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Schicksalsschlag überwunden: Micky Yule, der Powerlifter ohne Beine!

Sport verbessert nicht nur das körperliche Erscheinungsbild, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf Psyche sowie Laune und damit letztendlich auch auf die Lebensqualität. Dank der Verbreitung und Organisation entsprechender Clubs wird adaptiver Sport ebenso immer interessanter für Menschen mit Behinderung. Dabei reicht die Spannweite vom Hobby- bis hin zum Wettkampfniveau, auch in der Therapie wird gerne damit gearbeitet. Die Änderungen in adaptiven Sportarten sind nur gering, weshalb Menschen mit körperlichen Einschränkungen diese so ausüben können, wie sie ursprünglich konzipiert wurden. So auch Micky Yule, dem Powerlifter ohne Beine, der trotz seiner Behinderung zahlreiche Erfolge im Kraftsport verzeichnen konnte!

Es war der 1. Juli 2010, der Tag, an dem sich das Leben von Mick Yule für immer veränderte. Als Oberfeldwebel und Suchberater bei den Royal Ingeneers war der Powerlifter gerade in der sechsten Woche seines Dienstes in Afghanistan. Während 90 Prozent aller Soldaten versuchten, den von der Taliban gelegten Sprengfallen auszuweichen, war es die Aufgabe von Mickys Patrouille, sie zu finden und zu zerstören, um das Land für die Bodentruppen zu sichern. Seine Truppe hatte noch ungefähr 100 Meter vor sich, bis der Familienvater das fand, was er gesucht hat. Dieses Mal stand er jedoch direkt auf der Sprengfalle.

Micky Yule verlor sofort sein linkes Bein und erlitt schwere Verletzungen an der rechten Hand und dem rechten Bein. Daraufhin wurde er schnellstmöglich behandelt und sein rechtes Bein musste aufgrund des schrecklichen Vorfalls ebenfalls amputiert werden. Infolgedessen wurde „The Viking“, wie sein Spitzname lautet, aus der Armee entlassen und musste einen neuen Sinn im Leben finden. Selbst solch ein Schicksalsschlag stellte für den schwer verwundeten Soldaten aber kein unüberwindbares Hindernis dar, denn als seine Verletzungen verheilt waren, fing der Sportler mit dem Powerlifting an.

Screenshot: Micky Yule beim Powerlifting
Micky Yule hatte sechs Jahre hartes Rehabilitations- und Krafttraining hinter sich, bis er im Mai 2016 an den Invictus Games teilnehmen konnte.

Trotz seiner jahrelangen Rehabilitation, die im Jahr 2016 ein Ende nahm, trat er bei den Commonwealth Games 2014 in Schottland mit einer Muskelverletzung an. Nach zwei Jahren weiterem Krafttraining konnte Micky Yule im Mai 2016 zudem an den Invictus Games teilnehmen. Dort schaffte es der Powerlifter unter Beifall von Prominenten wie Morgan Freeman, Michelle Obama und George W. Bush, 190 Kilogramm auf der Bank zu drücken. Mit dieser hervorragenden Leistung konnte der Athlet nicht nur seinen persönlichen Rekord brechen, sondern sich auch die Goldmedaille sichern.

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Auch 2017 wurde Micky Yule Britischer Meister im Powerlifting, indem er ein Gewicht von 195 Kilogramm im Bankdrücken bewältigte. Nach zahlreichen weiteren Wettkämpfen lautet das nächste Ziel des Familienvaters nun, bei den Paralympic Games 2020 in Tokio an den Start zu gehen. Micky erklärte im Jahr 2019 gegenüber The Courier, dass er insgesamt vier Meisterschaften vor sich habe, bevor es nach Japan ginge. Zuerst den Para Powerlifting World Cup 2019 in Fazza, danach würde es im April nach Ungarn und im Juli nach Kasachstan gehen. Die Endrunde würde Anfang 2020 stattfinden.

Powerlifter Micky Yule erläutert, dass man sich in den besagten vier Wettbewerben einen Platz unter den ersten Acht sichern müsse, um einen Platz bei den Paralympischen Spielen in Tokio zu erlangen. Mit Blick auf das Event in der japanischen Hauptstadt führt „The Viking“ abschließend aus: „Wenn ich ohne Verletzungen oder Probleme dorthin gelangen können, wäre ich ein glücklicher Mensch. Jeder muss sein Training so anpassen, um über ein Problem hinwegzukommen. Ich möchte keine Ausreden aufgrund meiner Verletzung suchen, aber ich fühle mich großartig und habe seit Beginn von 2019 einen guten Lauf gehabt.“

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