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Punkte, Wettkampfsieg & Co.: Auf diese Arten kann man sich für den Mr. Olympia qualifizieren!

Der Mr. Olympia ist der größte und prestigeträchtigste Bodybuilding-Wettkampf der Welt. Seit 1965 treten hier die besten Bodybuilder des Planeten gegeneinander an, um sich mit einem Sieg eine der legendären Sandow-Trophäen zu sichern. Während das Event früher auch einmal außerhalb der USA ausgetragen wurde, hat sich mittlerweile seit gut 20 Jahren Las Vegas als jährlicher Veranstaltungsort herauskristallisiert. Obwohl es natürlich der Traum vieler ist, einmal bei der renommierten Show auf der Bühne zu stehen, ist das Ganze nicht einfach mit einer Einladung getan, denn man muss sich dafür eine Teilnahmeberechtigung sichern. Doch wie erreicht man die Qualifikation für den Mr. Olympia? Diesbezüglich gibt es in den Weiten des Internets viele veraltete Informationen und wir wollen euch mit unserem Beitrag den heutigen Stand der Dinge näher bringen!

Bevor wir auf die einzelnen Möglichkeiten für die Mr. Olympia Qualifikation zu sprechen kommen, muss zunächst klar gestellt werden, dass man auch für diese eine Grundvoraussetzung erfüllen muss. Man benötigt nämlich die Pro Card, um überhaupt bei einem Profi-Wettkampf der IFBB Pro League  teilnehmen zu dürfen.

Es gibt je nach Land verschiedene Wege, sich die heiß begehrte Profilizenz zu sichern. In den USA beispielsweise muss man Gesamtsieger bei den National Championships, North American Championships oder USA Championships der NPC werden. Ein deutscher Athlet kann seine Pro Card hingegen unter anderem durch einen Gesamtsieg bei den Amateur-Wettkämpfen zur Arnold Classic, zum Mr. Olympia oder der EVLS Prague Pro beantragen. Mit einer Top 3 Platzierung bei der Welt- oder Kontinentalmeisterschaft kann man sich ebenfalls die Profilizenz holen. Seit der Spaltung der IFBB Pro League und der IFBB Amateur League gibt es einige Optionen mehr. Man kann sich über sogenannte Pro Qualifier, die seit geraumer Zeit auch in Europa vermehrt ausgetragen werden, den Traum der Profilizenz erfüllen.

Früher konnten noch die einzelnen Landesverbände (hierzulande der DBFV) jeweilige Empfehlungen für Athleten aussprechen, die daraufhin von der IFBB als Profi aufgenommen wurden. Das geht heutzutage nicht mehr, womit man vor allem erreichen möchte, dass nur noch mehr oder weniger hochkarätige Bodybuilder eine Pro Card erhalten.

Doch wie läuft das nun – vorausgesetzt man ist im Besitz der Profi-Lizenz – mit der Mr. Olympia Qualifikation?

Dexter Jackson, Jay Cutler und Phil Heath während einem ihrer vielen Auftritte beim Mr. Olympia in Las Vegas.

Möglichkeit #1 – Man gewinnt eine IFBB Pro Show nach dem Mr. Olympia

Eine der Optionen, sich die Mr. Olympia Qualifikation zu sichern, ist den ersten Platz bei einem Wettkampf der IFBB Pro League zu erreichen. Die bekanntesten Events nach der prestigeträchtigen Veranstaltung selbst sind sicherlich die Arnold Classic und die New York Pro (ehemals Night of Champions), doch es gibt noch zahlreiche weitere Shows, die jährlich stattfinden und gewonnen werden können, um letztlich in Las Vegas mit den Besten der Besten auf der Bühne zu stehen.

Seit 2017 gilt die Qualifikation per Sieg nur noch dann, wenn in der Klasse, in der ein beliebiger Athlet antritt, von Mr. Olympia zu Mr. Olympia 25 oder weniger Wettkämpfe ausgetragen werden. Sind es mehr als 25 Wettkämpfe, qualifizieren sich nicht die besten drei, sondern die besten 20 Athleten der Punkteliste. Die Qualifikationen nach Wettkampfsiegen fallen weg, zudem erfolgt eine etwas andere Zählerverteilung, die im übernächsten Abschnitt erläutert wird.

Möglichkeit #2 – Man hat sich im Vorjahr unter den Top 5 beim Mr. Olympia platziert

Hat man die Qualifikation für den Mr. Olympia erst einmal in der Tasche und schneidet zudem gut neben den anderen Athleten ab, kann es sein, dass man die Teilnahmeberechtigung für das nächste Jahr bereits sicher hat. Genauer gesagt muss man sich hierfür unter den ersten Fünf platzieren. Wenn einem das gelingt, kann man sich theoretisch eine etwas längere Offseason gönnen und die nächsten zwölf Monate für die erneute Vorbereitung auf das renommierteste Event im Bodybuilding nutzen.

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Möglichkeit #3 – Man ist unter den Top 3 (oder Top 20) der Punkteliste

Eine weitere Möglichkeit, die Mr. Olympia Qualifikation klarzumachen und sich neben den besten Bodybuildern der Welt zu präsentieren, ist die Punkteliste. Der Sieger eines IFBB Pro League Events ist dann automatisch qualifiziert, wenn in seiner Klasse 25 oder weniger Wettkämpfe pro Jahr stattfinden. Ist dies der Fall, fährt der besagte Teilnehmer nach Las Vegas und unter den Plätzen 2 bis 5 werden zusätzlich dazu noch Punkte verteilt, mit denen man sich ebenfalls eine Startberechtigung sichern kann. Am besten ist es demnach, sich bei so vielen Wettkämpfen wie möglich in den Top 5 zu platzieren, um genügend Punkte für die Qualifikation zu sammeln.

Ist man unter dem Strich nach dem letzten Wettkampf vor dem Mr. Olympia unter den ersten drei Athleten auf der Punkteliste (bei 25 oder weniger Wettkämpfen), darf man in Las Vegas an den Start gehen. Herrscht Unentschieden, gewinnt der IFBB Pro mit den besten Platzierungen bei den einzelnen Events. Sollte einer der durch Punkte qualifizierten Bodybuilder nicht antreten können, wird der Darauffolgende nicht nachnominiert.

Im Jahr 2017 wurde eine neue Regelung festgelegt, welche die Punkteverteilung ein wenig spezifiziert hat. Finden in einer beliebigen Klasse mehr als die oben erwähnten 25 Wettkämpfe statt, so erhalten die Zweit- bis Fünftplatzierten zwar dieselbe Anzahl an Zählern, als würden 25 Wettkämpfe oder weniger ausgetragen werden, doch auch der Sieger bekommt in diesem Ausnahmefall Punkte und zwar gleich doppelt so viele wie der Zweitplatzierte, was die Qualifikation fast schon automatisch sichert. Dann dürfen darüber hinaus nicht nur die Top 3, sondern die Top 20 der Punkteliste am Mr. Olympia teilnehmen. Das Ganze hört sich etwas kompliziert an, ist es schlussendlich aber nicht. Vor allem in der Men’s Physique, der Classic Phyisque und der Bikini-Klasse müssen sich die Starter(innen) allerdings mit jener Erneuerung vertraut machen, da in diesen Divisionen die meisten Wettkämpfe stattfinden.

Die Verteilung der Punkte für die einzelnen Shows sieht zum jetzigen Zeitpunkt wie folgt aus: 

Roman Fritz bei der Tampa Pro 2016. Für seinen vierten Platz sicherte sich der deutsche IFBB Pro damals noch zwei Punkte. Heutzutage wären es sechs gewesen.

Arnold Classic USA

(*1. Platz: 20 Punkte)
2. Platz: 10 Punkte
3. Platz: 9 Punkte
4. Platz: 8 Punkte
5. Platz: 7 Punkte

Arnold Classic Australia, Arnold Classic Brazil, New York Pro, Pittsburgh Pro, Tampa Pro, EVLS Prague Pro, Toronto Pro

(*1. Platz: 16 Punkte)
2. Platz: 8 Punkte
3. Platz: 7 Punkte
4. Platz: 6 Punkte
5. Platz: 5 Punkte

Chicago Pro, Vancouver Pro, Kuwait Pro, Japan Pro

(*1. Platz: 12 Punkte)
2. Platz: 6 Punkte
3. Platz: 5 Punkte
4. Platz: 4 Punkte
5. Platz: 3 Punkte

Alle anderen Wettkämpfe

(*1. Platz: 8 Punkte)
2. Platz: 4 Punkte
3. Platz: 3 Punkt
4. Platz: 2 Punkte
5. Platz: 1 Punkt

*Finden mehr als 25 Wettkämpfe statt, erhält auch der Sieger Punkte, ist aber aufgrund der hohen Anzahl dieser fast schon sicher für den Mr. Olympia qualifiziert. Der Erstplatzierte bekommt nämlich gleich doppelt so viele Zähler wie der Zweitplatzierte. 

Möglichkeit #4 – Man wurde irgendwann einmal Mr. Olympia

Der Sieg beim Mr. Olympia ist sicherlich die größte Errungenschaft überhaupt im Profi-Bodybuilding, doch für den Sieg in Las Vegas erhält man nicht nur die heiß begehrte Sandow-Trophäe, sondern auch ein lebenslanges Teilnahmerecht. Wer sich einmal beim renommiertesten Event durchsetzen konnte, darf rein theoretisch jedes Jahr erneut starten, ohne sich dafür qualifizieren zu müssen.

Würde es also beispielsweise Arnold Schwarzenegger, Frank Zane oder Franco Columbo in den Fingern jucken, könnten sie noch im kommenden September ohne Mr. Olympia Qualifikation beim größten Bodybuilding Wettkampf der Welt ihr Comeback feiern. Bei den genannten Athleten ist eine Teilnahme zwar nahezu ausgeschlossen, aber Jay Cutler zum Beispiel, der im Jahr 2010 zum letzten Mal die Sandow in Empfang nahm, wäre ebenfalls für alle Mr. Olympia Events der Zukunft startberechtigt.

Möglichkeit #5 – Man bekommt eine sogenannte „Spezialeinladung“ (Special Invite)

Schafft man es über alle zuvor genannten Wege nicht, die Mr. Olympia Qualifikation einzutüten, ist noch immer nicht aller Tage Abend. Eine letzte Möglichkeit gibt es nämlich noch, doch diese ist nicht wirklich verbreitet, auch wenn sie innerhalb der letzten Jahre gleich zwei Athleten die Teilnahme ermöglichte.

Die Rede ist vom Special Invite, was ins Deutsche übersetzt so viel bedeutet wie „Spezialeinladung“. Gezogen wird diese Karte jedoch in der Regel nur bei „verdienten“ IFBB Pros, die in der Vergangenheit überdurchschnittliche Leistungen erbracht haben. Das aktuellste Beispiel ist Flex Wheeler, der zwar nie eine Sandow gewinnen und sich auch sonst über keine der anderen Optionen qualifizieren konnte, aber durch den Verband die Möglichkeit bekam, beim Mr. Olympia 2017 in der Classic Physique Klasse an den Start zu gehen.

Ebenso erging es in diesem Zusammenhang auch Kevin Levrone. Dem IFBB Pro aus Baltimore wurde im Jahr 2016 durch ein Special Invite die Teilnahme beim Mr. Olympia gewährt. Herausgesprungen ist zwar schlussendlich nur ein geteilter letzter Platz, doch summa summarum lässt sich sagen, dass sein Comeback für einiges an Publicity gesorgt und die Spannung auf das Event um ein Vielfaches erhöht hat.

Kai Greene beispielsweise soll innerhalb der vergangenen Jahre ebenfalls ein Special Invite angeboten bekommen haben und das gleich mehrmals. Am Mr. Olympia teilgenommen hat der New Yorker aber seit 2014 nicht mehr und auch 2019 erscheint es bislang unwahrscheinlich, dass man ihn in Las Vegas auf der Bühne sieht.

Kevin Levrone, hier links im Bild, beim Posedown auf der Pressekonferenz zum Mr. Olympia 2016. Teilnehmen durfte der US-Amerikaner nur durch eine Spezialeinladung von der IFBB Pro League.

Es gibt also insgesamt fünf Möglichkeiten, die Mr. Olympia Qualifikation einzutüten, wovon eine sogar ein Leben lang gilt. Trotz der verhältnismäßig vielen Optionen, die auch unter Bodybuilding-Fans teilweise gar nicht alle bekannt sind, bleibt es jedoch noch immer ein Privileg, beim prestigeträchtigsten Event dieses Sports starten zu dürfen. Schlussendlich stehen auf der Bühne in Las Vegas die Besten ihrer Zunft und es entscheiden nicht selten nur wenige Prozente über Sieg und Niederlage!

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