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DNA Schäden durch Winstrol und Nandrolon?

Durch Tierstudien konnte bereits nachgewiesen werden, dass nur eine einzige Injektion mit Nandrolon genetische Schäden anrichten kann. Wie allerdings jeder wissen sollte, sind Mäuse keine menschlichen Lebewesen und auch ein genetischer Defekt bedeutet nicht automatisch Krebs, doch ein Experiment brasilianischer Forscher aus dem Jahr 2010 zeigte, dass zumindest die Möglichkeit besteht, als Mensch seine Gene mit der Verwendung von anabolen Steroiden zu beschädigen!

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Die Forscher untersuchten 15 junge Männer, die pro Woche vier Mal mit Gewichten trainierten und zudem anabole Steroide konsumierten. Die Probanden machten nach Aussage der Wissenschaftler eine vierwöchige Kur, in der sie drei Mal pro Woche 50mg Nandrolon Decanoat injizierten und zusätzlich dazu 18mg Stanolozol (Winstrol) einnahmen. Diese Werte gibt die Studie vor, ein Fehler bei der Aufzeichnung ist jedoch nicht ausgeschlossen, wenn man die üblichen Dosierungen der beiden Substanzen kennt.

15 Bodybuilder, die keine leistungssteigernden Mittel verwendeten, dienten bei diesem Experiment als Kontrollgruppe. Eine weitere Kontrollgruppe mit 20 Teilnehmern absolvierte weder Krafttraining noch konsumierte sie Steroide.

Zwei Monate nach der Steroidkur nahmen die Forscher Wangenabstriche von jedem der Probanden, wobei Proben von insgesamt 2000 Zellen entnommen wurden. Daraufhin untersuchten die Brasilianer die besagten Proben unter einem Mikroskop, um die Anzahl von Zellen zu ermitteln, die Anzeichen für eine genetische Schädigung zeigten.

Protokolliert wurde die Menge der Zellen mit Pyknose (genetisches Material in der Zelle verdichtet sich), Karyolyse (genetisches Material löst sich auf) und Karyorrhexis (genetisches Material fragmentiert sich).

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Die Forscher ermittelten auch die Anzahl der Zellen mit Mikronukleus, einem extra Zellkern kleinerer Größe. Diese Kerne enthalten „zu viel“ DNA, weshalb ein extra Kern daraus entsteht.

In der nachfolgenden Grafik sieht man eine solche Zelle mit Mikronukleus.

Wissenschaftler glauben, dass das Risiko für Krebs höher ist, je mehr Zellen mit Mikronukleus, Pyknose, Karyolose oder Karyorrhexis man in einem Organismus findet.

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Wirft man einen Blick auf die folgende Tabelle, dann sieht es so aus, als würde Krafttraining das Risiko auf genetische Schäden verringern. Die parallele Verwendung anaboler Steroide scheint jedoch einen gegenteiligen Effekt zu haben.

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Die brasilianischen Forscher schlussfolgern deshalb, dass chromosomaler Schaden und Zytotoxizität bereits nach zwei Monaten oraler Steroideinnahme in Schleimhautzellen nachgewiesen werden können. Da eine DNA Schädigung und der Zelltod wichtige Schritte bei der Tumorentwicklung sind, sei ihre Studie in Bezug auf die potenziellen Nebenwirkungen von anabolen Steroiden sehr relevant.

Vergleicht man diese Studie aber mit anderen Untersuchungen, können die Ergebnisse wohl relativiert und als weniger alarmierend bezeichnet werden. Dieselben brasilianischen Forscher führten nämlich ebenfalls ein Experiment durch, bei dem sie die Wangenabstriche von Tankstellenmitarbeitern mit denen von Menschen verglichen, die nicht den Dämpfen von Benzin oder Diesel ausgesetzt waren.

Die angefügte Tabelle stammt aus dem zuletzterwähnten Experiment.

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Man sollte den Fokus hier auf „other nuclear alterations“ legen. Demnach scheint eine vierwöchige Kur mit niedrigen Dosierungen an Stanozolol und Nandrolon um einiges ungefährlicher zu sein als an einer Tankstelle zu arbeiten. Diese Aussage soll jedoch Steroide in keinster Weise verherrlichen, sondern lediglich die Ergebnisse der zuerst erwähnten Studie in einen Gesamtkontext rücken!

Anabole Steroide und sind entweder verschreibungspflichtig oder überhaupt nicht mehr aus einer Apotheke zu beziehen. Derartige Substanzen ohne Rezept zu erwerben oder zu besitzen ist strafbar. Zudem kann die Verwendung sowohl kurzfristige als auch dauerhafte körperliche Schäden mit sich bringen!


Quelle: ergo-log.com/nandrolonestanozololdna.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20566358

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