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Einteilung in Körpertypen sinnlos?

Die Somatotypen, auch somatische Konstitutionstypen genannt, sind sozusagen drei Einteilungsmöglichkeiten, die Menschen für gewöhnlich verwenden, um sich zu beschreiben. Dicke Personen, die Probleme mit dem Gewichtsverlust haben, behaupten endomorph zu sein. Dünne Menschen, die partout nicht zunehmen können, nennen sich ektomorph und die Trainierenden, denen bereits vom Ansehen der Gewichte Muskeln wachsen, bezeichnen sich selbst als mesomorph!

Es handelt sich also um ein sehr populäres System der Kategorisierung, das aufgrund seiner schablonenhaften Eigenschaft oft herangezogen wird. Wenn man ein bestimmtes Aussehen hat, wird man in eine gewisse Schublade gesteckt, muss mit den natürlicherweise angeborenen Nachteilen leben und exakt nach Muster essen und trainieren. Gerade deshalb ist es für Kraftsportler attraktiv. Quasi ein System mit eingebauten Ausreden und Entschuldigungen.

Oh, ich bin ein ektomorpher Körpertyp, also ist es nicht meine Schuld, dass ich 1,90m groß bin und 65kg wiege. Eigentlich bin ich fast schon ernsthaft krank.

Das Problem ist, dass diese Kategorien ursprünglich Anfang der 40er Jahre von Dr. William Sheldon definiert wurden, der sie in seinem Beruf als Psychologe dafür verwendete, um Persönlichkeitsmerkmale anhand der Gesamterscheinung einer Person vorherzusagen. Das Ganze hatte also wenig bis gar nichts mit tatsächlicher körperlicher Verbesserung am Hut.

Sheldons Arbeit basierte auf vorigen Forschungen von Dr. Ernst Kretschmer, einem Psychiater aus den 20er Jahren, der ebenfalls versuchte, eine Verbindung zwischen Körper und Verhalten herzustellen. Kretschmer dachte im Grunde genommen, dass dicke Menschen mehr zu Freude neigen und dünne Menschen öfter nervös sind. Je „extremer“ das äußere Erscheinungsbild, desto ausgeprägter die Persönlichkeitsmerkmale. Hört sich alles andere als akkurat an, der?

Diese Problematik finden wir sehr oft bei Kraftsportlern, die äußerst gerne eine jener Schablonen auf sich selbst anwenden. Grundsätzlich gibt es in der realen Welt jedoch keinen Zusammenhang zwischen den drei Körpertypen und der Art und Weise, wie man trainieren oder essen soll.

Eventuell ist es für den einen oder anderen schlanken Anfänger mental beruhigend zu wissen, dass man auch Frank Zane, der immerhin drei Mal Mr. Olympia wurde, als Ektomorph bezeichnen könnte. Der eher stämmige Neuling ruft sich einfach den viermaligen Mr. Olympia Jay Cutler ins Gedächtnis, der nach den obigen Standards eher als endomorpher Körpertyp durchgehen würde.

Kein Bodybuilder wird jedoch irgendwelche Erfolge erzielen, wenn er nicht damit aufhört, sich auf psychologische Fachbegriffe zu berufen, um die physische Entwicklung zu beeinflussen. Vergiss also die Schablonen und beschäftige dich mit dir als Individuum!

Wenn man groß und schlank ist, muss man nicht „wie ein Ektomorph“ essen. Man muss sich einfach wie ein großer und schlanker Mensch ernähren, der zunehmen möchte. Vielleicht hast du einen für Ektomorphen stereotypischen und schnellen Stoffwechsel, vielleicht auch nicht. Die Lösung ist relativ simpel: Iss für eine Woche eine bestimmte Kalorienmenge und wenn du nicht zunimmst, dann iss in der nächsten Woche mehr!

Wenn du hingegen eher klein und rundlich bist, musst du dich nicht automatisch als endomorph bezeichnen. Du bist einfach zu dick. Vergiss die Ausreden und beschäftige dich mit deiner Ernährung. Das Prinzip ist einfach: Fetter Typ plus Kraftsport plus Cardio plus clevere Diät könnte mittelfristig einen definierten Sportler als Ergebnis haben. Das hat jedoch nichts mit endomorph zu tun!

Alle erfolgreichen Bodybuilder, seien sie nun endomorph oder ektomorph, haben einige Dinge gemeinsam:

  1. Sie trainieren alle mehr als hart.
  2. Sie ernähren sich clever.
  3. Sie sind auf Dauer diszipliniert und konsequent.

Auch wenn es sich sehr einfach anhören mag, scheint es dennoch fast schon verwunderlich, wie diese drei unkomplizierten Schritte jeglichen Somatotyp auf magische Art und Weise vergessen machen können!


Quelle: t-nation.com/training/tip-stop-labeling-your-body-type

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