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Krafttraining und die Steigerung der Irisin Werte

Irisin ist ein Hormon, das nicht nur den Abbau von Fettgewebe begünstigt, sondern auch die Entwicklung von Krebszellen hemmt und den Alterungsprozess verlangsamt. Den Ausführungen von Sportwissenschaftlern der koreanischen Seoul National University zufolge soll Krafttraining die Ausschüttung der Menge dieses Botenstoffs innerhalb der Muskulatur erhöhen. Je mehr Muskelkraft Sportler aufbauen, desto mehr Irisin werde demnach in den Blutkreislauf gepumpt!

Bei Irisin handelt es sich um ein extrem interessantes Hormon. Synthetisiert wird es durch die Muskelzellen und unter anderem kann es das Wachstum von Krebszellen verhindern. Irisin könnte einer der Gründe dafür sein, warum Hunderte Studien nahelegen, dass physische Aktivität die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken drastisch senkt und die Überlebenschancen von bereits an Krebs leidenden Personen stark erhöht.

Langlebigkeitshormon“ ist ebenfalls ein Begriff, der gerne im Zusammenhang mit Irisin verwendet wird. Forscher konnten hohe Konzentrationen des Botenstoffs im Blut von sehr alten, aber gesunden Menschen finden. Irisin könnte zudem mit dafür verantwortlich sein, dass Natural Bodybuilder bei guter Gesundheit bis in ein hohes Alter leben können, denn ihr im Vergleich zu normalen Personen stärker enwickeltes Muskelgewebe schützt sie gegen den Alterungsprozess.

Ein Model des Hormons Irisin

Der Effekt von Training auf die Irisin Konzentration im Blut ist noch nicht wirklich nachvollziehbar. Wissenschaftler der renommierten Harvard University berichteten bereits im Jahr 2012, dass Ausdauersport das Vorkommen von Irisin im Blut fördert, andere Forscher konnten allerdings wiederum keine signifikanten Auswirkungen von Ausdauertraining auf die Irisin Werte beobachten. Auch Experimente, in denen Mediziner Kraft- und Ausdauertraining kombinierten, produzierten keine Effekte von statistischer Signifikanz.

Die koreanischen Forscher teilten für ihre Untersuchungen 20 übergewichtige Probanden (Körperfettanteil von über 30 Prozent) in drei Gruppen ein.

Eine Gruppe machte über einen Zeitraum von acht Wochen absolut nichts und fungierte somit als Kontrollgruppe. Die zweite Gruppe absolvierte fünf Mal pro Woche ein einstündiges Cardioprogramm, während bei einer dritten Gruppe Krafttraining auf dem Plan stand. 

Die Wissenschaftler erhöhten im Laufe des Experiments allmählich die Intensität der Trainingseinheiten.

Am Ende der acht Wochen fanden die Koreaner mehr Irisin im Blut der Männer, die Cardiotraining [AT] absolvierten, doch die Erhöhung war statistisch nicht signifikant. Die Testpersonen, die fünf Mal pro Woche Kraftsport betrieben [RT] hatten ebenfalls mehr Irisin im Blut und dieser Effekt war von statistischer Signifikanz. 

Die Trainingsprogramme veränderten außerdem die Körperkomposition der Probanden: Die Muskelmasse nahm zu und die Fettmasse nahm ab. Je stärker die Effekte, desto höher war der Anstieg der Irisin Level. 

Dass eine Steigerung der Muskelmasse durch einen Anstieg der Irisin Konzentration begleitet wird, ist nicht wirklich überraschend, doch warum eine Verringerung der Fettmasse eine Erhöhung von Irisin begünstigt, blieb den koreanischen Forschern ein Rätsel.

Hemmt die Fettmasse die Synthese von Irisin in der Muskulatur oder war der Fettverlust eine Konsequenz der erhöhten Irisin Werte? Zumindest nach Meinung der Koreaner sind für die Beantwortung dieser Fragen zusätzliche Studien nötig.

Die Funde ihrer Untersuchungen liefern nach Meinung der Wissenschaftler die Einsicht in einen Ansatz zur Erhöhung der Irisin Werte durch Krafttraining. Obwohl in diesem Fall eine Verbindung zwischen der trainingsinduzierten Irisin Erhöhung und einer Veränderung der Körperkomposition festgestellt werden konnte, lasse sich jedoch allgemein betrachtet noch kein kausaler Bezug herstellen.

Man könne zwar annehmen, dass Training die Irisin Level erhöht und dadurch für positive Effekte auf Fett- und Muskelmasse gesorgt wird, doch es seien dennoch weitere Experimente notwendig, um dies zu bestätigen!


Quelle: ergo-log.com/strength-training-irisin.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26447516

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