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Steroid-Nebenwirkungen: Ein neuer Grund zur Besorgnis?!

Die meisten werden wohl wissen, dass anabol-androgene Steroide Herzprobleme verursachen können, aber wie wirken sie sich auf Ihr Gehirn aus? Das sagt die Wissenschaft dazu.

Steroid-Nebenwirkungen: Ist Ihr Gehirn in Gefahr?

Die Öffentlichkeit stellt sich Steroidkonsumenten gewöhnlich als etwas schwerfällige Menschen vor. Sie sind praktische Freunde, die man um sich hat, wenn man Hilfe beim Verrücken des Sofas braucht, aber nicht die Typen, die man beim Quizabend in seinem Team haben möchte.

Dennoch kennen wir natürlich viele chemisch unterstütze Menschen, die diesem Stereotyp trotzen. Aber die Wissenschaft weist seit Jahren darauf hin, dass der Konsum von anabol-androgenen Steroiden das Gehirn negativ beeinflussen kann.

Eine frühere Studie ergab, dass starke Steroidkonsumenten mehr Gedächtnisprobleme und Probleme mit der „exekutiven Funktion“ hatten – den mentalen Prozessen, die Ihnen helfen, aufmerksam zu sein, Aufgaben zu planen und auszuführen und Informationen zu koordinieren. Allerdings handelte es sich dabei um eine Studie, die mit Online-Umfragen durchgeführt wurde, was nicht immer eindeutig oder repräsentativ ist.

Jetzt haben Forscher dies genauer untersucht. Was sie dabei herausgefunden haben, ist alarmierend.
Die Forscher haben 85 Männer, die früher und heute Steroide nehmen, und 64 Männer, die keine Steroide nehmen, als Kontrollgruppe ausgewählt. Sie steckten alle Teilnehmer in ein MRT-Gerät, scannten ihre Gehirne und unterzogen sie einer umfassenden neuropsychologischen Testreihe.

Artikelbild: MRT-Scan

Neben der Messung der regionalen kortikalen Dicke und Arealisierung ihrer Gehirne, untersuchten die Wissenschaftler die feinmotorische Geschwindigkeit, die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Lernfähigkeit, das Arbeitsgedächtnis, die exekutiven Funktionen und die Problemlösungsfähigkeiten der Teilnehmer.

Die Steroidkonsumenten schnitten in mehreren kognitiven Bereichen schlechter ab, etwa bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit, dem Arbeitsgedächtnis und der Problemlösungsfähigkeit. Im Allgemeinen war ihre Großhirnrinde nicht so dick (die Dicke dieses Gehirnbereichs wird in anderen Studien mit Intelligenz in Verbindung gebracht).

Außerdem schien das Gedächtnis umso schlechter zu sein, je länger die Person Steroide konsumiert hatte. Kurzzeitkonsumenten hatten immer noch Probleme, aber sie schnitten besser ab als die Langzeitkonsumenten.

Fazit: Ein längerer Konsum von hochdosierten Anabolika scheint tatsächlich zu einer schlechteren Gehirngesundheit und zu kognitiven Beeinträchtigungen zu führen. Fügen Sie dies also der Liste der Nachteile von Anabolika hinzu.

Viele Menschen glauben, dass Steroide gefährliche, gesellschaftszerstörende Drogen sind, die mit Heroin und Meth gleichzusetzen sind. Diese Leute haben Unrecht. Aber das gilt auch für die Leute, die sagen, dass Steroide, wenn sie vernünftig eingesetzt werden, völlig sicher sind.

Das sind sie nicht. Zumindest nicht, wenn es um übliche Bodybuilding-Dosierungen geht, die über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden. Ihr Herz mag sie nicht, und Ihr Gehirn offenbar auch nicht.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem T-Nation Forum.

Den Link zu der Studie findet ihr hier!

 

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2 KOMMENTARE

  1. Bitte die selbe Studie (die es übrigens in ausreichender Zahl gibt) mit Cannabis Konsumenten, die oftmals täglich konsumieren (die Pflanzen haben heute Konzentrationen die locker 30% des eigentlichen Wirkstoffes(THC und Cannabidiol) plus weitere 400 z.T. noch nicht erforschte Inhaltsstoffe enthalten. Das selbe mit anderen Drogen wie Cocain, Tilidin und Co. – Ich denke, es gibt mehr Konsumenten dieser genannten Drogen als Steroidkonsumenten. Man soll mal nicht so tun, als würde hier der Hund begraben sein. Die vermeintliche Gefahr liegt da ganz woanders und wird entweder geleugnet oder bewusst verschwiegen und vertuscht – schlimmer noch – als normaler Konsum angesehen, weil es ja fast alle machen….Bitte die Kirche im Dorf lassen!

  2. Aus der Studie „Die stärksten Effekte wurden für die Verarbeitungsgeschwindigkeit (ηp2 = 0,07), das Arbeitsgedächtnis (ηp2 = 0,08) und das Problemlösen (ηp2 = 0,09) beobachtet.“ Dennoch ist selbst der stärkste Effekt maximal ein mittelgradiger Effekt*. Die Anzahl an Probanden ist gering und die Studie ist unabhängig vom Alter, Bildung, verbalem IQ und allfälligem Drogenmissbrauch durchgeführt, was das Bild verzerrt.
    *Varianzanalyse: Eta Quadrat (η²) ANOVA Effektstärke Eta Quadrat interpretieren
    0,14 – großer Effekt

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