Jetzt von Experten entwickelte Produkte sichern!
GANNIKUS Original
spot_img
spot_img

Generation Pussy – Bist auch du eine?!

Ursprünglich nur den härtesten Männern und den leidenschaftlichsten Athleten vorbehalten, ist das Bodybuilding in der heutigen Zeit unmittelbar mit der Fitnessszene verbunden. Innerhalb der letzten Jahre hat die einst so knallharte Randsportart Einzug in das tägliche Leben der Gesellschaft gefunden und bahnt sich weiterhin ihren Weg zum akzeptierten Sport. Triebfeder für diese Entwicklung sind Social Media Plattformen, die von polarisierenden Influencern genutzt werden und täglich dafür sorgen, dass bereits heranwachsende Jugendliche sich für ein Training mit Gewichten begeistern. Eine neue Generation in der Bodybuilding- und Fitnesswelt entsteht.

Nicht jedem gefällt die Entwicklung, die das Bodybuilding in den letzten Jahren erlebt hat. Viele alteingesessene Athleten betrachten die neue Generation mit kritischen Augen und vermissen die Zeit, in der man noch Außenseiter war, wenn man täglich das örtliche Fitnessstudio besuchte.

War dieser Ort früher noch geprägt von kaltem Eisen, kahlen Wänden und einer düsteren Atmosphäre, sprießen heute an jeder Ecke die Discounterstudios wie Pilze aus dem Boden. Fluch und Segen zugleich.

Denn da, wo man einer breiten Masse die Möglichkeit bietet kostengünstig zu trainieren, entsteht der kleine Mikrokosmos einer neuen Generation, die ihre ganz eigenen Rituale pflegt und so manchem Sportler, der schon länger dabei ist, das Blut in den Venen kochen lässt.

Basketballer

Zu welchem Zeitpunkt hat jemand entschieden, dass ab sofort Basketballshorts über Strumpfhosen getragen werden? Wieso spart man sich nicht einfach Geld und das Theater und zieht sich richtig lange, dumm aussehende Socken an?

Hat da jemand die 80er-Version – die ohne die Shorts – gesehen und sich gedacht, dass er dafür zu schüchtern ist, weil man sein bestes, eventuell zu klein geratenes, Stück sehen kann und sich entschlossen, für Abhilfe zu sorgen?

Strumpfhosen sind vollkommen legitim, wenn ein komplettes Beinworkout auf dem Plan steht. Dann tut es aber auch ein lang geschnittenes Shirt, um den kleinen Mann vor neidischen Blicken zu verstecken und sich trotzdem nicht durch Basketballshorts lächerlich zu machen.

In Wirklichkeit wird niemand mit monströsen Beinen Shorts tragen wollen. So kann immer wieder erkannt werden, dass nur die Sportler im Basketball-Dress auftauchen, die ihre Beine wegen mangelnder Entwicklung verstecken möchten.

Bergsteiger

Große Männer brauchen große Flaschen!

Betritt man heute die heiligen Hallen mit einer Gallonenflasche, gehört man zu den Verlierern. In der alten Zeit wusste man, dass diese Flaschen genügend Volumen haben, um Flüssigkeit für ein ganzes Workout bereitzustellen. Aber die Regeln haben sich geändert.

Jetzt muss man seine überteuerte Nalgene Bergsteigerflasche mindestens zehn Mal an der extra dafür angefertigten Bar auffüllen. Der Grundgedanke ist nicht verkehrt.

Wenn man an seine Grenzen geht, schwere Gewichte bewegt und sich den Arsch aufreißt, um neue Muskelreize zu setzen, macht es durchaus Sinn, seinen Körper mit Wasser zu versorgen und zu vermeiden, dass er dehydriert.

Sitzt man aber an der Adduktoren-Maschine, scrollt auf dem Smartphone von einem Post zum nächsten und kann keine einzige Schweißperle auf der Haut vorweisen, ist das Auffüllen der wunderschönen Nalgene keine Notwendigkeit.

Outfit on Point

Eins muss man der neuen Generation lassen. Sie weiß, wie man sich zu kleiden und Outfits zu kombinieren hat. Auch wenn das im ersten Moment vielleicht keine Relevanz hat, wird man bei genauerem Nachdenken erkennen, dass es in gewisser Weise in Verbindung zum Bodybuilding steht.

Die alteingesessenen Athleten pflegen in vielen Fällen einen gepflegten Straßenpennerlook. Konfrontiert man sie damit, werden sie entgegnen, dass es ihnen egal ist, wie sie wahrgenommen werden, deshalb auf passende Outfits verzichten und lieber mit ihrer puren Kraft und Männlichkeit überzeugen.

Alles geheuchelt. Wir befinden uns aber im Bodybuilding. In keinem anderen Sport wird so viel Wert darauf gelegt, wie man wahrgenommen wird. Diese Einstellung überträgt sich vom Körper auf die Kleidung.

Wer sich auch durch sein Outfit nach Außen gut darstellt und nicht wie ein dahergelaufener Obdachloser ins Studio rennt, trägt seinen Teil dazu bei, dass Bild vom stereotypischen, asozialen Bodybuilder zu zerstören.

Genug der Lorbeeren für diese Eigenschaft der heranwachsenden Sportler.

Funktionalität

Warum besteht man heutzutage darauf, möglichst sinnlose und dumm anzusehende Übungen auszuführen, immer unter der Behauptung, dass ein Training funktionell sein muss?

Als Hobbysportler benötigt man diese Funktionalität genau so wenig wie der Amateuerkicker, der sich mit seinen Jungs am Wochenende auf dem Bolzplatz trifft, um das Trinkgelage im Anschluss zu rechtfertigen.

Man braucht keine funktionalen Übungen, um den Muskel zum Wachstum zu zwingen.

Der motivierte Athlet von heute möchte auch nicht mehr massiv aussehen. Ziel seines Workouts besteht in einer abgemagerten Figur mit dicken Armen und einem Sixpack. Verantwortlich dafür war höchstwahrscheinlich die Twilight-Trilogie, während man in den guten alten Zeiten noch Ikonen – wie Rambo, Rocky und Co. – nachgeeifert hat.

Randnotiz an alle Verfechter der Funktionalität: Box-Jumps werden die Beine nicht wachsen lassen, sodass die Skinny Jeans danach immer noch passen werden. Therabänder und Ropes werden auch nicht dafür sorgen, dass die Schultern wachsen. Die Wahrscheinlichkeit ist demnach groß, dass die Slim Fit Sweater auch in Zukunft noch sitzen.

Das eigene Reich

Zur Primetime sämtliche Hanteln von zehn bis fünfzig Kilogramm in der eigenen „Skinny Guy Area“ zu horten, wird keinen Vorteil für den Muskelaufbau bringen, sehr wohl aber dazu führen, dass motivierte Athleten, die ihr Workout abschließen wollen, sehr angepisst sind.

Diese Athleten werden keine Sekunde lang zweifeln und den Elfenbeinturm aus Hanteln zerstören, ohne auch nur ein Wort zu sagen, wenn sie sich kommentarlos die Gewichte holen, die sie für ihr Training benötigen.

Sprachlos sitzt der Fitnesshipster in seinen Basketballshorts dann da und weiß nicht, was er sagen soll. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem er im gemachten Nest zuhause vor dem Macbook sitzt und auf Facebook über die aggressiven Steroiduser herzieht, die ihm seine Hanteln entwendet haben.

In der alten Zeit war nicht alles schlecht und in der neuen Generation ist nicht alles gut. Trotz einigen fragwürdigen Eigenarten trägt die heranwachsende Generation mit ihren Entwicklungen dazu bei, dass das Bodybuilding der breiten Masse zugänglich gemacht wird. Der Zauber der goldenen Ära ist zwar damit verflogen, wird aber immer in den Köpfen der wahren Fans bleiben und das echte Bodybuilding repräsentieren. Wenn man also das nächste Mal über den Hantelberg stolpert, der von dem basketballshortstragenden, an seiner Nalgene schlürfenden, Hänfling aufgebaut wurde, sollte man mit einem Lächeln weitergehen und sich auf seinen eigenen Progress konzentrieren.


Quelle: elitefts.com/education/training/bodybuilding/generation-pussy/

Weitere Top Artikel
Weitere top Artikel

Vielen Dank für Dein reges Interesse an unseren Beiträgen und Deinen Kommentar. Bevor Du jedoch in die Tasten haust, möchten wir Dich bitten, Folgendes zu beachten:

Der respektvolle Umgang miteinander liegt uns besonders am Herzen. Trotz der Anonymität in unserer Kommentarsektion, möchten wir daran erinnern, dass das Fundament unserer Community reale Personen sind. Dass hier Ansichten und Meinungen auseinander gehen, liegt in der Natur der Sache. Herabwürdigungen, unsachliche Kommentare und Beleidigungen werden jedoch nicht toleriert und entsprechend moderiert oder gelöscht.

9 KOMMENTARE

  1. Leider wahr. Die ganzen GA-tragenden, Smartphone wischenden Möchtegerns, die die Trainingsfläche versperren,, braucht kein Mensch.
    Oh, ich vergas, es gibt ein Klientel, der diese Möchtegerns braucht…..

  2. Hab Ich schonmal recht ähnlich in eurer Facebook gruppe so geschrieben, wurde dafür von 75% der Leute abgestraft! Naja der Artikel ist stabil.

  3. ich trage Basketballshorts – gerne und immer. Trainiere alle 4 Tage Beine.
    Echt keinen Bock mich in so leggings reinzuquetschen. Und meine beine sehen dadurch eher dünner aus, als wenn ich sie akzentuieren würde.

  4. Studios gibt es halt so viele, dass sie sich an alle richten müssen. Mein ehemaliges Studio ist sogar Richtung Wellness gegangen und wirbt extrem um ältere Leute mit Rückenleiden. Das Ambiente und Publikum gefiel mir nicht mehr.
    Das coolste Hallen-Feeling haben bei uns die CrossFitFuzzis. Alles andere richtet sich an alle und wird entsprechend beworben.

    Positiv gesehen ist es aber gut, wenn mehr Leute Kraftraining machen. Studien zeigen auch, das gerade Ältere von hartem Aufbau profitieren, sogar auch mental. Was ich sehr bedenklich finde sind die vielen Schulbuben, man kann auch zu früh anfangen.

    Was ich noch sagen will, auch wenn es Viele hier vielleicht stört: Ohne Illegales Zeug ist der drahtige Körperbau mit medium Muskel für sehr viele Leute nun mal das Maximum. Das muss nicht gewollt sein.

  5. naja, und es gibt auch solche, für die ist das Gym nicht das Zentrum der Welt ist. Die sind da, um sich für einen richtigen Sport, hald mit Boxjumps und der gleichen ideal vorzubereiten. Sorry, konnte mir den Seitenhieb nicht verkeifen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here