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Lycopin: Der Effekt von Tomaten auf die Nebenwirkungen von Deca?

Vorab: Wir sind keine Befürworter des Steroidkonsums. Der durchschnittliche Studiogänger sollte in der Lage sein, mit Hilfe von intelligentem Training auch ohne Steroide gute Resultate zu erbringen. Die gesundheitlichen und auch rechtlichen Risiken werden dem Nutzen in den meisten Fällen nicht gerecht. Zumindest solange du kein Schauspieler oder Profisportler bist, bei denen große Geldbeträge auf dem Spiel stehen.

Nandrolon Decanoat, besser bekannt unter der Bezeichnung Deca Durabolin oder lediglich „Deca“, ist eines der beliebtesten Steroide, wenn es um den Aufbau von Muskelmasse geht. Schon seit Generationen wird es von Wettkampfbodybuildern aber auch Medizinern aufgrund seines günstigen Verhältnisses aus anaboler und androgener Wirkung geschätzt. Aber wie fast jedes andere Medikament kommt auch Deca nicht ohne Nebenwirkungen aus. Ägyptische Forscher fanden jetzt heraus, dass Tomaten womöglich vor den schädlichen Auswirkungen auf die Nieren schützen könnten.

Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer aktuellen Studie, ob der Stoff Lycopin, welcher besonders hoch in Tomaten konzentriert ist, dazu führt, dass die Nieren weniger stark durch die Einnahme von Nandrolon Decanoat in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei Lycopin handelt es sich um ein Carotinoid und dient in verschiedenen Pflanzen unter anderem als rotes Farbpigment. Beim Menschen werden dem Pflanzenstoff schützende Eigenschaften auf das Herz-Kreislauf-System und verschiedenen Krebsarten, besonders Prostatakrebs, nachgesagt. Neben Tomaten liefern auch Hagebutte, Wassermelone und verschiedene Beeren einen signifikanten Gehalt von Lycopin.

Um die Auswirkungen der Einnahme des roten Pigmentstoffes auf die schädlichen Auswirkungen von Nandrolon Decanoat auf die Nieren zu untersuchten, nahmen die Forscher 40 junge männliche Ratten und teilten sie in vier Gruppen auf:

  • Gruppe 1: Kontrollgruppe – weder Lycopin, noch Nandrolon
  • Gruppe 2: vier Milligramm Lycopin pro Kilogramm Körpergewicht täglich, kein Nandrolon
  • Gruppe 3: zehn Milligramm Nandrolon pro Kilogramm Körpergewicht pro Woche, kein Lycopin
  • Gruppe 4: zehn Milligramm Nandrolon pro Kilogramm Körpergewicht pro Woche, sowie vier Milligramm Lycopin pro Kilogramm Körpergewicht täglich

Aufgrund der Tatsache, dass Lycopin ein fettlöslicher Stoff ist, wurde es den Tieren gelöst in Öl verabreicht, wohingegen das Steroid, wie in der Medizin oder im Sport üblich, direkt in die Muskulatur injiziert wurde.  Am Ende des achtwöchigen Untersuchungszeitraumes wurden neben dem Blut der Tiere auch die Nieren der Nager begutachtet und auf schadhafte Veränderungen untersucht.

Wie zu erwarten nahm das Körpergewicht der Tiere, die das Steroid verabreicht bekamen, aufgrund der anabolen Wirkung stärker zu als bei den Ratten der Gruppen 1 und 2. In diesem Parameter bestand kein signifikanter Unterschied zwischen Gruppe 3 und 4. Allerdings konnte gezeigt werden, dass Lycopin eine deutliche Wirkung auf die Nierengesundheit der Tiere entfaltet. Während die Gehalte von Harnstoff und Creatinin im Serum der Gruppe 3 etwa vier-, beziehungsweise achtmal so hoch lagen wie bei den Tieren, die kein Deca bekamen, reduzierte die zusätzliche Einnahme von Lycopin diese Parameter fast auf das Niveau der Kontrolltiere.

„Deca Dick“: Die Nebenwirkungen von Nandrolon Decanoat auf die männliche Potenz!

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Zwar verhinderte der Pflanzenstoff nicht das Wachstum der Nieren aufgrund des Steroids, doch konnte auch in der Biopsie der Organe ein deutlicher Effekt gezeigt werden. Die Tiere der Gruppe 3 erlitten demnach eine erkennbare Verformung und Verkleinerung der Glomeruli bei gleichzeitiger Verdickung ihrer Wand. Bei diesen kleinen kugelförmigen Gebilden handelt es sich um die funktionellen Einheiten, die für die Aufgaben des Stoffwechselorgans verantwortlich sind. Auch ihre Kapillaren erschienen oftmals verstopft oder sogar völlig zerstört. Bei anhaltender Schädigung kann dies früher oder später zu Nierenversagen führen.

Während die Gabe von vier Milligramm Lycopin pro Kilogramm Körpergewicht am Tag die histologischen Schädigungen nicht vollkommen verhindern konnte, führte sie doch zu einer deutlichen Reduktion der Nebenwirkungen, die mit den gesunden Nieren der Kontrolltiere beinahe vergleichbar waren. Nur eine geringe Veränderung der Glomeruli konnte in Gruppe 4 festgestellt werden.

Bei der Übertragung dieser beeindruckenden Ergebnisse sollte man bedenken, dass Ratten einen etwas anderen Stoffwechsel besitzen als Menschen. Zehn Milligramm Nandrolon Decanoat bei einem Nagetier sind demnach nicht gleichzusetzen mit derselben Menge verabreicht an einem ausgewachsenen Bodybuilder, auch wenn derartige Dosierungen zum Zwecke des Dopings nicht ungewöhnlich sind. Unter der Annahme, dass Lycopin auch beim Menschen zur Reduktion der Nierenschädigungen führt, müsste daher ebenfalls die Dosierung angepasst werden. Deshalb bleiben Humanstudien vorerst abzuwarten ehe man eine endgültige Schlussfolgerung zieht.

Aus diesem Grund sollte man nicht annehmen, dass man mit ein paar Tomaten am Tag die Nebenwirkungen des anabolen Steroids ausgleichen kann. Dieser Artikel dient daher lediglich der Information und nicht als medizinischer Garantie!

Frische Tomaten liefern etwa drei Milligramm Lycopin pro 100 g wohingegen konzentrierte Produkte wie Tomatenmark einen höheren Gehalt aufweisen. Weiterhin ist bekannt, dass Hitzeeinwirkung die Bioverfügbarkeit dieses Stoffes verbessert, weshalb Tomatenmark abseits von Nahrungsergänzungsmitteln eine exzellente Lycopinquelle darstellt. Auch Wassermelonen, Grapefruits, Guaven und Papaya enthalten eine hohe Menge des roten Pflanzenfarbstoffes. Trotz der Tatsache, dass Humanstudien über die protektiven Eigenschaften in Bezug auf die Nebenwirkungen von Deca noch ausstehen, ist es in jedem Fall keine schlechte Idee diese Nahrungsmittel vermehrt in den Speiseplan zu integrieren, egal ob mit oder ohne Nandrolon Decanoat im Blut.


Primärquelle: Shalaby, Amany Mohamed, and Dina Fouad El Shaer. „Lycopene protects against renal cortical damage induced by nandrolone decanoate in adult male rats.“ Annals of Anatomy-Anatomischer Anzeiger (2019).

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