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36 Fakten zu leistungssteigernden Substanzen (Teil 1)

Die Verwendung von leistungssteigernden Substanzen – seien es nun anabole Steroide, Insulin, Wachstumshormone oder Peptide – ist insbesondere im Bodybuilding weit verbreitet. Doch trotz der Tatsache, dass viele Athleten die besagten Mittel konsumieren, herrschen diesbezüglich noch zahlreiche Mythen und Missverständnisse. Aus diesem Grund präsentieren wir euch auf drei Teile aufgeteilt insgesamt 37 Fakten zu jenem Thema, von denen genau zwölf im nachfolgenden und ersten Artikel den Anfang machen!

1.) Nandrolon das beste Mittel für eine Testosteronersatztherapie?

Testosteron Cypionat und Testosteron Enantat sind die meist verschriebenen Formen der injizierbaren Testosteronarten. Diese Medikamente sind flächendeckend verfügbar, relativ günstig und generisch, sprich auch als Nachahmerpräparat erhältlich. Eine Beurteilung der Fachliteratur von Michael Pan und Jason Kovac vom texanischen Baylor College of Medicine und Men’s Health Center in Indiana legt nahe, dass Testosteron Undecanoat eine besser Alternative für die Testosteronersatztherapie sein könnte. Nandrolon Decanoat (Deca-Durabolin) zum Beispiel hat ebenfalls eine ähnliche Struktur wie Testosteron, baut jedoch besser Muskulatur auf als Testosteron Cypionat oder Testosteron Enantat. Aus diesem Grund würde es sich besser eignen, um die Muskelmasse von alternden Männern zu schützen. Nandrolon Decanoat ist außerdem besser für die Begünstigung des Heilungsprozesses nach Knie- oder Schulteroperationen. Für Athleten, die sich Dopingtests unterziehen müssen, ist dieses Steroid allerdings weniger gut, denn seine Metaboliten sind bei 70 Prozent der Menschen über einen Zeiraum von bis zu sechs Monaten nachweisbar.

2.) Langfristige Veränderung des Herzens bei Bodybuildern

Anabole Steroide steigern die Muskelhypertrophie in der Skelettmuskulatur und im Herz – vor allem wenn sie durch Krafttraining begleitet werden. Kraftsport im Allgemeinen löst eine Druckbelastung im Herz aus, woraufhin dieses härter arbeitet und stärker pumpt, um dem erhöhten Druck standzuhalten. Der systolische Blutdruck kann bei Kniebeugen sogar 400mmHg überschreiten, während die Normalwerte in Bezug auf den mittleren arteriellen Druck im Ruhezustand bei etwa 100mmHg liegen. Türkische Forscher fanden heraus, dass die Herzwand von Bodybuildern, die Steroide verwendeten, im Vergleich zu Nicht-Konsumenten deutlich dicker war. Das liegt zum Teil daran, dass Steroidkonsumenten stärker sind. Wissenschaftler stellten ebenfalls eine erhöhte Steifheit in der rechten Herzkammer fest, weshalb Bodybuilder im Alter anfälliger für Herzversagen sein könnten.

3.) Machen Steroide süchtig?

Nandrolon Decanoat (aktiver Wirkstoff in Deca-Durabolin) ist unter Steroidkonsumenten weit verbreitet.

Es gibt eine fortlaufende Diskussion darüber, ob Steroide süchtig machen oder nicht. Substanzen dieser Art machen das Training und die Leistungssteigerungen einfacher. Sie begünstigen zudem die Verbesserung der Kraftwerte und das Wachstum von Muskulatur, weshalb sie extrem attraktiv für Athleten und physisch aktive Erwachsene sind – unabhängig der Konsequenzen. Eine von Alfhild Grönbladh (Uppsala University, Schweden) durchgeführte Neuprüfung der Literatur deckte auf, dass anabole Steroide das zentrale Nervensystem beeinflussen, indem sie das mesolimbische Belohnungssystem im Gehirn stimulieren. Wissenschaftler beobachteten eine 30-prozentige Abhängigkeitsrate. Die meisten Konsumenten anaboler Steroide verwenden eine Vielzahl verschiedener Medikamente (Wachstumshormone, IGF-1, Insulin, Clenbuterol), Stimulanzien und Opiate, was dazu führt, dass es extrem schwierig ist, die süchtig machenden Effekte von Steroiden separat zu betrachten. Steroide regen auch die Oligodendrozyten im Gehirn an, Myelin zu produzieren, wobei es sich um die „Verkleidung“ der Nervenzellen handelt, die sich auf die Geschwindigkeit der Nervenimpulse im zentralen und peripheren Nervensystem auswirk. Eine erhöhte Myelinisierung könnte ein entscheidender Grund dafür sein, dass anabole Steroide die Leistung im Kraftsport verbessern. Diese Veränderungen im Gehirn machen deutlich, weshalb Athleten anabole Steroide konsumieren.

4.) Wachstumshormone gegen schwere Brandverletzungen

Nach schwerwiegenden Brandverletzungen sind Menschen schwach und gebrechlich, wodurch die Geschwindigkeit der Rehabilitation reduziert wird. Brandverletzungen lösen Verringerungen hinsichtlich Körpergewicht und Muskelmasse aus und beeinträchtigen die Blutzuckerregulation. Wachstumshormone beschleunigen die Rehabilitation wiederum und verbessern zudem die Lebensqualität nach Verbrennungen – zumindest laut einer Studie von Jun Bum Kim (Hallym Universitiy Collece of Medicine, Korea). Forscher untersuchten 33 Patienten mit Verbrennungen dritten Grades, die sich auf mindestens 20 Prozent des Körpers verteilten. Die Testpersonen erhielten über einen Zeitraum von drei Monaten Injektionen mit zwei Milligramm (sechs internationale Einheiten) an langsam wirkenden Wachstumshormonen pro Woche. Eine Placebo Gruppe bekam ein Präparat ohne aktive Wirkstoffe. Die Behandlung mit HGH resultierte in einer verbesserten aeroben Kapazität, fettfreien Muskelmasse, Muskelkraft und IGF-1 Konzentration. Auch die physische Fitness und die Lebensqualität erfuhren eine Verbesserung.

5.) Gesundheitsvorteile einer Testosteronersatztherapie

Niedrige Testosteronwerte in alternden Männern stehen in Verbindung zu verfrühtem Ableben und einem erhöhten Risiko hinsichtlich Herzattacken und Schlaganfällen, erektiler Dysfunktion, psychologischer Depression und verringerter Muskelmasse. Geoffrey Hackett vom Heartlands Hospital im britischen Birmingham schlussfolgerte aus seiner umfangreichen Beurteilung von Fachliteratur, dass eine Testosteronersatztherapie signifikante Gesundheitsvorteile bei alternden Männern mit niedrigen Hormonleveln liefere. Eine solche Behandlung verbessere sowohl die sexuelle als auch die mentale Funktion, steigere die Muskelmasse und Kraft und reduziere das Risiko von Osteoporose. Eine Therapie mit exogenem Testosteron erhöhe zudem nicht das Risiko von Prostatakrebs und kardiovaskulären Erkrankungen. Hackett schrieb in seinem Fazit, dass Ärzte die Vorteile einer Testosteronersatztherapie bei Männern mit endokriner Funktionsstörung (Hypogonadismus) nicht richtig zu würdigen wüssten. 

6.) Langsam wirkendes Insulin speichert weniger Fett

Insulin ist ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel durch die Begünstigung der Blutzuckeraufnahme in Muskel- und Fettzellen reguliert. Menschen mit Diabetes Typ 1, aber auch Personen mit Diabetes Typ 2, greifen auf Injektionen mit Insulin zurück, um ihren Stoffwechsel zu normalisieren. Man kann dabei entweder schnell oder langsam wirkende Präparate verwenden, wobei Insulin detemir (Handelsname LEVEMIR) eine länger wirkende Variante darstellt. Italienische Forscher fanden heraus, dass diese Form weniger Fett speichert als schnell wirkende Alternativen. Eine Langzeitbehandlung mit Insulin steht im Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme. Diese Studie zeigte jedoch, dass langsam wirkendes Insulin weniger Fett einlagert und deshalb dabei helfen könnte, Fettleibigkeit bei Patienten mit Diabetes zu verhindern.

LEVEMIR ist ein langsam wirkendes Insulin, das nicht nur von Diabetikern, sondern auch von Athleten eingesetzt wird.

7.) Nandrolon noch nach neun Monaten nachweisbar

Das anabole Steroid Nandrolon Decanoat (Deca-Durabolin) kann laut einer Studie vom schwedischen Karolinska Institut in Stockholm bei manchen Menschen für mindestens neun Monate nachgewiesen werden. Die Probanden erhielten eine einzige Injektion mit 150mg Nandrolon Decanoat, woraufhin ihr Urin über einen Zeitraum von neun Monaten auf Nandrolon und dessen Metabolite 19-Norandrosteron und 19-Noretiocholanolon untersucht wurde. Unter Athleten ist Nandrolon ein berüchtigtes Medikament, da es bereits von olympischen Medaillengewinnern wie Linford Christie, Merlene Ottey, Marion Jones und Dieter Baumann verwendet wurde. Bei der Geschwindigkeit, in der die Substanz aus dem Körper verschwand, herrschten große individuelle Differenzen. Manche Athleten waren bereits nach 30 Tagen sauber, während man den Stoff bei anderen Sportlern noch nach neun Monaten nachweisen konnte. Unter anderem zählen die Dosierung, die Verwendungsdauer, der Körperfettanteil und die genetischen Voraussetzungen zu den Hauptfaktoren, die bei der Länge der Nachweisbarkeit eine Rolle spielen. Man sollte deshalb Abstand von Tabellen im Internet halten, die sich mit diesem Thema befassen, denn die meisten beruhen nicht auf tatsächlichem Datenmaterial.

8.) Nicht-Athleten die größten Konsumenten von leistungssteigernden Substanzen

Das Internet hat anabole Steroide, Wachstumshormone, Melanotan, Fatburner und Botox für jedermann verfügbar gemacht, ohne dass man bei Eigengebrauch größere Sanktionen der Strafverfolgung befürchten muss. Untersuchungen von Forschern des Waterford Institute of Technology in Irland bezüglich der Verwendungsmuster von Steroiden aus dem Internet zeigten, dass die Dosierungen von 250 bis 3200mg pro Woche reichten und die durchschnittliche Kurlänge zwölf Wochen betrug. 95 Prozent der Konsumenten berichteten davon, wöchentlich mehr als 1000mg Testosteron zu verwenden. Die meisten Nebenwirkungen waren milder Natur und umfassen beispielsweise Akne, Dehnungsstreifen oder Gynäkomastie. Die Steroidkonsumenten verwendeten üblicherweise mindestens drei andere Medikamente beziehungsweise Supplements. Der Konsum leistungssteigernder Substanzen stand im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Kokain, der Trainingsdauer und -frequenz. Personen, die auf große Mengen an Steroiden zurückgriffen, waren im Schnitt weniger gebildet und tranken mit geringerer Wahrscheinlichkeit viel Alkohol. Der Großteil der befragten Konsumenten startete den Gebrauch nach dem 21. Geburtstag und übte keinen organisierten Sport aus. Langjährige Kraftsportler, die Steroide einnahmen, litten mit erhöhter Wahrscheinlichkeit an Bluthochdruck. Die Untersuchungen der irischen Forscher verdeutlichen, dass die Verwendungsmuster in der Realität etwas anders zu sein scheinen als oftmals in den Medien dargestellt. 

9.) Aromatasehemmer begünstigen Insulinresistenz

Viele Bodybuilder nehmen Aromatasehemmer (zum Beispiel Arimidex), um die Umwandlung von Testosteron zu Östrogen zu verhindern. Exzessive Mengen an Östrogen führen im schlechtesten Fall zu der Entwicklung einer Gynäkomastie, sprich zum Brustwachstum beim Mann. Aktuelle Studien zeigen jedoch auch, dass die Unterdrückung von Östrogen die Einlagerung von Fett begünstigt. Frasier Gibb vom British Heart Foundation Center for Cardiovascular Science an der schottischen University of Edinburgh zeigte, dass die Verwendung von Aromatasehemmern im Zusammenhang mit Inuslinresistenz steht. Forscher ermittelten die Geschwindigkeit der Blutzuckerverflüchtigung und Fettbildung nach der Administration eines Aromatasehemmers. Das Experiment brachte zutage, dass Östrogen beim Mann ein wichtiger Regulator des Blutzuckers ist – genau wie vorherige Studien zeigten, dass Östrogen dabei hilft, die Fettmasse zu kontrollieren. 

10.) Hohe Testosterondosierungen führen zur Herzvergrößerung

Hohe Dosierungen an Testosteron erhöhen die Herzgröße und verursachen Herzanomalien. Eine 12-wöchige Studie an Ratten, die von der Mahidol University im thailändischen Bangkok durchgeführt wurde, kam zu dem Schluss, dass hohe Testosteronlevel den Querschnitt des Herzens vergrößern, ohne dabei die Kontraktionskapazität zu verbessern. Nach acht Wochen hatte das Testosteron die Herzkraft gedämpft und faseriges Bindegewebe im Herzmuskel abgelagert. Die Herzschädigung nahm nicht progressiv mit der Dosierung zu. Sollten diese Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sein, könnten hohe Mengen Testosteron in Kombination mit Krafttraining Herzprobleme im fortgeschrittenen Alter bedeuten.

11.) DNP – Der tödliche Fatburner

Testosteron Enantat ist die wohl meist verwendetste Form von Testosteron.

Dinitrophenol (DNP) ist ein verbotenes Mittel für den Gewichtsverlust, das eine extreme Erhöhung der Körpertemperatur zur Folge haben kann. Der Stoffwechsel funktioniert, indem er Proteine, Kohlenhydrate und Fette zerlegt und die freigesetzte Energie innerhalb anderer Chemikalien erfasst, welche gespeichert oder dazu verwendet werden, Zellen und Gewebe anzutreiben. Man nennt dies auch gekoppelte Reaktionen, die durch sogenannte „Entkoppler“ beeinträchtigt werden. DNP verursacht eine Wärmefreisetzung, statt die Energie in einer Form zu erfassen, derer sich die Zellen bedienen können. Bei DNP handelt es sich demnach um eines der stärksten Entkopplungssubstanzen überhaupt. Das Medikament kann einen Hitzeschlag und ernsthafte Schäden an Muskulatur, Leber, Nieren und Herz auslösen. DNP ist zwar keine kontrollierte Substanz, wurde jedoch von der FDA aufgrund seiner extremen Toxizität bereits im Jahr 1938 verboten. Das Mittel ist in Bezug auf den Gewichtsverlust äußerst effektiv, doch eben auch so stark, dass es den normalen Energieaustausch in den Zellen komplett blockieren und dadurch tödliche Körpertemperaturen begünstigen kann. Von einer Verwendung ist deshalb ausdrücklich abzuraten!

12.) Nandrolon greift in die Testosteronproduktion ein

Nandrolon Decanoat ist unter Athleten und sowohl jüngeren als auch älteren Erwachsenen beliebt, die ihr körperliches Erscheinungsbild verbessern möchten. Gewöhnliche Dosierungen reichen von 600 bis 5000mg pro Woche, was einer Menge entspricht, die in etwa zehn bis tausend Mal so groß ist wie die natürliche Testosteronproduktion. Cristoforo Pomara von der italienischen University of Foggia fand mit seinen Kollegen heraus, dass Nandrolon die Testosteronproduktion in isolierten Leydig Zellen unterdrückt. Die Effekte waren dosisabhängig, was bedeutet, dass höhere Mengen die Synthetisierung stärker negativ beeinflussten. Die Testosteronproduktion wird durch einen Reaktionsmechanismus zwischen Hypothalamus, Hirnanhangdrüse und Hoden kontrolliert. Steroide wiederum unterdrücken das Gonadoliberin im Hypothalamus und sowohl das luteinisierende (LH) als auch das follikelstimulierende Hormon (FSH) in der Hirnanhangdrüse. Die Unterdrückung in den Hoden führt zu einer Reduktion der natürlichen Testosteronproduktion, einer geringeren Spermienproduktion und einem niedrigeren Hodengewicht. Der typische Steroidkonsument in den USA ist ein 30-jähriger und fitter Nicht-Athlet mit einem normalen Job, der die Medikamente nimmt, um stärker zu werden und besser auszusehen. Viele sind verheiratet und möchten Kinder bekommen, was der Konsum von anabolen Steroiden erschweren kann.

Anabole Steroide sind entweder verschreibungspflichtig oder überhaupt nicht mehr aus einer Apotheke zu beziehen. Derartige Substanzen ohne Rezept zu erwerben oder zu besitzen ist strafbar. Zudem kann die Verwendung sowohl kurzfristige als auch dauerhafte körperliche Schäden mit sich bringen!

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Quelle: 
musculardevelopment.com/articles/chemical-enhancement/15534-chemical-enhancement-37-facts-you-need-to-know-part-1.html

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3 KOMMENTARE

  1. Zwischen Sucht und Abhängigkeit sollte unbedingt unterschieden werden, denn süchtig machen kann prinzipiell alles, da Sucht sich ausschließlich auf psychischer Ebene abspielt.

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