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Eineiige Zwillinge: Wie Fitness unser Leben bestimmt!

Dass unterschiedliche Lebensstile zu unterschiedlicher Fitness führt, ist jedem klar. Doch wie sieht es bei eineiigen Zwillingen aus, die ihre ganze Kindheit über deinen gleichen Lebensstil gelebt haben und erst als Erwachsene getrennte Wege gegangen sind? Kann sich der unterschiedliche Lebensstil in einer kürzeren Zeitspanne so sehr auf die körperlichen Möglichkeiten auswirken, dass es egal ist, welche Gene man gemein hat und woher man kommt?

In einer neuen Studie aus Finnland wurden eineiige Zwillinge untersucht, die als Kinder die gleichen Sportarten betrieben und sich ungefähr gleich viel bewegten. In der Studie fand man heraus, dass die Versuchspaare im Erwachsenenalter nicht nur unterschiedliche Körper formten, sondern dass sich auch ihre Gehirne anders entwickelten. Die Studie bestätigte damit einmal wieder, wie wichtig Ernährung und Fitness für die Gesundheit sind und welche geringe Rolle genetische Veranlagungen spielen.

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Um zu beweisen, dass regelmäßiges Training einen sichtlichen Effekt auf den menschlichen Körper hat, müssen Langzeitstudien unter Aufsicht von Wissenschaftlern mit einer Gruppe von sportlich aktiven Menschen und einer Kontrollgruppe, die gar keinen Sport treibt, geführt werden. Derartige Untersuchungen sind jedoch sehr komplex und schwierig auszuwerten, da jeder Mensch einzigartig ist und die Ergebnisse oft von individuellen Parametern abhängen. Langzeitstudien unter diesen Bedingungen sind auf der anderen Seite auch immer eine Kostenfrage.

Genau deshalb sind eineiige Zwillinge für derlei Vergleichsuntersuchungen so wertvoll. Per Definition besitzen sie die gleichen Erbanlagen, die gleiche DNA. Sie wuchsen (meistens) im gleichen Haushalt auf und haben denselben Background.

Einige frühere Studien mit Zwillingspaaren wiesen bereits darauf hin, dass die Zwillinge mit unterschiedlichen Workoutgewohnheiten unterschiedlich alterten. Der jeweils weniger aktive Zwillinge hatte dabei ein höheres Risiko einen frühen Tod zu sterben und einen allgemein schlechteren Gesundheitszustand zu haben. Bisher hatte jedoch noch keine Studie die Auswirkungen von unterschiedlicher körperlicher Ertüchtigung auf junge Zwillinge untersucht. In der vor kurzem veröffentlichten Studie der Universität Jyvaskyla benutzten Wissenschaftler die FinnTwin16 Datenbank, welche Umfrageantworten von Zwillingen enthielt, die seit ihrem 16. Lebensjahr in regelmäßigen Abständen Auskunft über ihre Gesundheit gaben. Genauer suchte man dabei nach Zwillingen, die in ihren frühen Zwanzigern waren und deren Lebensstile sich seit dem Auszug bei den Eltern stark unterschieden. Diese Zwillingspaare waren jedoch sehr schwer zu finden, da, wie man feststellen musste, viele die gleichen Lebensstile weiterführten, auch wenn sie getrennt voneinander lebten. Von der Ähnlichkeit getrennt lebender Zwillinge hat man ja schon des öfteren lesen können. Letztendlich stieß man bei der Recherche dann doch auf 10 männliche Zwillingspaare, die irgendwann in ihrem Leben sehr unterschiedliche gesundheitliche Wege gingen. Einer von beiden machte regelmäßig Sport, während der jeweils andere aufgrund von Verpflichtungen gegenüber der Arbeit oder der Familie (kennen wir ja solche Ausreden :P) keinen Sport trieb.

Nachdem man die Zwillingspaare ausfindig machen konnte, lud man sie ins Labor ein und maß ihr Ausdauervermögen, ihre Körperliche Zusammensetzung (Körperfett, etc.) und ihre Insulinsensitivität. Zusätzlich wurden die Gehirne aller Zwillinge gescannt.

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Es stellte sich heraus, dass die genetisch identischen und äußerlich ähnlichen Zwillinge überraschend verschieden im Inneren aussahen. Die weniger Aktiven Zwillinge hatten weniger Ausdauer, einen höheren Körperfettanteil und Zeichen von Insulinresistenz (mögliches Anzeichen für Diabetes) zeigten.

Interessanterweise fiel außerdem auf, dass die Zwillinge, obwohl sie unterschiedlich viel Sport trieben, eine ungefähr gleiche Ernährung einhielten. In den Gehirnscans der Zwillinge zeigte sich, dass die aktiven Zwillinge deutlich mehr graue Substanz aufwiesen als ihre inaktiven Brüder. Die graue Substanz ist eine Komponente des Zentralen Nervensystems, welcher bei höherem Vorkommen im Gehirn eine höhere Intelligenz nachgesagt wird. Bei den fitten Zwillingen fand man die graue Substanz vorwiegend im Bereich des Gehirns wieder, welcher für die motorischen Fähigkeiten zuständig ist.

Abschließend stellten die Wissenschaftler der finnischen Universität dar, dass sich selbst in wenigen Jahren aktiven Sports der Körper bereits so stark verändern kann, dass es nachweisbare Veränderungen (nicht nur im Aussehen) gibt. Natürlich war diese Studie mit nur 20 Probanden sehr klein, jedoch hatte man sich genau aus diesem Grund eineiige Zwillinge gesucht.

Was will uns diese Studie letztendlich zeigen? Dass es weniger relevant ist, welche Gene man hat und mehr darauf ankommt, wie gesund man sein Leben gestaltet und vor allem dass bereits wenige Monaten Sport ausreichen um einen positiven Einfluss auf den Körper zu erzielen.

1348623450199_9514581Also Krieger, no excuses!

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