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Matt Mendenhall – Bester Bodybuilder, der niemals Profi wurde?

Auf die Frage nach dem besten Bodybuilder aller Zeiten wird oft mit dem Namen Ronnie Coleman geantwortet. Insgesamt acht Mal gewann der Texaner den prestigeträchtigen Mr. Olympia und reihte sich damit in die Liste der Legenden dieses Sports ein. Zumindest in Bezug auf den weltweit wichtigsten Bodybuilding Wettkampf war aber ein weiterer IFBB Pro ebenso erfolgreich, denn auch Lee Haney kann acht Sandow Trophäen sein Eigen nennen. Zu dessen Blütezeit gab es allerdings noch einen weiteren Athleten, der unfassbares Potenzial mitbrachte, den Sprung zum Profi andererseits nie schaffte!

Die Rede ist von Matt Mendenhall, der 1960 in Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) geboren wurde und lange Zeit als eines der größten Talente im Bodybuilding galt. Dabei begeisterte sich der spätere Spitzenathlet in jungen Jahren zunächst für Football und Stabhochsprung. Als 15-Jähriger zog er sich dann im Training aber eine so gravierende Verletzung zu, dass ihm fast der Unterarm hätte amputiert werden müssen und der Arzt eine vollständige Heilung nahezu ausschloss.

Es dauerte nicht lange, bis Matt Mendenhall dem Mediziner das Gegenteil beweisen konnte. Unter Zuspruch seiner Geschwister startete er die Rehabilitation mit Gewichten und erholte sich in kürzester Zeit komplett von seinem Trainingsunfall. Schnell wurde klar, dass der US-Amerikaner eine überdurchschnittlich gute Veranlagung zum Muskelaufbau mitbringt. Seinen ersten Wettkampf, den Mr. Ohio High School, gewann er dementsprechend unangefochten im Alter von 17 Jahren.


 

Mike Mendenhall ist wohl einer der besten Bodybuilder, der sich nie die IFBB Pro Card sichern konnte.

Trotz seines großen Potenzials schaffte es Matt Mendenhall jedoch nie, sich in die Riege der IFBB Pros einzureihen. Bei den NPC Nationals im Jahr 1982 trennte ihn nur ein Punkt von Lee Haney, der vor ihm den ersten Platz belegte und sich bei den darauffolgenden World Amateur Championships nicht nur die Profilizenz holte, sondern im weiteren Verlauf seiner Karriere acht Mal den Mr. Olympia gewinnen konnte.

Der Grund für den ausbleibenden Erfolg von Matt Mendenhall waren unter anderem Verletzungen, Unfälle und vermeintliche Fehlentscheidungen. So zum Beispiel bei den NPC Nationals 1984, als er hinter Mike Christian wieder nur Zweiter wurde. Diese Entscheidung sollte auch Jahre danach noch von unabhängigen Experten infrage gestellt werden. Obwohl er 1985 dann die NPC USA Championships gewinnen konnte, schaffte er es bei den IFBB World Games im Anschluss nicht, sich die Pro Card zu sichern. Der amerikanische Bodybuilder litt an Jetlag, zog aufgrund der Reisestrapazen enorme Mengen an Wasser und platzierte sich hinter dem späteren Gewinner Berry de Mey, der die Qualifikation für den Mr. Olympia klar machte, auf dem zweiten Rang.

Nach dreijähriger Bühnenpause startete Matt Mendenhall auf mehrmalige Anfrage von Joe Weider ein Comeback bei den NPC Nationals 1991. Ein Sieg sprang aber erneut nicht heraus, stattdessen wurde es ein respektabler fünfter Platz, der das Karriereende mit nur 31 Jahren besiegelte. Die obigen und zahlreiche andere Vorkommnisse führten dazu, dass Matt Mendenhall niemals zum Profi wurde, auch wenn er ohne jeden Zweifel einer der talentiertesten Bodybuilder seiner Zeit war. Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn Lee Haney im Jahr 1982 nicht angetreten wäre!

Der Zweitplatzierte Mike Mendenhall (Mitte) neben Lee Haney (rechts) bei den NPC Nationals 1992.
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