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Kevin Levrone: War das Debüt gleichzeitig der Zenit?

Wenn man nicht gerade Arnold Schwarzenegger, Ronnie Coleman oder Phil Heath heißt, ist es schwierig, sich dauerhaft in den Köpfen der Bodybuildingszene zu etablieren. Als Legende des Sports wird man immer in guter Erinnerung behalten und Fans werden sich gerne an die Momente eines Athleten erinnern, die den Höhepunkt der Karriere bildeten. Schwieriger ist es aber, wenn man zwar über einen gewissen Zeitraum ein herausragender Athlet war, sich jedoch keinen absoluten Legendenstatus erarbeiten konnte. Ist das der Fall, wird man immer mit der Form in Verbindung gebracht, mit der man seine Karriere beendet hat.

Im Bodybuilding ist es genau so, wie in allen anderen Bereichen des Lebens. Nur, wenn man Außergewöhnliches zu leisten vermag, geht man in die Geschichtsbücher ein. Natürlich wird man hartgesottenen Fans immer in positiver Erinnerung bleiben. Für den durchschnittlichen Interessierten zählt jedoch nur der Eindruck, mit dem man die Bühne zum letzten Mal verlassen hat.

Das liegt in erster Linie an einer falschen Vorstellung von der Entwicklung des Körpers. Man geht davon aus, dass ein Athlet sich am Ende seiner Karriere am Höhepunkt der körperlichen Entwicklung befindet, weil er dort auf eine lange Trainingszeit zurückblicken kann.

In Wahrheit ist es aber so, dass ein Großteil der Sportler, die über Jahre hinweg beim Mr. Olympia oder den Arnold Classics auf der Bühne stehen, in früheren Wettkämpfen wesentlich bessere Gesamtpakete auf die Bühne brachten, als sie es zum Ende ihrer aktiven Laufbahn konnten.

Traurigerweise wird das oft vergessen. So erscheint es sinnvoll, die komplette Karriere eines Athleten zu betrachten und sich nicht auf die letzten Wettkämpfe zu beschränken. Nur dann kann man ein abschließendes Fazit zur besten jemals erreichten Form ziehen.

Von der Ästhetik zur Masse

Ein gutes Beispiel dafür, dass nicht immer das Ende der Karriere auch den Höhepunkt bildet, ist Kevin Levrone. Der US-Amerikaner erhält seine Pro-Card durch einen Sieg im Overall bei der NPC National im Jahr 1991.

Sein Pro-Debüt gibt er kurze Zeit später im Jahr 1992. Mit gerade einmal zarten 27 Jahren bringt Kevin nur knappe 100 Kilogramm in Wettkampfform auf die Bühne.

Kennt man den in Baltimore geborenen Athleten, wird man wissen, dass er im späteren Verlauf seiner Karriere mit deutlich mehr Gewicht seine Wettkämpfe bestritt. Dort bewegte er sich in Gewichtsregionen zwischen 109 und 115 Kilogramm, insgesamt also etwa zehn bis fünfzehn Kilogramm mehr, als zu seinem Debüt.

Mit dieser zusätzlichen Muskelmasse beendete Kevin im Jahr 2003 seine aktive Karriere, bevor er 2016 erneut die Entscheidung traf, Bühnenluft zu schnuppern und beim Mr. Olympia teilnahm. Das Ergebnis wer sowohl für Kevin selbst, als auch für die Fans unbefriedigend.

Seine beste Form hatte der heute 53-Jährige bereits lange Zeit hinter sich gelassen.

Mit zarten 27 Jahren beim Mr. Olympia 1992.

Zwei einprägende Shows

Entgegen der allgemeinen Annahme, dass ein Athlet mit fortschreitender Zeit und wachsender Erfahrung seinen Körper immer besser kennenlernt und dadurch seine Form jedes Jahr verbessert, kann Kevin seine ästhetischste Form bereits zum Anfang seiner Profikarriere abliefern. Dabei bleiben zwei Shows besonders im Gedächtnis.

  • Night of Champions – 1992

Bei der Night of Champions in New York im Jahr 1992, kurz nachdem er sich die Pro-Card gesichert hat, gelingt es dem US-Amerikaner auf Anhieb, den ersten Platz zu belegen. Man könnte denken, dass er hier Anfängerglück hatte, täuscht sich damit aber gewaltig.

Das Line-Up im Wettkampf ist nicht zu unterschätzen. Neben Porter Cottrell, Roby Robinson und Milos Sarcev, tritt auch ein junger Ronnie Coleman bei der Night of Champions an. Trotzdem gelingt es dem jungen Levrone, den Sieg einzufahren.

Und der Sieg soll kein normaler sein. Vielmehr pulverisiert Kevin die Konkurrenten mit unglaublicher Genetik, prallen Muskelbäuchen und einer Struktur, die alle anderen Athleten untergehen lässt.

  • 2) Mr. Olympia – 1992

Im gleichen Jahr nimmt Kevin auch am Mr. Olympia teil. Es ist immer noch sein erstes Jahr als Profi und man könnte meinen, dass der Frischling Ehrfurcht vor dem prestigeträchtigsten Wettkampf im Bodybuilding hat.

Doch Kevin belehrt die Zuschauer eines besseren. Mit immer noch jungen 27 Jahren gelingt es ihm, den zweiten Platz zu holen. Lediglich Dorian Yates kann den Neuling beim Olympia bezwingen.

Auch hier ist das Teilnehmerfeld stark. Für den zweiten Platz setzt sich Levrone gegen Lee Labrada, Shawn Ray oder Lou Ferrigno durch. Seine herausragende Form, Teilungen in den Quads und ein trockener Gluteus katapultieren ihn direkt neben Dorian Yates.

Mit fortschreitender Zeit in seiner Trainingskarriere hat Kevin Levrone immer mehr Masse gewonnen. Das ist auch nicht verwunderlich, hat die Fanmasse doch nach immer verrückteren Freaks auf der Bühne verlangt. Trotzdem konnte der US-Amerikaner gleich zum Start seiner Profikarriere seine wohl ästhetischste Form auf die Bühne bringen und sich damit als Rookie bei der Night of Champions und dem Mr. Olympia etablieren.

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