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Kraftsport schützt vor Bluthochdruck

Wenn man an hohem Blutdruck leidet, dann wird einem von vielen Ärzten geraten, kein Krafftraining zu absolvieren. Das ist laut Forschern der Catholic University of Brasilia jedoch nicht der Fall. Wie die Wissenschaftler in einem Experiment herausfanden, soll Kraftsport sogar positive Auswirkungen auf Menschen mit hohem Blutdruck haben!


Training und Bluthochdruck

Training kann das Risiko auf Bluthochdruck verringern und Menschen, die bereits an Bluthochdruck leiden, können ihn durch Beginn mit Training zumindest etwas reduzieren. Die Indikationen, dass Ausdauersport – zum Beispiel 40 Minuten Fahradfahren bei einer Intensität von 60% – dabei hilft, den Blutdruck zu senken, sind stark.

Kraftsport und Bluthochdruck

Etwas weniger ist über die Auswirkungen von Krafttraining auf den Blutdruck bekannt, obwohl wir wissen, dass der Blutdruck während Sätzen mit hohem Gewicht hochschießen kann. Für Menschen mit anfälligen Blutgefäßen kann das temporäre Hoch im Blutdruck zu viel sein, obwohl es Studien gibt, die vermuten lassen, dass eine gute Atemtechnik und die Verwendung von blutdrucksenkenden Mitteln wie Propranolol Abhilfe schaffen können.

Wir wissen auch, dass der Blutdruck in der ersten Stunde einer Trainingseinheit etwas abnimmt – sowohl bei Menschen mit normalem, als auch bei Personen mit hohem Blutdruck. Das könnte darauf schließen lassen, dass Kraftsport eventuell einen positiven Effekt auf den Blutdruck hat.

Die Forscher wollten also wissen, wie der Effekt von Krafttraining auf Frauen ist, die an hohem Blutdruck leiden und Medikamente einnehmen. Hat Kraftsport einen positiven Effekt oder wären die Frauen besser mit moderat intensivem Training beraten?

Studie

Um diese Fragen zu beantworten führten die Forscher ein Experiment mit 32 Frauen durch, die im Alter zwischen 60 und 75 waren, unter hohem Blutdruck litten und pro Woche nun drei Mal Krafttraining absolvieren sollten (EG).

Die Frauen trainierten in jeder Einheit die Hauptmuskelgruppen, indem sie zehn einfache Übungen ausführten: Latzug, Beinstrecker, Brustpresse, Hüftabduktion, Beincurls, Beinpresse und Wadenheben. Absolviert wurden drei Sätze pro Übung, wobei mit 60% des 1RM Gewichts angefangen und allmählich auf 80% gesteigert wurde.

Eine Kontrollgruppe (CG) führte kein Training aus.

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Ergebnisse

Wenn die Frauen keine Medikamente gegen den hohen Blutdruck eingenommen haben, dann lag des systolische Druck bei über 140 uund der diastolische bei über 90.

Die erste folgende Grafik zeigt, dass der systolische Wert bei der Versuchsgruppe um durchschnittlich 14,3 gesunken war. Dieser Effekt war statistisch signifikant. Die zweite folgende Grafik ist nicht ganz so fantastisch, denn hier wurde gezeigt, dass der diastolische Wert im Schnitt um nur 3,6 gesunken war, was nicht von statistisch signifikantem Ausmaß war.

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Frauen mit hohem Blutdruck, der medikamentös behandelt wird, können also ohne Probleme Krafttraining ausführen. Sie müssen hierbei nur sichergehen, dass sie das verwendete Gewicht nach und nach steigern.

Schlussfolgerung

Die Forscher schlussfolgern, dass behutsames Krafttraining dabei helfen könne, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten und hohen Blutdruck unter Umständen sogar senke.

Sie schreiben weiter, dass die chronische Reduzierung des Ruheblutdrucks, der in ihrem Experiment beobachtet werden konnte, wohl in einen signifkant protektiven Effekt auf das kardiovaskuläre System der Probanden übertragen werden könne.


Quelle: ergo-log.com/strength-training-high-blood-pressure.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23478476

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