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Bob Hoffman – Eine vergessene Legende des Bodybuildings?

Wenn eine ganze Bewegung boomt und im Vordergrund polarisierende Personen auf riesigen Werbetafeln beworben werden, kommt es immer wieder vor, dass die Menschen, die einen viel größeren Anteil am Erfolg haben, vergessen werden. Den Machern, die die Fäden im Hintergrund ziehen und sich aufopfern, wird oft nicht die Anerkennung entgegengebracht, die sie verdient hätten. Diese Charaktere gibt es auch im Bodybuilding. Neulinge lassen sich durch die heutigen Social Media Kanäle täglich mit einer Flut an Posts berieseln und sehen Stunde für Stunde die gleichen Gesichter. Einen Steve Cook, einen Calum von Moger oder einen Matt Ogus. Schnell kann da der Glaube aufkommen, dass diese Influencer die Bodybuilding Szene geprägt und zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Den Weg bis zum heutigen Tag haben aber ganz andere Figuren geebnet.

Nun könnte man sofort an Joe Weider oder Arnold Schwarzenegger denken. Ohne Zweifel haben die beiden einen riesigen Anteil am Ansehen des heutigen Bodybuildings und sind Ikonen ihrer Ära.

Aber selbst ein Joe Weider stand so polarisierend in der Öffentlichkeit, dass er andere Pioniere des Bodybuildings überschattet und in Vergessenheit geraten lässt.

Es gibt einen Mann, der den Grundstein für das Bodybuilding und die allgemeine Wahrnehmung des Körpers in einem viel größeren Ausmaß beeinflusst hat.

Der Pionier

Hinter den Kulissen hat ein Mann namens Bob Hoffman bis heute so viel für den Sport getan, wie kaum ein anderer.

Geboren im Jahr 1889, entschließt sich der US-Amerikaner 1919 neben seiner ursprünglich geplanten Ölbrennerei auch Equipment für das Gewichtheben und Hanteln herzustellen.

Seine Begeisterung für das Training mit Gewichten bringt ihn dazu, 1924 den ersten amerikanischen Wettkampf im Gewichtheben zu veranstalten.

Leider findet das Gewichtheben zu diesem Zeitpunkt kaum Anerkennung in der Öffentlichkeit und ordnet sich in die Kategorie Zirkusauftritte ein. Erst einige Jahre später soll sich das ändern.

Als 1932 die Olympischen Spiele stattfinden und das amerikanische Team eine herausragende Leistung darbieten kann, ändert sich die Sichtweise auf den Kraftsport. Möglich wurde diese Wende nur, weil Bob Hoffman als Coach des Teams fungierte und zu neuen Bestleistungen antrieb.

Promoter und Verleger

John Grimek hebt eine Langhantel einarmig über den Kopf.

Auch im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad leistete der Unternehmer zweifelsohne Pionierarbeit. Zwei einflussreiche Magazine – „Muscular Development“ und „Strength & Health“ – wurden durch ihn produziert und machten den Sport der breiten Masse zugänglich.

Zusätzlich dazu arbeitete der Equipmenthersteller aus Georgia als Promoter in der Bodybuildingwelt. Ihm ist die Entdeckung von John Grimek zuzuschreiben. Dem Sieger des allerersten Mr. Universe im Jahr 1948.

Grimek entsprang dem Olympischen Gewichtheber Team von 1936, das ebenfalls von Bob Hoffman gecoacht wurde.

Supplements und Politik

Um dem schon riesigen Beitrag, den er für den Sport geleistet hat, die Krone aufzusetzen, bringt Bob Hoffman in den 50er Jahren das erste, für die Öffentlichkeit frei verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt und legt damit den Grundstein für die heute florierende Supplementindustrie.

Mit dieser Vorgeschichte, der Leidenschaft für den Sport und dem geballten Fachwissen, ist es nur verständlich, dass Hoffman Mitgründer des „President’s Council on Fitness, Sports & Nutrition“ ist, eine amerikanische Regierungsorganisation, die darum bemüht ist, Menschen aller Altersklassen für den Sport zu begeistern.

Unumstritten haben auch die polarisierenden Mediengestalten in den Social Media Kanälen und auf den Plakaten der Fitnessmessen dieser Welt einen Anteil am Bekanntheitsgrad und der Entwicklung des heutigen Bodybuildings. Schaut man aber hinter die Kulissen und taucht in die Geschichte ein, wird man schnell feststellen, dass es Menschen gibt, die ihr Leben und ihre Leidenschaft in diesen Sport gesteckt haben und ihm zu dem machen, was er heute ist. Wer weiß, ob wir ohne einen Bob Hoffman heute da stehen würden, wo wir sind oder ob wir vielleicht immer noch im jährlichen Zirkus über die lustigen Männer mit den schweren Gewichten lachen würden.

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