahlung und einer Chemotherapie unterzogen haben. Verglichen mit gesunden Männern und Frauen in ihrer Blütezeit jedoch ist es alarmierend.

Die Wahrscheinlichkeit, eine fatale Krebsform zu entwickeln, war unter den Wrestlern 6,4 Mal höher als bei der gesunden Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit für eine kardiovaskuläre Erkrankung oder einen medikamentenbezogenen Tod war 15,4 beziehungsweise satte 122,7 Mal höher!

Also die Wissenschaftler die Zahlen genauer analysierten, fanden sie heraus, dass das Alter hierbei keine Rolle spielte. Die aktiven Jahre ihrer Karriere war der hauptausschlaggebende Faktor für erhöhte Wahrscheinlichkeit eines frühen Todes. Je länger die Karriere, desto wahrscheinlicher ist ein Tod, wenn man es vereinfacht ausdrücken möchte.

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Nach weiterer Analyse konnte festgestellt werden, dass ein vorzeitiger Tod auch mit dem Gewicht der Wrestler zusammenhing. Es ist möglich, dass Wrestler im Schwergewicht höhere Dosierungen anaboler Steroide verwenden.

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Fazit

Die Forscher fassen zusammen, dass professionelle Wrestler eine intensive Präventionsstragie benötigen, um die Risikofaktoren in Bezug auf kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs und Medikamentenmissbrauch zu minimieren, da eine sehr hohe, vorzeitige Sterberate vorliege. Die Ergebnisse der Studie seien demnach sowohl für professionelle Wrestler als auch für die Wrestling Organisationen interessant, um zukünftig eine bessere Gesundheitsversorgung implementieren zu können.

Anabole Steroide sind entweder verschreibungspflichtig oder überhaupt nicht mehr aus einer Apotheke zu beziehen. Derartige Substanzen ohne Rezept zu erwerben oder zu besitzen ist strafbar. Zudem kann die Verwendung sowohl kurzfristige als auch dauerhafte körperliche Schäden mit sich bringen!


Quelle: ergo-log.com/proof-show-wrestling-kills.html
Referenzstudie: journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0109945

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