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Ronnie Coleman Interview

Nach seiner letzten Operation befindet sich Ronnie Coleman aktuell in der Rehabilitationsphase. Während er zuerst überhaupt gar nicht mehr selbstständig gehen konnte, befindet der achtmalige Mr. Olympia sich momentan wieder auf dem Weg der Besserung. Die Kollegen der Seite SpotMeBro haben erst kürzlich ein exklusives Interview mit ihm geführt, das wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen!

Da viele unserer Follower der englischen Sprache eventuell nicht ganz so mächtig sind und demnach nicht alles verstehen, haben wir es uns nicht nehmen lassen, das originale Interview mit Ronnie Coleman für euch ins Deutsche zu übersetzen!


Zuallererst einmal wäre es interessant, ein wenig mehr darüber zu erfahren, wie du aufgewachsen bist. Wo hast du gelebt und war Fitness von klein auf immer ein Teil deines Lebens?

Ronnie: Ich wuchs in einer kleinen Stadt namens Bastrop, Louisiana auf. Eine wirklich kleine Stadt, in der jeder jeden kennt. Fitness war ein großer Teil unseres Lebens, aber nicht direkt Bodybuilding. Wir machten Dinge wie Schwimmen, Leichtathletik, Football und Baseball. Ich fing nur mit dem Training an, weil die Leute dauernd fragten, ob ich es machen würde, und das nein sagen nervte mich. Dann wurde es zum Hobby.

ronnie-coleman-interview-2Nach der Schule hast du an der Universität studiert und bist dann zur Polizei gegangen. Was hat dich an diesem Job interessiert und hast du die Zeit währenddessen genossen?

Ronnie: Um ehrlich zu sein hatte ich es schwer, einen Job mit meinem Abschluss in Buchhaltung zu bekommen und das obwohl ich zu den besten meines Jahrgangs gehörte. Nachdem ich mich also ein paar Jahre mit der Arbeitssuche und komischen Jobs herumschlug, beschloss ich, zur Polizei zu gehen, da diese gerade Leute suchte. Ich liebte meine Zeit als Polizeibeamter. Das war der beste Job der Welt!

Während der Zeit bei der Polizei hast du beim Mr. Texas Wettkampf mitgemacht. Wie man so hört war das deine erste Show, nachdem einer deiner Kollegen, Gustavo Arlotta, dich fragte, ob du mit ihm im MetroFlex trainierst. Dort begegnetest du Brian Dobson, der dir eine lebenslängliche Mitgliedschaft anbot, wenn du dich mit ihm auf den Wettkampf vorbereiten würdest. Kannst du ein bisschen von den Hintergründen erzählen? Wie war es für dich, gleich auf Anhieb den Titel im Schwergewicht und den Gesamtsieg zu holen?

Ronnie: Wie bereits in der Frage angesprochen machte ich es bloß, dass Brian endlich aufhörte zu fragen und um eine kostenlose Mitgliedschaft zu bekommen, denn die Zeiten damals waren hart. Letztendlich war das der größte Segen meines Lebens, denn sonst hätte ich mich niemals für Bodybuilding entschieden und wäre auch nicht acht Mal Mr. Olympia geworden. Krafttraining war ein Hobby, das ich liebte, aber ich wusste zu dieser Zeit überhaupt nichts über Bodybuilding, außer ein paar Dinge über Arnold. Ich war es gewohnt, Pizza und Burger zu essen und wollte diese ganzen Diäten nicht machen. Aber, wie ich bereits sagte, Brian war wie ein Segen und ich verliebte mich nach der ersten Show in den Sport und man könnte sagen, der Rest ist Geschichte.

Ein paar Jahre später konntest du dir deine Pro Card sichern. Wie lange hat es gedauert, bis du dich für konkurrenzfähig genug hieltst, um beim Mr. Olympia anzutreten?

Ronnie: Bei meinem ersten Mr. Olympia war ich im Grunde genommen nur ein Fan auf der Bühne, um mir auf einem der besten Plätze die Show anzusehen. Erst im Jahr 1996, als ich sechster wurde, dachte ich wirklich, dass ich alles hätte, um es mit den Besten der Welt aufzunehmen.

Wann wusstest du, dass du eine gute Chance hättest, den Mr. Olympia Titel zu holen? Gab es einen Punkt in deiner Karriere, an dem du wusstest, dass du ein Champion bist?

Ronnie: Ehrlich gesagt dachte ich nie, dass ich gewinnen würde, bis sie Flex Wheeler 1998 als zweiten Platz aufriefen und ich daraufhin zusammenbrach. Ich konnte es nicht glauben. Ich erinnere mich daran, wie ich nur mit Flex allein auf der Bühne stand und mir dachte „Wow, ich hätte nie gedacht, zweiter beim Mr. Olympia werden zu können“. Ich wusste immer, dass ich die Hingabe und die Entschlossenheit habe, um alles zu erreichen, aber erst in diesem Moment realisierte ich, dass ich alles gewinnen könnte.

ronnie-coleman-interview-1Du hast bereits erwähnt, dass der wichtigste Wettkampftitel dein erster Sieg beim Mr. Olympia im Jahr 1998 war. Zu dieser Zeit hattest du zusätzlich noch einen Full Time Job. Wie fühlte sich dieser Sieg nach einem brutalen Jahr mit Arbeit und Training an?

Ronnie: Ich kann das echt nicht in Worte fassen und deshalb bin ich auch auf der Bühne zusammengebrochen. Es wie wenn all die harte Arbeit, die Aufopferung, das Blut und der Schweiß es in diesem Moment wert waren und es war ein überwältigendes Gefühl zu wissen, dass man in etwas der Beste der Welt ist. Ich werde das nie vergessen.

Gab es nach deinem ersten Sieg beim Mr. Olympia irgend welche zentralen Änderungen in deinem Leben? Waren die Dinge anders, als du von der Bühne gingst?

Ronnie: Bis auf ein wenig mehr Anerkennung in der Öffentlichkeit und dass ich Mr. Olympia genannt wurde, nein, nicht wirklich. Ich ging direkt zurück zur Arbeit bei der Polizei und lebte mein Leben wie zuvor. Ich machte nichts anders.

Hat dein Training sich seit deinem ersten Sieg verändert? Hast du verschiedene Trainingssystem ausprobiert und wenn ja, welches war dein Favorit?

Ronnie: Mit mittlerweile 52 Jahren und zahlreichen Operationen hat sich mein Training sicher verändert. Zudem bin ich mehrfacher Vater. Aber vom Tag des ersten Sieges an bis zum Rücktritt blieb mein Training beständig. Wie ich es gesehen habe, konnte ich einfach das Training finden, welches für mich funktioniert. Warum etwas verändern, wenn man sich weiter verbessert?

Wie sah es mit deiner Ernährung aus? Hast du über die Jahre mit vielen Spezialisten zusammengearbeitet?

Ronnie: Nur mit einem, Chad Nichols, und ich gebe ihm eine Menge Respekt, denn er brachte mich aufs nächste Level, wodurch ich den Mr. Olympia gewinnen konnte.

Was hat dir am Training und der Bodybuilding Reise am meisten gefallen? Was hat dich immer zum Siegen gepusht? Bodybuilding ist berüchtigt dafür, schwer für Körper und Seele zu sein. Was hat dich Jahr für Jahr angetrieben?

Ronnie: Ich machte Bodybuilding nie, um Mr. Olympia zu werden. Es war nur eine Leidenschaft und ein Hobby für mich, also genau das Gegenteil wie bei den meisten. Die meisten haben schon immer trainiert, um irgendwann eine Pro Card zu bekommen und den Mr. Olympia zu gewinnen. Ich machte es, weil ich es liebte. Ich liebte es mich jeden Tag herauszufordern. Das Fitness Studio war meine Therapie für den alltäglichen Stress. Egal, was ich tat, ich wollte immer der Beste sein. Als ich zur Schule ging, wollte ich der beste Schüler sein und als ich Zeitungen austrug, wollte ich auch dort der Beste sein, den sie zur Verfügung haben. Ich hatte dieses Mindset bei allem, egal wie klein oder groß die Aufgabe war. Wenn du etwas genauso liebst, wie ich Bodybuilding liebe, dann musst du nichts machen, um dich zu pushen, es passiert einfach. Aber es gab auch schwere Zeiten und dann griff ich auf meine mentale Stärke zurück, indem ich mir bewusst wurde, dass mein Kopf alles kontrollieren kann.

Wie man so hört hast du dich immer schnell erholt. Um einiges schneller als der durchschnittliche Pro Bodybuilder. Worauf schiebst du das? Kommt es auf Ernährung oder Mindset an?

Ronnie: Natürlich hat die Ernährung viel damit zu tun und auch das Mindset ist wichtig, aber um ehrlich zu sein war ich mit einer guten Genetik gesegnet, weshalb ich mich sehr schnell erholen konnte.

ronnie-coleman-interview-3Wie hat sich Bodybuilding über die Jahre verändert? Denkst du die Bodybuilder heutzutage trainieren immer noch so hart wie du damals?

Ronnie: Ich glaube nicht, dass die Jungs heutzutage so konditioniert sind wie zu meiner Zeit, insbesondere in den späten 90er Jahren. Jeder Athlet auf der Bühne war super definiert und hart. Nein, ich denke nicht, dass sie auch nur in etwa so hart trainieren wie wir oder ich damals.

Welche Bodybuilder sind deiner Meinung nach die nächsten „Ronnie Colemans“? Wer hat das Zeug dazu, dieses Jahr und eventuell wie du acht Mal in Folge zu gewinnen?

Ronnie: Ich versuche nicht den Besten einer Ära mit dem Champ einer anderen zu vergleichen. Das ist wie wenn man Montana mit Brady vergleicht. Sie waren beide die besten ihrer Zeit, aber das Spiel verändert sich von Generation zu Generation und deshalb kann man Personen nicht vergleichen, die nicht gemeinsam auf dem Spielfeld oder der Bühne gestanden haben. Arnold, Haney und auch ich waren alle die besten ihrer Zeit, trotzdem kann man uns nicht vergleichen. Wenn jemand die Chance hat, dann Phil. Er hat bereits fünf Titel.

Du wirst häufig als Trendsetter im Bodybuilding beschrieben, der mit seiner Kombination von Masse, Konditionierung und Form die Menschen begeisterte. Welche Trends erkennst du in der heutigen Bodybuilding Welt?

Ronnie: Ich sehe zum Beispiel wie der Sport sich durch die Einführung der Men’s Physique mehr für die Massen öffnet. Wie bereits gesagt finde ich die Athleten heutzutage jedoch nicht mehr so konditioniert wie damals.

Obwohl du aufgehört hast an Wettkämpfen teilzunehmen, arbeitest du immer noch nahezu 24 Stunden pro Tag. Erzähle uns ein bisschen darüber, was dich motivierte, mit der Ronnie Coleman Signature Series in die Supplement Industrie einzusteigen.

Ronnie: Ich kann einfach nicht langsam machen. Ich wurde schon von vielen Unternehmen gesponsert und ich denke, dass ich ihnen sehr viel geholfen habe. Das mache ich jetzt eben mit meiner eigenen Marke. Vier Jahre später sind wir auf Platz 208 von 500 der Firmen in Privatbesitz. Es ist auch ein guter Weg, um mit den Fans in Kontakt zu bleiben und ihnen etwas zurückzugeben. Die Marke gehört mir, sie ist also vertrauenswürdig.

Nach der Einführung deiner Marke bist du viel um die Welt gereist. Welcher Ort hat dir am meisten gefallen? Überrascht dich die Anzahl an Fans, die du auf der ganzen Welt hast?

Ronnie: Ich liebe es, meine Fans auf der ganzen Welt zu besuchen und es gibt einige großartige Orte, aber ich muss definitiv Australien sagen. Dort ist es eine andere Art von Liebe und Respekt, die sie für den Sport haben und ich freue mich schon wieder auf das nächste Mal. Und nein, ich war nicht wirklich überrascht, denn ich wurde dem Ganzen schon in jungen Jahren ausgesetzt. 1994 war ich in Frankreich und Deutschland, um mich für den Olympia zu qualifizieren, und die Fans waren wirklich großartig.

Woraus ist der berühmte Spruch „Yeah Buddy“ entstanden? Das hat sich damals wie ein Lauffeuer verbreitet. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man diese Phrase nicht im Gym hört.

Ronnie: Ich habe dazu erst ein Video veröffentlicht, aber im Grunde war ich alleine im Gym zum Training und ich dachte darüber nach, wie ich mich pushen könnte. Das erste, was mir in den Kopf kam, war „Light Weight“ und das wurde irgendwann langweilig. In Louisiana nennt man sich oft Buddy und eines Tages schrie ich dann „Yeah Buddy“, was sich ebenfalls festsetzte. Genauso war es auch bei „ain’t nothing but a peanut“. Ich wollte mich irgendwie vor dem Satz motivieren und mir vormachen, dass das Gewicht nicht schwer sei, und aus irgendeinem Grund dachte ich an Erdnüsse. Ich hätte niemals gedacht, dass diese Sprüche so berühmt werden. Jetzt gibt es sogar einen Booster mit dem Namen „YEAH BUDDY“. Manchmal kann ich es echt nicht glauben.

Du hattest in der jüngeren Vergangenheit einige Operationen an Hals und Rücken. Was ist über die letzten Jahre passiert und wie hast du das Ganze überwunden?

Ronnie: Ich habe den Preis gezahlt, um der Beste zu sein, und das einzige, was ich bereue ist, dass ich nur zwei Wiederholungen bei den Kniebeugen mit 800 Pfund gemacht habe, obwohl ich vier hätte machen können. Das wird mich für immer verfolgen. Ich gehe das mit der Genesung genauso an wie mit allem, mit einem Killerinstinkt und der Leidenschaft der Beste zu sein. Die letzte Operation war eigentlich nur aufgrund eines defekten Teils des vorigen Eingriffs. Die eingebauten Schrauben waren zu klein für meinen Körper, deshalb ging eine davon kaputt.

Gibt es was deine Genesung betrifft irgend welche Geheimnisse? Gehst du zum Chiropraktiker oder zum Masseur und wenn ja, wie helfen diese Behandlungen bei der Genesung?

Ronnie: Ich würde es nicht als Geheimnisse bezeichnen, aber ich glaube definitiv an den wöchentlichen Gang zum Masseur und zum Chiropraktiker, wenn man seinen Körper einem so harten Training aussetzt. Das tiefe Gewebe begünstigt den Blutfluss und verbessert demnach die Regeneration. Chiropraktik hilft dabei, den Hals und den Rücken richtig auszurichten, sodass alle anderen Systeme auch richtig funktionieren.

Einer deiner Sprüche ist „Ain’t nothin‘ to it but to do it“, der tausende Menschen dazu inspiriert hat, einfach die Arbeit zu machen und sich ihrer Fitness anzunehmen. Kannst du etwas über deine Philosophie in Bezug auf Arbeitsmoral und das Leben sagen?

Ronnie: Es gibt keine Geheimnisse oder magische Tricks, um im Leben erfolgreich zu sein. Es ist schlicht und einfach. Arbeite härter als jeder andere und die einzige Möglichkeit, das zu machen, ist es zu machen. Es hört sich vielleicht lustig an, aber es ist die Wahrheit!

Zu guter letzt: Gibt es irgend etwas, das du über die nächsten zehn Jahre in der Industrie erreichen möchtest? Was kommt als nächstes?

Ronnie: Ich möchte, dass die Ronnie Coleman Signature Series eine der größten Marken der Welt wird. Meine Produkte sind für jedermann, auf jedem Level, nicht nur für Bodybuilder. Wir haben erst das Design verändert, um noch mehr Käufer anzusprechen, denn ich möchte, dass nicht nur Bodybuilder von den Supplements profitieren. Ich habe sogar ein Schlaf Produkt, das für jeden Menschen der Welt geeignet ist, selbst wenn man nicht trainiert. Wie bei allem in meinem Leben will ich auch hier der Beste sein und ich arbeite hart, mit Leidenschaft und Hingabe, um das mit meinem Team zu ereichen!


Quelle: spotmebro.com/exclusive-ronnie-coleman-interview/

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