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„Quadzilla“: Der tragische Tod von Paul Demayo!

Fragt man die Bodybuilder der heutigen Zeit danach, ob sie leistungssteigernde Substanzen verwenden, so ist es keine Seltenheit mehr, dass diese Frage offen mit „ja“ beantwortet wird. Die Verwendung von anderen Drogen, wie beispielsweise THC, Amphetaminen, Kokain und Co., wird allerdings nicht so transparent kommuniziert, soll aber durchaus keine Seltenheit darstellen. Zahlreiche Sportler erzählten bereits über ihre Erfahrungen mit bewusstseinserweiternden Stoffen, unter anderem Julius Maddox oder Larry Wheels. Auch Paul Demayo war ein Bodybuilder, der dem Drogenmissbrauch, welcher letztendlich tödlich endete, verfallen war.

Jeder, der das Bodybuilding bereits in den 90er-Jahren verfolgte, müsste sich an Paul Demayo erinnern. Der gebürtige US-Amerikaner bekam in der Szene aufgrund seiner massiven Beine den Spitznamen „Quadzilla“. In seiner Karriere nahm er an zahlreichen Wettkämpfen teil, bei denen er zwischen den Jahren 1991 und 1994 stets mindestens den vierten Platz belegte. Seinen Durchbruch erzielte Paul durch einen Sieg bei den NPC Junior Nationals 1991 gegen Kevin Levrone. Des Weiteren belegte er im selben Jahr den dritten Platz bei den NPC Nationals hinter Levrone und Flex Wheeler und überholte dabei sogar Ronnie Coleman und Chris Cormier.

Dank dem Gesamtsieg und der Erstplatzierung im Schwergewicht bei den NPC Nationals 1994 holte sich der damals 27-Jährige mit einer Größe von 178 Zentimetern und einem Gewicht von 116 Kilogramm seine Pro Card und stand im darauffolgenden Jahr auf der Bühne des Mr. Olympia, wo er den zwölften Platz belegen konnte. Gerade als es so aussah, als würde Demayo gerade erst anfangen, war er bereits fertig, denn von da an gingen die Platzierungen nie über den neunten Platz hinaus, weshalb der Bodybuilder seine Karriere im selben Jahr an den Nagel hängte und als Trainer in einem Gold’s Gym tätig war.

Bild: Paul Demayo auf der Bühne mit Kevin Levrone
Paul Demayo mit Kevin Levrone auf der Bühne der NPC Junior Nationals 1991.

Für das nächste Jahrzehnt kämpfte Paul Demayo gegen seine inneren Dämonen. Im späteren Verlauf seines Lebens soll der Bodybuilder schwer depressiv und süchtig nach Opiaten geworden sein. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Spekulationen darüber, dass eine Droge Namens „new bane“ den Beginn seiner Abhängigkeit eingeläutet haben soll. Hierbei handelt es sich um ein Opioid, welches vor allem in den 90er-Jahren vermehrt von Kraftsportlern missbraucht wurde, um zunächst über Schmerzen hinwegzusehen und härter trainieren zu können. Diese Substanz galt als Einstiegsdroge, die durch den regelmäßigen Konsum zu einer gewissen Toleranzentwicklung geführt haben soll, welche die Konsumenten dazu verleitete, zu härteren Mitteln zu greifen, sobald keine Wirkung mehr verspürt werden konnte. Scheinbar erwies sich dieses Medikament auch bei Paul zu einem gewissen Zeitpunkt als unzureichend, da er sich später an Heroin bediente, bis er schließlich an einer Überdosis verstarb.

Der Tod des damals 37-Jährigen löste zahlreiche Mutmaßungen aus. Selbst Ed Connors, der Mitgründer der internationalen Fitnessstudiokette „Gold’s Gym“, sprach in einem Interview darüber, dass er von einer vorsätzlichen Tötung ausgehe. Ihm sei es zum damaligen Zeitpunkt als durchaus merkwürdig erschienen, dass Paul bereits vor seinem Ableben seine Trophäen verkaufte, um an Geld zu kommen. Die Tatsache, dass sein bester Freund am darauffolgenden Tag ebenfalls an einer Überdosis Heroin verstarb, ließ ihn daher zu dem Schluss kommen, dass sich die beiden Männer vermutlich beim gleichen Dealer bedienten und ihre Rechnung nicht mehr begleichen konnten. Diese Unterstellung wurde jedoch nie bewiesen.

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Allgemein sollen im Leben des Kraftsportlers einige dubiose Dinge vonstattengegangen sein. So wurde er unter anderem zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt, weil er unter Drogeneinfluss auf seine Freundin geschossen hatte. Eine tragische Geschichte, wenn man bedenkt, dass Paul sein Potenzial im Bodybuilding nie vollständig ausgeschöpft hat. Es wäre durchaus spannend zu beobachten gewesen, was der Ausnahmeathlet im Verlauf seiner Karriere aus seinem Körper hätte herausholen können. 

Bild: Die Beine von Paul Demayo
Die muskulösen Beine waren das Markenzeichen von Paul Demayo.
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